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NUCULAR -"Stigmata Copyprocess"

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Matt
Zugriffe: 947
NUCULAR - Stigmata Copyprocess (Bobble Cap Records)

Schon beim ersten Anblick der Scheibe der Bad Segeberger Truppe lacht das Auge. Wunderschoen aufgemacht im edlen Digipack hat man gleich Bock, sich die Mucke reinzutun.
Dann die göttlichen Songtitel. Allein diese sind schon ein Genuss. Probe gefällig?
Voila:  "...from attacking Yetis with a Lighter", "Love/Sex/Terrorism Overdoze" oder "I tried to read after opening a letterbomb" zeugen doch von einer regen Fantasie und einem gehörig kranken Humor. Sehr sympathisch.
Musik gibt's auch noch. Von der Band selbst wird der Stil als Screamo bezeichet, das passt sicher. Fixer, teilweise frickeliger Emo, sehr komplex dargeboten. Der Sänger hat bestimmt auch schonmal SYSTEM OF A DOWN gehört, singt, krächzt und schreit sich durch das Album. Dabei klingt er allerdings etwas höher und nicht so fett wie Herr Tankian von selbiger Band. Das kann einen schonmal an die Nervengrenze bringen. Insgesamt ist das ganze Album sicher nichts um's nebenbei beim gemütlichen Familienfrühstück mit Oma und Opa zu hören, dazu ist das Ganze dann doch zu anstrengend. Das ist auch schon mein einziger Kritikpunkt: Also ich muss schon Bock drauf haben, mich richtig auf die Mucke einzulassen, damit ich die Scheibe durchhören kann - was miroffen gestanden  bislang noch nicht ganz geglückt ist.
Aber ansonsten Daumen hoch! Erstaunlich, was für Perlen doch immer wieder aus den Kellern unseres kleinen nördlichen Bundeslands zutage treten.
(9 Punkte)

Review by: Matt ---Punkte: 9
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MAZAI-"Stereo"

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Matt
Zugriffe: 959
MAZAI - Stereo (Bobble Cap Records)

Vorab: Mit dieser Scheibe habe ich so meine Verdauungsschwierigkeiten. Die gebotene Kost schmeckt mir eigentlich ganz gut. Was steht auf dem Menü? Rockige, groovige Musik, wobei die Gitarre in der Regel verzerrt die nötige Würze reinbringt.  Dazu eine sehr melodiöse Sängerin, die sich über das Ganze legt. Will man unbedingt eine Schublade suchen, dann wuerde ich wohl am ehesten in Richtung FAITH NO MORE und Konsorten tendieren, wohl wissend, dass der Vergleich hinkt.
Wodurch wird diese Mischung aus annehmlichen Zutaten versalzen? Nachdem ich die Speise der Hamburger mehrfach angerührt habe, stelle ich fest: die Produktion ist leider furchtbar. Die Instrumente klingen nicht, so dass die teilweise sehr gelungenen  Bass- und Schlagzeuggrooves einfach nicht rüberkommen. Der Gesang klingt dazu so kratzig, dass bei jedem Auftakt zu demselben mein Finger reflexartig zum Skip-Knopf auf meinem Player zuckt. Das ist schade, denn musikalisches Potenzial haben MAZAI sicher. Doch der Gesamteindruck laesst leider nicht mehr als 5 Punkte zu.

Review by: Matt
---Punkte: 5
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EXCITER - "Thrash, Speed, Burn"

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Torsten
Zugriffe: 1212

EXCITER – ein Name, unzählige Klassiker. Und doch standen sie nie an der direkten Spitze der Metal-Bewegung. Die Kanadier waren immer eher Untergrund. Trotzdem (oder gerade deswegen) gibt es sie immer noch. Das sie in all den (auch oftmals bitteren) Jahren nichts verlernt haben, beweisen EXCITER mit der neuen Kraftrille „Thrash, Speed, Burn“. Klar, dass der Titel absolut Programm ist! Absolut Pflicht für jeden „Heavy Metal Maniac“ sowieso. So geil wie hier können eh nur EXCITER rumpeln. Diesen Sound erkennt man unter tausenden. John Ricci (git.) lässt sich einfach nicht unterkriegen, sammelt immer wieder neue Leute um sich und zieht sein Ding gnadenlos (gut) durch. Mit Kenny Winter hat Ricci einen neuen Sänger am Start, der sehr gut zum EXCITER-Sound passt. Seinem formidablen Vorgänger Jaques Belanger steht er in nichts nach. Eher glaube ich, dass der neue Mann noch mehr Feuer im Arsch hat und mehr Enthusiasmus an den Tag legt. Winter schafft zwar auch die hohen Töne, aber generell liegen die Stimmbänder etwas tiefer und klingen rauer. Das, wie gesagt, passt hervorragend zum EXCITER-Sound. „Demon’s Gate“, das Titelstück oder „In Mortal Fear“ sind obergeile Nackenbrecher. Bei „Crucifixion“ oder „Betrayal“ wird das Tempo verlangsamt, um den Nackenwirbeln etwas Pause zu gönnen. Letzterer Track kann überdies mit `nem motörhead - artigem Solo überzeugen. Die Spielzeit von „Thrash, Speed, Burn“ ist mit ihren gut 45 min optimal für den Genuss auf Vinyl gemacht – also ran midder Pladde! Alles in allem klingt „Thrash, Speed, Burn“ wie nur eine EXCITER – Scheibe klingen kann. Nix is’ geändert, aber alles ist gut! Geile Scheiße! Torsten ---Punkte: 9

