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Der Häuserfilm

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Kategorie: Bewegte Bilder
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Fabian
Zugriffe: 4576

Der Häuserfilm

Der Häuserfilm von Kiel...
Letzten Samstag sollte, 24 Jahre nach der ersten Uraufführung des Häuserfilms der Kieler Filmgruppe Chaos, die Premiere der restaurierten Fassung in der Pumpe in Kiel gezeigt werden. Wie es halt leider immer so ist, kommt man nie rechtzeitig to hus los, also trudelten wir ersten kurz vor 20 Uhr vor der Pumpe ein, um zu erfahren, dass der Saal restlos ausverkauft ist...

Glücklicherweise wurde uns mitgeteilt, dass der Film gegen 21 Uhr auch noch mal in der Meierei laufen sollte - puh Glück gehabt, wollte ich ihn doch unbedingt sehen...Also umgekehrt und gemütlich in die gute alte Alte Meierei gelaufen... Auf dem Weg leider noch einige unsympathische Zeitgenossen getroffen, da ein rechtes Hooligan-Konzert am Wasser stattfinden sollte....

Angekommen in der Meierei wurde noch fleissig auf- und umgebaut. Nach und nach füllte sich der Saal doch recht ansehnlich und wir hatten Glück so früh dagewesen zu sein, denn von weiter hinten hätten meine Augen wohl kaum richtig was mitbekommen.
Der Film behandelt die Hausbesetzerszene in Kiel in den frühen 80er Jahren...Habe ich als Nicht-Ur-Kieler Hausbesetzungen in den frühen 80ern immer in erster Linie mit Berlin, Hamburg und ev. noch Hannover assoziiert, muss ich doch nach und nach lernen (erste Aufklärungsarbeit leistete der "Meierei bleibt Pfeffer in der Suppe- Film), dass in Kiel in dieser Hinsicht einiges am Start war.
So standen anfang der 80er am Sophienhof, dort steht heute dieses unattraktive Einkaufszentrum, unglaublich schöne Altbauhäuser, die von Seiten der Stadt bzw. der Stadtplaner abgerissen werden sollten und in Folge der allgemeinen Wohnungssituation besetzt wurden. Einige der Besetzer taten sich zu der 'Filmgruppe Chaos' zusammen und hielten auf Super 8 Kameras das Geschehen fest. Das Ergebnis ist ein authentischer Film über die damalige Zeit, die jedoch auch eigene Standpunkte und Probleme kritisch hinterfragt. Der Film gibt interessante Einblicke in die politischen Diskussionen und Ereignisse der Zeit, der Ziele und Bedürfnisse der Besetzer und deren Probleme. Ebenso zeigt er aber auch die Radikalität, mit der Kiel sich seit den 80ern baulich verändert hat. Unglaublich viele Menschen schimpfen auf die Hässlichkeit der Stadt, aber als Leute auf diese Mißstände aufmerksam gemacht haben....

Einziges Manko des Films ist, dass er meiner Meinung mit knapp 3 Studen doch etwas zu lang ist, irgendwann schwindet die Konzentration. Hier wäre weniger ev. doch mehr gewesen, so schwer wie es sein wird, Material abzuschneiden an dem Erinnerungen und viel Arbeit hängen.

Im Nachhinein konnte man fast froh sein, nicht mehr in die Pumpe gekommen zu sein, da ich die Athmosphäre der Meierei vorziehe und es einfach ein gemütlicher Abend war.
Jeder der die Möglichkeit hat sich den Film anzuschauen sollte dies unbedingt tun oder sich die DVD besorgen, die es geben soll.

Ein riesen Dank geht an die Filmemacher, für den Film und für die Bereitschaft, diesen auch für die Meierei zur Verfügung zu stellen. Ein ebenso großer Dank geht an die Leute, die sich spontan bereit erklärt haben, eine zusätzliche Vorführung in der Meierei durchzuführen- das war spitze!

Ach ja und auf dem Heimweg noch freudig zur Kenntnisgenommen, dass an dem ewig leerstehenden Haus in der Preetzer Straße nun Plakate hängen, dass dieses Haus besetzt sei!
Während des Films wurde ganz kurz erwähnt, dass es auch in Gaarden ein besetztes Haus oder Häuser gab, worauf leider nicht genauer eingegangen wurde. Wenn jemand da Informationen hat, würde ich mich über Infos freuen...

 

Review by: Fabian 

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BITUME-Gut im Trend

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Hannah
Zugriffe: 1071

BITUME - Gut im Trend

"Gut im Trend", so heißt das neue Album von Bitume aus Oldenburg,
welches vom Terrorgruppe-Sänger Archi Alert produziert wurde.
Auf der CD befinden sich 14 abwechslungsreiche, melodische
Punkrocksongs, u.a. der Song "1 Tag wie 100 fette Jahre",
bei dem Archi einen Vers singt. Auch geil ist der Song
"Ein schöner Tag am Hafen", den man sich zuvor schon auf der Bandhomepage
runterladen konnte. Ebenso genial sind die anderen 12 Songs,
von ruhig bis etwas schneller ist alles dabei, so wird
das Album nie langweilig und auch live kommen die neuen Songs gut an.

