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Kategorie: Tonträger Reviews
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Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
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Geschrieben von hendrik
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Zugriffe: 1237
ANNIHILATOR - Metal
Endlich wieder mal ein gutes ANNIHILATOR-Album. Man wollte die Hoffnung schon fahren lassen, nachdem die letzten paar Scheiben entweder musikalisch nicht überzeugen konnten oder einfach indiskutabel klangen oder beides. Und der Name der Platte ist Programm. 10 Songs lang erhält man hier eine Demonstration dessen, was Metal ist (zumindest teilweise leider auch, was die Texte angeht). Nach wie vor interpretieren ANNIHILATOR den Begriff Metal auf einzigartige Weise, denn niemand klingt auch nur so ähnlich wie die Canucks. Und nach wie spielt Jeff Waters mit seinem super abgestoppten, super schnellen, super präzisen Riffing und seinen aberwitzigen, in Tempo und Speiltechnik absolut nicht nachvollziehbaren Soli in einer ganz eigenen Liga. Darüber hianus geben sich auf dieser Platte die Stargitarristen der Szene die Klinke in die Hand, in jedem Song duelliert sich einer mit Waters, und allesamt sind sie unglaublich (wobei nicht jeder mit dem Meister himself mithält). Die Bands, aus denen die Herren kommen, muss man sicher nicht alle mögen, aber was Amott, Loomis, Laiho & Co. hier abziehen, ist begeisternd. Schlagzeug spielt zum Glück der Beste, den ANNIHILATOR je hatten, Mike Mangini. Der ist nicht nur einer der besten der Szene, der ist einer der besten jeder Szene. Welche Genauigkeit, welche Geschwindigkeit.. Auch Sänger Dave Padden wurde endlich mal von der Leine gelassen, er singt und er schreit und er drückt dem Ganzen richtig geile Hooklines auf. Der Sound ist für Freunde von Natürlichkeit na klar nicht gerade optimal, aber zumindest klingt alles nach Instrument, sogar die Bassdrum. Dies sind eigentlich zwei Alben in einem: erstens ein wirklich hammergeiles Metal-Abum und zweitens eine Referenzplatte für Spieltechnik, sowohl für Gitarre als auch fürs Schlagzeug. Will man sowas sonst hören, muss man gewöhlich irgendwelche zergniedelten Solo-Alben von Prog-Typen ertragen, hier gibt´s das Ganze mit richtigen Songs. Chapeau! Am 11.Mai in Hamburg übrigens!
www.annihilatormetal.com
Review von: Hendrik
ANNIHILATOR Metal bei ebay
---Punkte: 9
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Kategorie: Lesefutter
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Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
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Geschrieben von Philipp Wolter
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Zugriffe: 2558
Joey Goebel – Freaks
Eine Band. Freaks. Die Freaks. Bestehend aus dem scheinbar ständig vollgedröhntem und stets philosophierendem Sänger Luster, der äußerst attraktiven berollstuhlten Satanistin und Drummerin Aurora, der 80jährigen Punk-Oma Opal, der allzeit alles hassenden 8jährigen Bassistin Ember und Keyboarder Ray, dem es aus dem Irak in die USA wegen einer persönlichen Mission verschlagen hat, bauen die Freaks ihr Imperium nacheinander auf, um gegen die „Humanoiden“ aufzubegehren und sie durch ihre Musik aufzurütteln.
Die Freaks sind wie aus dem richtigen Leben gegriffen und demnach ein Konglomerat von Mutanten, wie sie jeder in seiner Band hat. Durch das Changieren der Erzählperspektive von Person zu Person, in das auch Nebencharaktere einbezogen werden, wird die lineare Handlung von mehreren Seiten beleuchtet. Dadurch ist ein kurzweiliges und spannendes Durchlesen garantiert und es wird wieder offensichtlich, dass die gute Idee der Band jung sterben muss. Die Proberaumproblematik gibt es hüben wie drüben und es gibt allseits bekannte Gründe wie Stress im Altersheim, kein geeigneter Raum, Familienverpflichtungen mehrerlei Art und dennoch wird vielen weiteren Hindernissen getrotzt und bald der erste Auftritt anberaumt. Doch schon während des ersten Songs bricht die Hölle über allen ein.
Goebel schafft es, ein leicht zu lesenden, amüsanten und kurzzeitig auch zum Nachdenken anregenden Roman interessant zu präsentieren. An dieser Stelle möchte ich kurz aus dem Epilog des Autors zitieren:“Die grob gestrickte Handlung wurde an den Haaren herbeigezogen, die Protagonisten wurden an den passenden Stellen untergebracht, die Themen gründlich ausgeschlachtet, sämtliche Perspektiven sorgfältigst ausgelotet, vordergründige Symbolik bewußt eingesetzt, abgedroschene Ironie verwendet und Emotionen sowie Humor angemessen übertrieben[…].“ Alles klar? Also: lesen, ihr Ratten!
192 Seiten, Broschiert, 15 EUR, aber auch empfehlenswert: Das Hörbuch
9.5 von 10 Punkten
Review by: Herbert
---Punkte: 9