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UNLEASHED-"Hammer Battalion"

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Torsten
Zugriffe: 1078

UNLEASHED - "Hammer Battalion"

Die Herren UNLEASHED haben’s aber verdammt eilig auf ihrem neuen Album. Die meisten Songs werden in einem rasanten Tempo runtergezockt, welches man in dieser Konzentration eher auf den Frühwerken der Schweden findet. Seien es „The Greatest Of All Lies“, „Long Before Winter’s Call“ oder das Titelstück „Hammer Battalion“. Selbst beim Stück “Warrriors Of Midgard” – bei dem vom Titel her eigentlich ein Hymnenhaft getragenes Stück erwartet werden könnte – wird das Gaspedal bis zum Bodenblech durchgedrückt. Da geht richtig die Post ab! Typische Mitgröler mit epischer Tragweite (wie auf den beiden direkten Vorgängern) sucht man hier beinahe vergeblich. Gäbe es da nicht hin und wieder die UNLEASHED-typischen Mid-Tempo-Grooves, die meistens in der Mitte (…) der Songs zu hören sind, könnte man sich glatt auf `nem Grindalbum wähnen. Richtig langsam und düster wird’s bei „Your Children Will Burn“ und besonders bei „Carved In Stone“. Hier regiert die Slow-Mo-Axt und zieht schleppend ihre Kreise. Herausstechend auf „Hammer Battalion“ sind diesmal wieder die vielen, geilen Gitarrensoli, die dem Sound von UNLEASHED was Unverwechselbares geben! Da haben sich die Herren Masgard und Folkare `nen dicken Extraapplaus verdient. Generell klingen die Gitarren auf dieser Veröffentlichung nicht mehr nur nach purem Death Metal, denn einige Parts würden auch einigen Frostkalten Black-Metal-Bands gut zu Gesicht stehen. („Marching Off To War“) Kommt richtig gut, dieses Stilmittel. Durchweg zeigen UNLEASHED mit ihrem neuen Album, dass man mit ihrer Art des Old-School-Metal’s immer noch neue Facetten aufdecken kann, auch wenn man sich generell in alten Bahnen bewegt. Solange dabei so gute, energetische und enthusiastische Sachen rauskommen wie hier, ist diesen Schweden der Death-Metal-Thron sicher. Dieses Battalion ist DER Hammer!

Torsten

---Punkte: 9

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DAS ROTE UNIVERSUM-"Killer"

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 945
DAS ROTE UNIVERSUM – „Killer“

(CD, Eigenproduktion)




Das ROTE UNIVERSUM ist zurück, und zwar mit einem „Killer“. Der Titel ist gar nicht mal überheblich gemeint, denn gleich im ersten Song erfährt man: „There is a killer in everyone“. Das ist natürlich gerade in Bezug auf Dremu richtig, auch wenn Hauptbandschlächter Lewe schon seit langem nicht mehr in die Tasten gehauen hat, he he!

Aber jetzt ma Butter bei die Fische: Die Scheibe ist wirklich ein Killer, vorausgesetzt man hört allerdings auch mal was Anderes als PISSCHRIST oder BRUTAL GLÖCKEL TERROR. Es geht mit ganz dezenten Einflüssen von KINGS X oder auch den BEATLES los, ufert in wilde Metal/Punk/Schrei-Abfahrten aus, wobei der höchst melodisch-melancholische Aspekt immer wieder die Überhand gewinnt. Die Gesänge wurden ganz klar mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet, was die geilen mehrstimmigen Chöre und überhaupt sehr abwechslungsreichen Stimmen bezeugen, da wird geschrieen, geflüstert, gesungen und beschworen. Beachtlich sind auch die atmosphärischen Gitarren, man höre z.B. „The Living Dead“! Mein Fave ist „Sonne“, welches mit ’ner Art sakralem Mönchsgesang eröffnet wird: „Komm zu uns… Wir sind der Weg… Folge uns… Das Ziel ist rot“, bevor man einen schweren Groove mit kauzigen Vocals klöppelt. Einzig das BEATLES-Cover „I Want You (She’s So Heavy)“ finde ich nicht sonderlich originell, das wurde einfach schon so häufig gecovert.

Bei Interesse solltet ihr die Band mal genauer im Netz unter die Lupe nehmen, die Scheibe ist mit ’nem Perpetuum-Mobile-Booklet auch klasse aufgemacht.

www.rotesuniversum.de

www.myspace.com/dasroteuniversum




Philipp ---Punkte: 8
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