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MEDULLA NOCTE-Dying from the inside

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von hendrik
Zugriffe: 730

Diese Platte ist ganz oben dabei, wenn´s um den Widerspruch zwischen Genialität und Bekanntheit geht. Das mag auch daran liegen, dass sie - wie so viele geile Alben - beim besten Willen nicht in irgendeine Schublade passen will. Konkret: es ist einzigartig, es ist großartig und keine Sau kennt´s.  

Was darf man nun erwarten? Jeder Vergleich muss hinken, aber ich will´s versuchen. Ein bisschen klingen Medulla Nocte, als wären Neurosis nach ihrem ersten Album Richtung Thrashmetal abgedreht, aber nicht wirklich angekommen. Großen Anteil an diesem Eindruck hat der Gitarrist. Der Typ muss einen Dukatenscheißer für geile Riffs im Hirn haben. Seine Ideen sind schräg und sehr anspruchsvoll, ohne verfrickelt zu sein, metallisch, aber nicht wirklich Metal und so eigen, dass man ihn tatsächlich unter Tausenden raushören würde (hat da jemand "Voivod" gesagt?). Das muss einer erst mal schaffen. Einen fiesen, rohen Sound hat er (und die ganze Platte) auch noch.

Am Sänger dürften sich die Geister scheiden. Durchgehendes, psychotisches Hardcore-Gekreische und Texte ohne den geringsten Hoffnungsschimmer machen das Ganze zu einer ganz schön negativen Angelegenheit. Das aber perfekt - und auch noch mit richtigen Hooklines zum Mitkotzen! Wer auf den Gesang klarkommt,  hat eine Top-Platte mehr.

Der Schagzeuger macht mächtig Druck, das Spektrum reicht von slo-mo bis Gebretter, es passiert viel und immer genau das Richtige, damit es maximal ballert. Spieltechnisch ist auch alles schwer in Ordnung, wenngleich nicht perfekt, und das begnadete Cover tut das Übrige. So muss man allen, die auf rohe, extreme Musik mit dem gewissen Etwas (und ohne jede kommerzielle Ambition) stehen, nur dringend raten, ein paar Oi bei ebay zu lassen. Diese Platte ist sooo geil! Und sie lässt die "Kreativität" heutiger, angesagter Bands sooo alt aussehen.

myspace.com/medullanocte 

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MEGADETH-United Abominations

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von hendrik
Zugriffe: 870

Wat is bloß mit den ganzen ollen Metalbands los? Jahrelang nur ödes Zeux, und plötzlich das.

Annihilator, Morgana Lefay, Vomitory und jetzt Megadeth machen 2007 ernsthaft geile Alben! 

Dabei hatten Megadeth ja zwischendurch sogar schon aufgehalten und dann ein nicht unbedingt berauschendes Comeback-Album abgeliefert. Nun gibt´s mit neuer, fester Besetzung den Nachschlag. Und (fast) alles, wofür ich bei Megadeth schon immer feuchte Augen gekriegt habe, ist wieder da.  Unglaublich gespielte, komplexe und dennoch ohrwurmige Metalsongs, coole Gesangsmelodien, rasende Solo-Duelle zweier Ausnahmegitarristen, fiese Riffs und dieser zynisch-rotzige Gesang. Außerdem sind die Texte wieder wie früher so richtig schön politisch-un-pc. Alle kriegen ihr Fett weg in Songs wie "Washington is Next", "United Abominations", "Gears of War" oder "Amerikhastan". Genau auf diese Weise haben Megadeth sich ihre ganz persönliche, unnachahmliche Nische in der Nähe des Thrash geschaffen, und glücklicherweise fühlen sie sich dort wieder wohl. Einziger Wehrmutstropfen ist der Sound, denn auch sie sind schließlich bei Plastikarsch Andy Sneap gelandet. Fairerweise muss man sagen, dass der Typ schon wesentlich Schlimmeres abgeliefert hat, das hier geht. Aber ok ist nicht gut, gell? Wie dem auch sei: weiter so, dann hol ich auch meine shirts wieder raus!

