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ANTITAINMENT-"Nach der Kippe Pogo!?"

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 1100

ANTITAINMENT – „Nach der Kippe Pogo!?“

(CD, Kidnap Music)



ANTITAINMENT
AN-TI-TAIN-MENT

VIEL BESSER ALS DEINE BAND!



Fast komm ich mir ja blöd vor, diese Scheibe hier zu besprechen, denn sicher hat jede/r, der/die das hier liest, die Pladde eh schon. Und alle anderen sind sowieso doof!

Die wichtigste Frage war eigentlich, ob das Teil mit den gnadenlosen Qualitäten des Debuts mithalten kann. Zuerst wollte ich diese Frage schon mit einer negativen Antwort bescheiden, doch nach monatelangem Sezieren, Analysieren und äh Studieren, war mir die Antwort klar: FUCK YEAH, sie kann! Wieder diese völlig krasse Mischung aus allem, was lärmt und Spaß macht, da treffen Blastbeats auf Orgelattacken und der Moshpit tobt. Ich seh förmlich schon die Posi-Pyramiden auf dem nächsten ANTITAINMENT-Konzi vor mir. DIE TEXTE! Ohrwurmig und vertrackt zugleich kommt schon der Opener „Sechs-Tage-Woche-Gummimann“ mit dem geilen Refrain „Und dann klappt das vielleicht auch irgendwann,/ du kommst mit den Zähnen an die Füße ran / und verdienst dein Geld als Gummimann…“. Der Hammer auch „Waterride The Lightning“, in welchem die Antis beim Wasserrutschen ihre latente Neigung zur Homosexualität voll ausleben: „Das ist kein Teamsport, das ist Intimsport!“ Die Band zeigt in jedem Detail ihre Liebe zu den Facetten gepflegten Lärms, aber ein wahrer Fan muss natürlich kritisch sein, deshalb kriegen wir alle erstmal satt unser Fett weg, egal ob Hardcore/Punk, Metal oder Bluegrass-Liebhaber. „Auf den Platten, die ich mir hier kauf, ist immer nur dasselbe drauf. / Das ist echt schon recht langweilig, doch bevor hier alle gehen, / ist jeder der Songs mit Durchhalteparolen versehen“, heißt es treffend in „True Till Bored To Death“ und „We Are (Black) Metal Rap, ihr Wimps!“ muss man nicht weiter erläutern.

Okay, ein Blumenstrauß voller Melodien, ein Monument der Metal_Mosh_Maschine, ein – ach Schnauze, haut am besten den ollen Renke raus, der hat das Teil bei Zeitstrafe auf Vinyl im schicken Klappcover, Nerds bekommen eine Seriennummer mit den Zähnen eingeritzt.

http://www.myspace.com/antitainment



Philipp

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DEVASTATOR-"Beyond Massacre"

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 1078

DEVASTATOR – „Beyond Massacre“

(CD, Eigenproduktion)

http://www.vampster.com/images/cdreviews/DevastatorBeyondMassacre.jpg


Wie mir Schreigräte Lenny mitteilte, habe der Albumtitel nix mit dem Debutalbum „Beyond“ von MASSACRE zu tun. Hätte ja sein können, behauptet Kam Lee immerhin, er höchstpersönlich habe das Death-Metal-Growlen erfunden. Und Death Metal bieten auch diese Jungs aus Hamburg, die letztes Jahr (siehe Livereview) im Vorprogramm von VADER überzeugen konnten. Mit Old School Death Metal à la MASSACE haben DEVASTATOR aber auch höchstens in vereinzelten Passagen zu tun, wenn mal das Tempo gedrosselt oder gar im AUTOPSY-Stil gegroovt wird. Eher erinnern die Hamburger an technischeren und schnelleren Stoff zwischen MORBID ANGEL, SUFFOCATION oder KRISIUN. Es wird punktgenau geblastet, messerscharf gerifft und der Gesang ist erfreulich eigenständig, gar charismatisch. Für ein Debut klingt das alles verflucht professionell, man hat auch offenbar die gesamte Bandkasse auf den Kopp gehauen und ist gleich zu den Stormwarrior-Jungs ins Thunderhall-Studio gegangen und hat den Scheiß danach von Andy Classen mastern lassen. Hört euch Knaller wie den Titelsong, „Spiritual Surgery“, „Beheaded“ oder „Pandemic Disease“ mal auf der MySpace-Seite an, der Tonträger an sich ist noch nicht erhältlich, die Devastatoren versuchen offenbar einen Deal zu ergattern. Warum nicht D.I.Y., Jungs?

www.myspace.com/officialdevastator




Philipp

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ARMSTRONG-"E.P. 2007"

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 1072
ARMSTRONG – „E.P. 2007“

(MCD, Eigenproduktion)