 

Review von: Campina 

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ENDORPHINS-Heir´s Pistol Kills His

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von hendrik
Zugriffe: 837
ENDORPHINS - "Heir´s Pistol Kills His"

Hier kommt Musik für gute Laune und sonnige Tage. Die Jungs aus Flensburg drücken sich in ihrem Info selbstbewusst davor, Vergleiche zu anderen Bands zu ziehen, und das haben sie auch gar nicht nötig. Geboten wird schmissiger, energischer Rock mit einer gesunden Portion Dreck unter den Fingernägeln, der gleichzeitig aber auch mit klasse Melodien punkten kann. Die Gitarristen haben eine offenbare Schwäche für das Spiel von Josh Homme und Joe Strummer, der Sänger klingt in seiner Melodieführung manchmal nach Morrissey – kennt man den in dem Alter überhaupt? Dabei schlägt das Pendel weder so weit gen Pop aus, dass man Gefahr laufen würde, nicht ernst genommen zu werden, noch so weit Richtung Krach, dass man sich um eine große potenzielle Hörerschaft bringt. Mit anderen Worten: Mit ein bisschen Glück und Schneid könnte was draus werden. Die Songs sind gut gespielt und gesungen und für D.I.Y. hervorragend produziert – tatsächlich besser als vieles, was man kaufen kann. Es ist direkt schade, dass dies nur eine EP ist, denn ich könnte gut mehr davon vertragen als nur fünf Songs. Wer sich eine weitere talentierte Band aus der Gegend für faire 2,50 Oi zulegen möchte, der schaue mal hier:

myspace.com/endorphinsmusic

Review by Hendrik ---Punkte: 8
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PESTFEST-Demo 07

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 2504

PESTFEST – Demo 07

(MCD, Eigenproduktion)




Sechs räudige Punkrocksongs direkt aus dem Herzen des Flensburger Hafermarkts! PESTFEST reißen durch den Wechselgesang von Sängerin und Sänger mit, wobei die Stücke ungehobelt und direkt aus den Boxen rüpeln. Gefiel mir die Band live schon gut, hört man hier doch noch mehr Feinheiten raus, obwohl der Sound natürlich auch nicht der fetteste ist. Kommt aber angenehm dreckig und ballert auch genug, wenn man die Mühle schön weit aufreißt. Pestfest sind halt weniger für leise Zwischentöne zu haben, play loud mutha… Die Texte pendeln zwischen Deutsch und Englisch, möglicherweise dadurch bedingt, dass Sängerin Cec aus Norwegen kommt. Meine Highlights sind das erinnerungsträchtige „Herz“ (Die Zeile „Mein Herz schmerzt“ wird so schön rausgerotzt!) und dat gelungene UPROAR-Cover „Die For Me“.

Drei Euro an Sascha Bucher, Kappelner Str. 12, 24943 Flensburg, hier bei Dremu könnter direkt ’nen Song hören und noch mehr dort:

www.myspace.com/pestfest



Philipp

PESTfuckinFEST

---Punkte: 8
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SUFFERAGE -"Everlasting Enmity"

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Torsten
Zugriffe: 1071

SUFFERAGE -"Everlasting Enmity"-Remission Records/Soulfood

 SUFFERAGE kennen keine Gnade! Kaum ist ein Jahr vergangen, schon steht wieder ein neues Album in den Startlöchern. Fünfzehn Songs mit einer Stunde Laufzeit hat sich die Band mal so eben – so scheint´s – aus dem Ärmel gezaubert. Und dabei steht der neue Brocken dem formidablen Vorgänger „Bloodspawn“ in nichts nach! Ganz im Gegenteil - „Everlasting Enmity“ lässt mal eben alles hinter sich, was je unter dem Namen SUFFERAGE veröffentlicht wurde! Trotz des Abgangs der langjährigen Sängerin Jasmin (und mittlerweile auch des Bassmanns Oli) zeigen die Hamburger keinerlei Schwäche und bringen ihr bisher gelungenstes Werk heraus. Druckvoll rauscht der etwas trockener klingende Sound aus den Boxen. Wie beim Vorgänger sind die Riffs wieder absolut packend und mächtig. Viel Wert wird immer noch auf die Blastbeats gelegt, doch diesmal klingen die Songs generell viel strukturierter und lassen anderen Stilmitteln mehr Raum. Da wären zum einen tolle Gitarrenharmonien wie in „A Slobbering Piece Of Shit“ oder „Insane Visions“. Zum anderen hätten wir da leichte Keybordsamples wie im Titelstück (ein doomig-schleppendes Monster, das übrigens rein instrumental daherkommt) oder Marschrhythmen und groovige Taktvorgaben. Alles nette Kleinigkeiten, die „Everlasting Enmity“ mehr und mehr zu einem Kleinod heranwachsen lassen. Der neue Frontmann Sebastian Fröhlich macht mit seinen Grunzlauten einem gewissen „Corpsegrinder“ alle Ehre und kann den Vergleichen mit seiner Vorgängerin gelassen entgegensehen. Apropos gelassen: im Allgemeinen fällt auf, dass das Tempo zwar gedrosselt wurde, dieses aber der Wucht und Brutalität der Neukompositionen keinen Abbruch tut. “Everlasting Enmity“ ballert mehr als amtlich! Den Vogel aber schießt ein Song namens „Red Sun Arise“ ab. Das Ding ist eine astreine Hommage an die Schweden-Könige AT THE GATES. Obwohl SUFFERAGE ja eher nach amerikanischem Death Metal klingen, ist ihnen damit ein genialer „Querschläger“ gelungen. Eins der vielen i-Tüpfelchen auf diesem großartigen Album.

 Review by: Torsten

---Punkte: 9
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