megadeth.com 

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GERIATRIC UNIT-"Nuclear Accidents"

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 959
GERIATRIC UNIT – „Nuclear Accidents“
(MCD, Network Of Friends/Plastic Bomb Records)



GERIATRIC UNIT



Meine Güte, gibt es hier auf die Fresse! Nicht umsonst spricht Helge Schreiber (Plastic Bomb) von der „wichtigsten Platte, bei deren Veröffentlichung ich die Finger im Spiel gehabt habe“ (Plastic Bomb #58). Denn hier melden sich die ehemaligen HERESY-Mitglieder Kalv (b) und Steve (d) zurück. Mit zwei anderen Freaks haben sie sich zusammengetan, um dem alten Hyperspeed UK-Hardcore wieder Leben einzuflößen – 12 Jahre oder so nach HERESY… „OLD – FAST – LOUD“ heißt es dementsprechend im Booklet. Boah, hier wird eine krasse Energie freigesetzt und dazu wirkt dat dermaßen angepisst und böse, dass man beim Hören Lust darauf bekommt, irgendetwas kaputtzukloppen… Die Texte sind ebenfalls voller Wut („Kill The Pose“, „Too Dumb To Learn“), aber es ist auch Platz für Selbstironie, z.B. in dem herrlichen „Can’t Sleep“, wo Sänger Gords sein Leid über Schlaflosigkeit klagt („Up Again / Four AM / Up Again / Stomach Pain / I CAN’T SLEEP!“).


Philipp ---Punkte: 10
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NEIN NEIN NEIN-Friends Like These

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Micha Tunk
Zugriffe: 837

NEIN NEIN NEIN   friends like these LP

Ganz was Feines: die 10 NNN-Songs der Split-LP mit den Kaput Krauts auf einer auf 25 (!!) Stück limitierten LP. Weißes Vinyl, die eine Seite bespielt, die andere mit Tapete beklebt, verpackt in eine schwarze Plattenhülle, auf die das Cover in Handarbeit aufklebt  wurde.
Der Erlös für diese 25 Platten geht komplett an die Rote Hilfe, um Aktionen gegen den bevorstehenden G8-Gipfel finanziell zu unterstützen.
Erschienen ist das gute Stück übrigens mit Unterstützung von Twisted-Chords.
10 Punkte für das Engagement, und natürlich auch für die Mucke.

www.neinneinnein.com
www.twisted-chords.de
www.g8-2007.de

Review by: Micha Tunk

---Punkte: 10

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SEVERED HEAD OF STATE-Power Hazard e.p.

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von hendrik
Zugriffe: 918

 

SEVERED HEAD OF STATE - "Power Hazard" e.p.

Na Mensch, SHOS raffen sich noch mal auf und rotzen eine Platte ein. Das gute Stück heißt zwar „e.p.“, wird aber in der CD-Version durch die Songs von zwei 7“ ergänzt, so dass eine gute halbe Stunde Spielzeit rauskommt, was auch problemlos als LP durchgeht. Die in zwei gut klingenden Aufnahmesessions entstandenen Songs sind nicht ganz so heftig wie noch auf „Anathema Device“, alles ist etwas punkiger. Insgesamt hört man weniger raus, aus welchem Nest ein Großteil der Besetzung gefallen ist (Tragedy) und die spielerische Umsetzung ist um ein paar Klassen besser als auf der genannten LP. Das ist erstaunlich, denn ein Teil der Aufnahmen ist älter. Für alle, die auf politisch durchdachten Ami-Hardcore, also auf Deathreat, Aus-Rotten und Konsorten stehen, ist diese Platte eine gute Anschaffung. Und das umso mehr, als hier richtig coole Songs dabei sind. Schön, dass es sie noch gibt.

Review by: Hendrik 

---Punkte: 8
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