Magazin

ENSLAVED, IMPERIUM DEKADENZ, HERETOIR / 10.11.2017 - Hamburg. Logo

3.755

Die Norweger von ENSLAVED in Hamburg und dann in einem kleinen gemütlichen Club wie dem Logo, da gabt es bei mir nicht mehr viel zu überlegen, Karte bestellt und auf nach Hamburg. Ging das aktuelle Album „E“ doch gerade in den norwegischen Albumcharts auf Platz 12. Das wäre sicherlich vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen, doch die liberalen Skandinavier können dank einem Plattendeal bei Nuclear Blast nun voll durchstarten. 25 Jahre ENSLAVED heißt stetige Veränderung und Weiterentwicklung. Waren unsere Helden in den Anfangstagen noch im Black Metal der ersten Generation gefangen, entwickelten sie sich stetig weiter als Mitbegründer des Viking Metal der Sorte BATHORY zu einer immer kreativeren, progressiveren und spielfreudigeren Band. Die nötige Bodenhaftung und Grundmotivation wurde nie verlassen. Also hieß es für meine Reisegruppe Kiel auf zum Hbf und den Hamburger Zug Richtung Dammtor zu entern. Wo wir auch entspannt und pünktlich ankamen. Am Bahnhof Dammtor trafen wir dann auf weitere dunkelgekleidete Metalheads, die uns den Weg mit unterhaltsamen Geschichten versüßten. Vorm Logo herrschte schon ein reges Treiben und wir genossen erstmal ein Kaltgetränk. Nun aber auf in den gemütlichen, kleinen Club und sehen, was der Abend uns heute bieten kann. 

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Eingereicht von Philipp

RAM, ALPHA TIGER, MIDNIGHT PREY, AGGREGATOR / 03.11.2017 – Hamburg, Bambi Galore

4.55

Was ursprünglich als beschauliche Geburtstagsparty von Bambi-Brainiac Flo angedacht war, artete bereits in der Planung zu einem glorreichen Heavy-Metal-Feuerwerk voller Bier, Flammen und Schmerzen aus. Denn: RAM! Die Schweden bekundeten Interesse, die Release-Show zu ihrem neuen Brecher „Rod“ auf ebendieser Party zu feiern und da ließ sich Billstedts Edelbooker natürlich nicht lumpen. Die ursprünglich angedachten METAL WITCH mussten aufgrund einer Verletzung ihres Gitarristen (gute Besserung!) absagen, aber dafür springen MIDNIGHT PREY ein, außerdem sind da ja noch ALPHA TIGER und die Hamburger AGGREGATOR mit am Start. Das Bambi ist also heute randvoll mit Menschen, die wiederum randvoll mit Bock sind!


RAM-Release

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Eingereicht von Philipp

COLUMBIAN NECKTIES / 02.11.2017 – Kiel, Hansastr. 48

Manchmal freut man sich monatelang auf ein bestimmtes Konzert, analysiert im Vorfeld die gesamte Discografie der betreffenden Band und diskutiert mit anderen Nerds mögliche Setlists (ein totales No-Go ist natürlich das vorherige Abchecken der Setlist im Netz – wer sowas tut, der blättert auch bei Romanen zum Schluss vor oder vergiftet Tauben im Park). Mag ich. Aber es kann auch geil sein, wenn man sich komplett überraschen lässt, die Band null kennt, ja, bis kurz vorm Konzi noch nicht mal etwas von dessen Stattfinden mitbekommen hat! So geht es mir heute: Wenige Stunden vor Einlass erfahre ich rein zufällig, dass die COLUMBIAN NECKTIES in der Hansastr. 48 zocken. Ich kenne lediglich den Bandnamen, habe bewusst noch nie was von denen gehört und dennoch ist der Name vage positiv besetzt. High Speed Rock’n’Roll im Stil von NEW BOMB TURKS, lese ich in irgendeiner Online-Quelle. Joah, all I need is a Rock’n’Roll band, somewhere near to play – and I’m on my way.

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Eingereicht von Philipp

MOTORPSYCHO (20.10.2017, Markthalle, Hamburg)

3.675

R. und ich waren fast mehr als Freunde. Wie ich ihn kenne, wird er es nicht sonderlich mögen, wenn ich das sage, aber im Rückblick kommt es mir vor, als wären wir eine Zeit lang ineinander verliebt gewesen, zumindest ich in ihn. Und in mich selber und in uns. Wir ließen uns Motorpsycho-Tattoos stechen, ziemliche Frikadellen, ehrlich gesagt, meins auf jeden Fall. Es war die 2. Hälfte der 90er und Tätowierungen so salonfähig, daß sogar die Rendsburger Nordmarkhalle Austragungsort einer Tattoo-Convention sein konnte. Stargast war Ron Ackers, ein (wie mir von einem einheimischen Halbweltler versichert wurde) legendärer Tätowierer aus Großbritannien, aber Ron Ackers hatte, als er sich, umringt von Fans, an meinem Oberarm zu schaffen machte, seine besten Tage vielleicht auch schon hinter sich. Jedenfalls sah das von ihm verzogen und schief in meine Haut getackerte Motorpsycho-Logo eher aus, als hätte ich es mir von Hein Eggers betrunken für lau machen lassen.

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Eingereicht von Neffets Mharf

OLD STONE, GRIZZLY RIDER / 27.10.2017 – Kiel, Alte MU, Galerie Seepferdchen

Erfreulich, wie gut besucht Konzerte in der Alten Mu sind. Zumindest war das bei allen Veranstaltungen der Fall, denen ich hier bisher beigewohnt habe. Ein wenig mag der Andrang dem Effekt geschuldet sein, dass die Leute schlicht Bock auf einen neuen Schuppen haben. Wobei die Alte Mu sogar mehrere Zockräume bietet – ich war bisher immer im Fahrrad Kino Kombinat, während das Ding heute in der gleich am Eingang gelegenen Galerie Seepferdchen stattfindet. Um es vorwegzunehmen: Das FKK find ich mit seinem kreativ-anarchistischem Flair etwas gemütlicher, in der Galerie SP musste ständig aufpassen, dass du auf dem Weg vom Eingang zum Zockraum nicht eins der Regale umstößt, auf dem sich fragile Kunstobjekte befinden. Möglicherweise ist aus diesem Grunde (zumindest heute) auch das Bier preistechnisch eher auf Schaubudenniveau – so schraubt man die potenzielle Anzahl grobmotorisch bedingter Ausfälle sicherlich herunter. Günstig ist das alles natürlich trotzdem immer noch! Eigentlich wollen wir auch HOMESPUN sehen, kommen zudem rechtzeitig an, um theoretisch noch das letzte Konzertdrittel abzugreifen, aber es gelingt einfach nicht, uns durch den Mob an bekannten Gesichtern zu drängeln – als wir mit allen Spackos ein paar Begrüßungsworte gewechselt haben, ist die Band leider schon durch.

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Eingereicht von Philipp

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