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SPACEFEST 4: SPACE CHASER, DISTILLATOR, ENDSEEKER, TURBOKILL / 19.10.2018 – Hamburg, Hafenklang

4.835

“Spacefest, was dat denn? Und was sollen diese ekligen Monster auf dem Plakat? Und diese Schriftzüge? DATRUPTOR? NDSKRCHH? SPASWASCH? Kann ich nich lesen. Willich auch nich."


Ja, geil, Exklusion hat funktioniert, Spießer bleiben weg, dafür füllt sich das Hafenklang mit Thrashern, Headbangern, Punks, verschüttetem Bier und Kuttenmief. Denn das SPACEFEST geht in die vierte Runde, die Berliner SPACE CHASER haben auf die gute, alte D.I.Y.-Tour ihre eigene Party in verschiedene Städte gehievt und sich dabei richtig heiße Bands mit ins Boot geholt. Du kannst noch nicht mal „WATCH THE SKIES!“ brüllen, da sitzen Jan ML, Michelle und Wolters Philipp bereits im Zug. Nicht allein übrigens, neben anderen Konzerten lockt auch ein Eishockeyspiel und die dorthin strebende achtköpfige, uns wohlbekannte Reisegruppe gesellt sich in unseren Wagon. Über so’n modernes Telefon mit Blauzahnboxen werden wir permanent beschallt. Es läuft exakt EIN Titel. In Schleife. Ich sage nur: OI FORCE, „Disco Stricher“, mehr müsst ihr nicht wissen, um uns zu glauben, dass der Wagon ansonsten leer bleibt…


Spacefest


Fotos von Jan ML folgen...

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Eingereicht von Philipp

TV SMITH / 18.10.2018 – Kiel, Schaubude

4.25

TV Smith kann eingängige Songs schreiben, charismatisch singen und punkig-monoton seine Akustikgitarre malträtieren: Wie gut das ein schlüssiges Gesamtbild gibt, konnte er am vergangenen Donnerstag in der Schaubude beweisen.



Vor Konzertbeginn hängt der Künstler für seine Fans zugänglich am Merch-Stand herum, allmählich trudeln die knapp 60 Punkrockfans ein und kurz nach 9 beginnt auch schon die Show ohne jegliches Vorprogramm: „Fernseh Schmidt auf die Buhne. In die Schaubude. Ich bin der Schau, also geht’s sofort los!“ Sein Programm moderiert der Sänger den ganzen Abend lang durchgängig auf Deutsch – charmant mit ausgeprägtem Akzent und üblichen Grammatik-Ungenauigkeiten.

TV Smith, live in Kiel 2018

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Eingereicht von binimgarten

VOIVOD, BIO-CANCER, ERUPTION OF CORRUPTION / 13.10.2018 – Hamburg, Logo

4.335

Manchmal hat man Glück. Der freundliche Typ am Eingang des Logo fragt mich: „Du möchtest eine Karte? Dann bist du der Letzte!“ Und zack! hängt das „Ausverkauft“-Schild an der Kasse.

War vielleicht auch etwas gewagt, ohne Ticket loszufahren, aber ich dachte, dass die momentane Konzertflut einige Interessierte vom Besuch abhalten könnte. Doch „The Wake“ schlägt offenbar ein wie eine Bombe und scheint bereits jetzt das Interesse an VOIVOD erhöht zu haben. Auf jeden Fall erfreulich, dass eine Band mit 35-jähriger Geschichte auf eine derart gute Resonanz stößt!

VOIVOD
Bilder von Joe Wank.

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Eingereicht von Philipp

PRIMAL FEAR, RIOT, EXISTANCE / 16.10.2018 – Hamburg, Markthalle

4.675

Wie lautet noch dieses Trinkerzitat? „Wenn mich jemand anruft und will, dass ich einen saufen komm‘, dann mach ich das!“ Mir geht das ähnlich, nur mit Heavy-Metal-Konzerten. RIOT? Äh, eigentlich keine Zeit. Ach, egal, bin dabei!

Wie wichtig es ist, ein stimmiges Tourbilling zu erstellen, zeigt sich am Beispiel der PRIMAL FEAR-Tour: Mit RIOT ist eine alte Legende dabei, die neu erstarkt ist und in der jetzigen Besetzung auf allen relevanten Festivals abgeräumt hat. Dazu stoßen die gierigen Franzosen EXISTANCE, die auf dem diesjährigen HEADBANGERS OPEN AIR eine der größten Überraschungen waren. Beide Bands ziehen ohne Frage zusätzliche Leute. Dass die Markthalle dann derart voll wird (800 Leute?), hätte ich allerdings auch nicht gedacht. Aber PRIMAL FEAR ackern sich auch schon seit 20 Jahren durch die Heavy-Metal-Landschaft, insofern ist der Erfolg dieses Abends und dieser Tour absolut verdient.


Flyer_PRIMAL FEAR_RIOT_EXISTANCE

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Eingereicht von Philipp

LIFE OF AGONY, BILLY BIO, ALL HAIL THE YETI / 10.10.2018 – Hamburg, MS Stubnitz

4.755

Wer häufig Konzerte besucht und eine Band auch mal mehrfach sieht, der weiß, wie erstaunlich unterschiedlich dieselbe Combo rüberkommen kann. Im Falle von LIFE OF AGONY bin ich im Nachhinein fast schon schockiert, wie krass der Kieler-Woche-Auftritt im Vergleich zum heutigen in der MS Stubnitz abfällt. Das gilt für alle Belange: Sound, Lautstärke, Performance der Musiker*innen, Atmosphäre, Stimmung im Publikum. Die Stubnitz-Show ist qualitativ so viel geiler, dass ich wirklich froh bin, Karten besorgt zu haben.



LOA

Fotos von Bö Börbel.

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Eingereicht von Philipp

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