Magazin

Arterials, Beginnings / 18.08.2018 - Kiel, Schaubude

Wenn man im Leben mal woanders war (ob nun weit weg oder weit weit weg) und andere Kulturen mitsamt der auch Gesellschaft prägenden Eigenschaften, merkt auch spätestens dann der geneigte Live-Musik-Liebhaber, was wir hier alles zu schätzen wissen (sollten). Ich bin mir sicher, dass sich dessen viele bewusst sind. Die (Infra-) Strukturen, die hier in ein paar wenigen Jahrzehnten für Subkulturen geschaffen worden sind, kann man umso mehr wertschätzen, wenn man sich gewahr wird, dass es solch Voraussetzungen anderorts nicht gibt bzw. noch ganz am Anfang des Entstehens ist (is natürlich auch n spannender Prozess, das Beobachten jener). Ich schweife ab, ich weiß, aber irgendwie is mir das gestern (warum auch immer) stets vorm inneren Auge in den Sinn gekommen. Wie schön das is, dass man die Möglichkeit(en) hat, einfach in der Nähe irgendwo hinzugurken, um sich Leute anzugucken, die mit Passion das Ventil gesucht haben, das andere wiederum beim Zugucken/-hören ebenso begeistert. Szene eben. Hoffen wir, dass es auch in der heutigen Zeit immer wieder Leute geben wird, die an dem Fortbestand (in welcher Form auch immer) beteiligt sind/werden, um somit eine lebendige (Underground-)Kultur zu erhalten.

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Eingereicht von Aller Egon

JUDAS PRIEST, URIAH HEEP / 08.08.2018 – Dortmund, Westfalenhalle

4.335

„Und was machst du so in den Sommerferien?“

„Joah, hauptsächlich zwei Mal JUDAS PRIEST gucken gehen.“

„Super! BREAKING THE LAW! BREAKING LAW!“

(Einstiegszitat für Leute, die schon immer mal wissen wollten, was für Gespräche in deutschen Lehrerzimmern so gehalten werden.)

Ganz schön was los bei JUDAS PRIEST. Erst bringen sie mit „Firepower“ ein überraschend starkes Album heraus, dann verkündet Glenn Tipton leider, dass ihn eine Parkinson-Erkrankung zum Ausstieg aus dem Tourleben zwinge. Er bleibe weiterhin gern Bandmitglied, könne aber aufgrund des fortgeschrittenen Stadiums der Krankheit nicht mehr so spielen wie gewohnt. In seinem offiziellen Statement hat Tipton angekündigt, dass er sich vorstellen könne, die Bühne zu betreten, wenn er sich fit genug fühle. Das ist dann tatsächlich offenbar sehr häufig auf dieser laufenden Welttour geschehen. Es scheint so, dass Tipton die gesamte Tour mitfährt und in der Regel bei den Zugaben auf die Bühne kommt. Sehr schöner Zug von der Band! Wir sind also gleich auf mehrere Dinge gespannt: Wie wird sich Ersatzgitarrist Andy Sneap (SABBAT, HELL, natürlich auch Produzent unzähliger Metalbands) auf der Bühne machen? Welche Setlist werden PRIEST auf dieser Tour präsentieren? Wie gut ist Halford in Form?


JUDAS PRIEST


Bilder von Maja von Lobeck, zum Teil auch geklaut von Rob Halfords Facebookprofil.

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Eingereicht von Philipp

HEADBANGERS OPEN AIR XXI / 28.07.2018 – Brande-Hörnerkirchen, Tach 3

3.835

Philipp: Aufmerksame Leser*innen haben mitgezählt und festgestellt: Der Wolter hat ja bis jetzt JEDE Band gesehen. Das ist korrekt und genau das war auch mein Plan: Einfach mal alle Bands gönnen. Aber heute gelingt es mir, sogar noch MEHR Bands zu sehen, als offiziell auf der Running Order stehen! Klingt nach einem Chuck-Norris-Witz? Und dennoch ist es wahr. Auf dem Weg zur Bühne hören wir nämlich plötzlich ein großes Getöse. Ursachen sind eine Band und ein sich um sie versammelnder Mob, die einfach auffem Campingplatz mittels Aggregat und unter einem Pavillon Heavy Metal-Songs covert.

Review von Siggi Sick und Philipp Wolter, Fotos von Jan ML folgen.

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Eingereicht von Philipp

JUSTIN TIMBERLAKE, THE SHADOWBOXERS / 08.08.2018 - Hamburg, Barcleycardarena

Nach Lady Gaga,Katy Perry,Pink mal JT reinziehen, hat er doch ein paar echt coole Songs am Start Die Arena Sold out.. Wartezeiten am bierstand.. auf dem ersten Blick ca 80 Prozent weibliche Gäste ,jeder so wenig an wie möglich..Hitzewellen in HH,die Klima Anlage in der Halle is wohl mal wieder aus,aber die Party geht trotzdem ab.


JUSTIN TIMBERLAKE


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Eingereicht von Philipp

HEADBANGERS OPEN AIR XXI / 27.07.2018 – Brande-Hörnerkirchen, Tach 2

3.925

Philipp: Morgens dann der Schock: Eben noch gut gelaunt und erfrischt vom Duschen, spricht mich eine Gruppe von Leuten an, ob ich „das mit Mark Shelton“ schon gehört habe. Nach näherer Erläuterung weigere ich mich kurz, das Gesagte zu glauben, er hat doch „gerade eben“ noch auf der Bühne gestanden. Doch die Hoffnung auf ein Missverständnis oder ein haltloses Gerücht zerschlägt sich schnell, als Mitglieder der Festivalcrew von der Bühne aus die tragische Nachricht verkünden. In der Folge wird sensibel mit dem Thema umgegangen. Eine Spendenbox wird am Tresen aufgestellt, in welcher sich schnell ein vierstelliger Betrag sammelt. Und von jeder Band gibt es einige Worte, um Mark Shelton zu ehren. Angekündigt wird auch eine Art Trauergedenken, das Ex-RUNNING-WILD-Mitglied Preacher halten werde. Das Ding verpasse ich später knapp, er soll aber sehr würdevoll und angemessen gesprochen haben.

Review von Siggi Sick und Philipp Wolter, Fotos von Jan ML folgen.

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Eingereicht von Philipp

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