Magazin

ANVIL, NEONFLY, GREY ATTACK / 05.04.2018 – Hamburg, Markthalle

Was ANVIL so sympathisch macht, ist unter anderem ihre sture Haltung: Die ziehen das Rock’n’Roll-Ding wirklich ohne Plan b durch. Und das wohlgemerkt auf einem Level, das ihnen ganz sicher kein komfortables Leben oder gar die Aussicht, es sich später auf dem von Plattenverkäufen gegönnten Schlösschen bequem zu machen, ermöglicht. Nein, für Lips und Co. wird es keine Rente geben, das ist hier kein Spruch, die werden zocken, bis sie umfallen. Von daher ist es für mich selbstverständlich, jedes Album der Kanadier zu kaufen und möglichst jede Show zu besuchen! Heute werden wir Zeuge eines der besten Konzerte, welches ich in den letzten Jahrzehnten von ihnen gesehen habe!


Bilder von Jan ML folgen...

Weiterlesen...

Eingereicht von Philipp

NAPALM DEATH, MORBITORY / 03.04.2018 – Hamburg, Knust

3.55

Es gibt wenige Bands, die ich derart häufig gesehen habe wie NAPALM DEATH und die es dabei schaffen, mich jedes Mal restlos zu begeistern! Die Band wirkt stets zu 100 % motiviert und reißt einfach alles weg. Obwohl sie im Grunde IMMER auf Tour zu sein scheint und diese nie endende Reise um die Welt höchstens mal unterbricht, um ein weiteres Album einzuhämmern, welches dann natürlich auch noch völlig genial ausfällt. Dieses Mal war ein Studioaufenthalt allerdings nicht nötig, denn die aktuelle Veröffentlichung „Coded Smears And More Uncommon Slurs“ ist ja eine Compilation obskurer Bonustracks. Eine gute Gelegenheit, mal ordentlich die Setlist durchzurütteln! Ob unsere Birminghamer Grind-Pioniere das wohl auch tun? Lass ma hin da und nachgucken!


Bilder von Jan ML folgen...

Weiterlesen...

Eingereicht von Philipp

CANNAHANN, GRIZZLY RIDER, SHUTTER RELEASE / 31.03.2018 – Kiel, Galerie Seepferdchen

Der Grizzly röhrt wieder und ich folge seinem Ruf. Dieser führt mich heute in die Alte MU, genauer die Galerie Seepferdchen. Bereits beim letzten Konzertbesuch in dieser Location ist mir aufgefallen, dass die Räume vollgestopft sind mit Regalen, in denen sich Kunstobjekte unterschiedlichster Natur befinden. Heute finde ich heraus: Diese Objekte sind käuflich zu erwerben, und wer etwas herstellt, kann inner Galerie günstig ein Regal mieten, um den Kram dort feilzubieten. Auch ansonsten sind die Nutzer*innen kreativ und bieten neben Live-Konzerten zum Beispiel auch eine Heavy-Metal-Karaoke statt. Der nächster Termin ist der 07.04., hier ein Auszug aus der Einladung: „Im Bühnenraum der Galerie Seepferdchen werden an eine Wand die Lyrics geschmissen und es kann als besonderes Bonbon auch live dazu an der Superstrat oder den Hausdrums gerifft und getrommelt werden. Instrumente können auch mitgekommen werden. Verstärker sind vorhanden! Ach ja: Wer in Kutte kommt, bekommt einen Lolli! AHHHHHHHHHHHHHAHHHHHHHH!!!“ Klingt nach völligem Outbreak of Evil, aber erst mal zum heutigen Konzi:

Weiterlesen...

Eingereicht von Philipp

SLEDGE, C.I.P., INTESTINAL INFECTION / 01.04.2018 – Kiel, Medusa

In den Tagen vor dieser Veranstaltung wurde ich ab und zu gefragt, ob ich nicht dieses Grindkonzert im Medusa veranstalte. Hier könnte eine gute Gelegenheit sein, das mal geradezurücken: Nein, Veranstalter war ein Kumpel aus Hamburg (Rolf von den THRASHING PUMPGUNS und EXIT SMASHED – zieht euch beide Bands unbedingt mal rein!), der mit den drei Bands auf Tour war und mich lediglich darum gebeten hatte, für dieses feine Krachspektakel etwas die Werbetrommel rühren. Dank geht zudem an Moe von SLYMER, der kurzfristig sein Drumset zur Verfügung gestellt hat. Hä? Wie kann dat denn sein, dass eine Band ohne Schlagzeug auf Tour geht? Nun, die Finnen von SLEDGE brauchen den Platz in ihrer Karre für… Schneeketten! Weiterer Dank auch an Dirk Sackers, der erst die Kasse gemacht hat und später am Abend durch sein charismatisches Bölken aus dem Hintergrund („great band – ohohohoho – great band!“) in der Lautstärke eines halben Fußballstadions für Power sorgte. Und an alle, die das Ding sonstwie unterstützt haben.


Grind Finale


Fotos von May-Britt

Weiterlesen...

Eingereicht von Philipp

Claudio Simonetti’s GOBLIN / 29.03.2018 – Hamburg, Gruenspan

4.55

Ungewöhnlich: Einerseits befinde ich mich in einer Konzertsituation, die wie gewohnt einem Familientreffen gleicht. Andererseits scheinen sich die Familienmitglieder in einer fremden Sprache zu unterhalten (beim besoffenen Onkel fällt das nicht weiter auf, der lallt immer so), die mir unbekannt ist. Den Grund dafür will ich gleich gern eingangs in einem Coming-Out nennen, um nicht etwaige Erwartungshaltungen zu enttäuschen:

Ich habe keine Ahnung von Horrorfilmen. (Habe in meinem ganzen Leben vielleicht zwei oder drei gesehen.)
claudio simonettis goblin 29032018 hamburg gruenspan 3 20180410 1082342892
Mit diesem Background stehe ich heute mit ziemlicher Sicherheit vollständig alleine da, handelt es sich bei Claudio Simonetti doch in Horrorfilmfankreisen geradezu um eine Legende: Der italienische Musiker hat für Werke von Dario Argento, Lucio Fulci etc. die Soundtracks komponiert. Obwohl mir Filme wie „Dawn Of The Dead“, „Suspiria“ oder „Opera“ unbekannt sind, sind mir diese Namen dann doch ein Begriff. Und ich bin mir natürlich auch bewusst, dass gerade diese 70er Horrorfilme einen enorm wichtigen Einfluss auf Heavy Metal (den Bezug zu BLACK SABBATH muss man nicht näher erläutern) und auch Subgenres des Punk (-> MISFITS, ist klar) ausgeübt haben. Das Medium Film ist halt generell nicht so mein Ding, ich mochte aber schon immer die Ästhetik gerade dieser alten Streifen. Richtig interessant wird die Sache für mich insofern, als dass Claudio Simonetti die Soundtracks im Rahmen einer richtigen Band kreiert hat, eben GOBLIN (im „Suspiria“-Abspann auch THE GOBLINS betitelt), die in verschiedenen Besetzungen und mit Unterbrechungen seit 1974 existiert und in jüngerer Zeit wohl auch auf dem ROADBURN, dem NETHERLAND DEATHFEST und dem MUSKELROCK gespielt hat.

Fotos von JanML [Ich brauche immer noch einen neuen PC!] Weitere Fotos hier!

Weiterlesen...

Eingereicht von Philipp

Login

Wer ist da?

Aktuell sind 174 Gäste und keine Mitglieder online

Keiner