„The only constant thing is CHANGE“, verkünden ARMSTRONG in einem ihrer letzten Newsletter. Und der olle Spruch passt hier ausgesprochen gut, denn ARMSTRONG haben Line-Up und Stil mal eben KOMPLETT umgekrempelt. Erstmal Respekt für den Mut, solch radikalen Schnitt durchzuführen, denn oft ist es einfacher, einfach auf den gewohnten Pfaden weiterzuwandeln. Stattdessen hat der bisherige Schlagzeuger Ingo den Gesang übernommen, Oliver Klein konzentriert sich ab jetzt ausschließlich auf seine Klampfe. Zur Verstärkung hat man ihm doch tatsächlich Olaf Billand zur Seite gestellt, den die älteren Dremu-Nasen noch von GO AHEAD kennen dürften (wie lange ist das her? 15 Jahre?)! Und wer sitzt dann an den Drums? Ollen Christian Bahr, den man u.a. bei WALLCRAWLER, TANNHAUSER GATE, BONEHOUSE und SMOKE BLOW bewundern konnte! Einzig unverändert im Vergleich zum „The Other Half“-Vorgänger bleibt also die Rolle von Marco am Bass.



Ingo klingt natürlich völlig anders als Oli, was es zunächst erstmal zu verdauen gilt. Ich stand auf Olis Gesang, komme nach mehreren Durchläufen aber sehr gut mit der neuen Variante klar. Denn letztendlich haben sich ARMSTRONG auch instrumental umorientiert, alles kommt… luftiger, ja geradezu poppiger. Wo ARMSTRONG früher vor allem dem treibenden und bratzigen Rock’n’Roll gefrönt haben, präsentieren sich die Gitarren jetzt mit weniger Zerre, überrascht der Gesang mit ausgefeilten Hooklines. Ich fühle mich angenehm an Ur-Punk à la THE CLASH erinnert.
Gesanglich wurde Ingo im Studio von Letten gecoacht, was man auch eindeutig hört, aber nicht im Sinne eines Abklatsches, sondern eher in der Art der Melodieführung. Da gilt es sich dennoch noch etwas freizuschwimmen, aber das hier markiert einen neuen Anfang, der mehr als gelungen ist. Bin jetzt schon auf Live-Action gespannt!

Hört selbst rein auf http://www.myspace.com/armstrongrocks!



Philipp ---Punkte: 9
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EURE ERBEN-

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 960

EURE ERBEN – „Eure Fäuste“

(MCD, Pängg Distribution)

Eure Erben



Nach der EP von 2006 knallen uns EURE ERBEN den nächsten Tonträger vor den Latz. EURE ERBEN sind, falls es jemand noch nicht mitbekommen hat, die legitimen Nachfolger der Ruhrpott-Thrasher DARKNESS. Stilistisch knüpft man absolut am alten Stil an, konzentriert sich dabei mittlerweile ausschließlich auf deutsche Texte, die mindestens kritisch, wenn nicht gar politisch zu nennen sind.

Leider ist vorliegende Scheibe noch nicht der erwartete Longplayer, eher ein Appetizer zur Überbrückung. Los geht es mit zwei neuen Thrash-Granaten, die flott nach vorne gehen, „Eure Fäuste“ und „Schläfer“. Beide Stücke schaffen die geile Balance zwischen Aggression und Eingängigkeit, nicht zu technisch, nicht zu stumpf. Weiterhin haben EURE ERBEN noch vier Livesongs und ein Video („Gefrorene Bilder“) auf die EP gepackt, wobei die beiden genannten Stücke noch mal dabei sind. Da hätte man vielleicht andere Songs aus dem Repertoire wählen können, zumal die Liveversion von „Schläfer“ gleich auf die Studioversion folgt. Naja, dafür kommen die Songs gleich NOCH einen Tacken schneller und aggressiver. Dazu gibt es das DARKNESS-Stück „Burial At Sea“ in deutscher Version („Untergang“), bekannt schon von der Debut-EP, und eine weitere eingedeutschte DARKNESS-Nummer, „Wir brauchen Krieg“ („They Need A War“ im Original). Erstaunlich, wie zeitlos alte 80er Thrash-Klamotten immer noch klingen können!

Die Produktion der Livesongs ist übrigens schön knallig, auch die Stimmung kommt schön rüber. Fazit: Empfehlenswerte Platte, auch wenn es nicht viel Neues zu hören gibt. Jetzt aber her mit dem Longplayer, Jungs!

www.myspace.com/eureerben

 

Philipp

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TRAINWRECK / COMADRE-split

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Matt
Zugriffe: 965

TRAINWRECK / COMADRE - split

Oftmals kaufe ich mir ein Splitrelease, weil ich eine der beiden Bands kenne oder kennelernen will.
So wie in diese Fall wegen der großartigen TRAINWRECK.
Die nicht minder guten COMADRE hatte ich bis dahin tatsächlich nicht wirklich beachtet. Und die liefern hier ein dermaßen geiles Brett. Ist schon irgendwie Hardcore, was die Herren veranstalten. Schön zackig, treibend und auch gerne mal ein wenig frickelig und ausgefallen. Und "60 Grit" ist ja wohl DER Hit.
TRAINWRECK schocken eh....
Dazu diese Aufmachung, die mindestens ein Argument dafür liefert, warum Platten einfach toller als CD's sind.
Feine Sache.

10 punkte

www.myspace.com/comadre
www.myspace.com/trainwreck5
www.reactwithprotest.org

 

Review by: Micha Tunk 

---Punkte: 10
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