INTERVIEW MIT SCHRAMMI VON HOTEL KEMPAUSKI

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Eine der interessantesten Bands, die sich in letzter Zeit in Kiel gegründet hat, ist für mich HOTEL KEMPAUSKI. Angesichts der erfrischenden Auftritte und ihres Debutalbums war ein DreMu-Interview angebracht.

Ihr nennt euch selbstironisch "Bausparpunks". Das hätte aus verschiedenen Gründen vor 20 Jahren wohl noch keine Punkband gemacht. Was hat sich verändert - bei euch, in der Punkwelt und überhaupt?

In Kurz: Punk, die Welt und wir sind alt geworden... In Lang: Ursprünglich war „Bausparpunks“ mal  ein Schmähausdruck von mir für Menschen, die eigentlich ein ziemlich gesittetes Leben führen, aber in der Öffentlichkeit das krasse Punkertum simulieren. Und wie bei allen Hotel-Kempauski-Texten finden wir uns da selber auch irgendwie drin wieder. Denn irgendwie ist das ja schon ein Widerspruch, dass wir alle brav zur Arbeit gehen, Familie haben und trotzdem Punkrock machen. Punkrock ist dahingehend wohl auch gealtert, dass es keine Jugendkultur mehr ist. Und generell gibt’s nicht mehr so einfaches „gut“ und „böse“. Der Widerspruch zwischen „Bausparen“ und „Punk“ ist eigentlich was Alltägliches.

 

HOT KEMP

 

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Interview mit J-F Bertrand von STARLIGHT RITUAL

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Das Untergrundperlen-Taucher-Label Underground Power hat im Herbst mit Starlight Ritual eine spannende EP in die Veröffentlichungsflut gehoben und ich sprang gleich ins kalte Wasser. Nach den ersten Durchläufen guckte ich mich mal ein bisschen nach deren Bandkontext um und stieß auf die Aktivität des Gitarristen bei Forteresse. Eine Band, deren Konzept man durchaus mal etwas kritischer hinterfragen darf (siehe auch Deaf Forever 6/16).

Für mich kam die Frage auf, ob ich eine Band mit solchen Verbindungen überhaupt hören und unterstützen möchte. Den Versuch etwas mehr Licht ins Dunkel zu bringen, könnt ihr im Folgenden nachlesen. Ich denke, ihr seid selber in der Lage, euch daraus eine Meinung zu bilden und bleibe meinerseits mit sehr gemischten Gefühlen zurück.

Ob man bei der Hintergrund-Geschichte Gefahr läuft zur Werbeplattform für etwas zu werden, dass man absolut nicht unterstützen möchte? Ich denke nicht. Themen auf den Tisch zu bringen und Informationen zu sammeln, sehe ich an dieser Stelle als wesentlich wertvoller an, ganz unabhängig inwieweit man die Überschneidung von einem Bandmitglied einordnet. Eine grundsätzliche Problematik bleibt zudem - neben meines Schul-Französisch, mit welchem ich mir Texte und Interviews erschließen musste – eine ziemlich große Unkenntnis der kanadischen Historie und Gegenwart und wie sich diese gesellschaftlich ausdrückt. Wer dazu vernünftige Artikel zur Hand hat, möge sich doch gerne berufen fühlen, diese in den Kommentaren zu verlinken. Also viel Freude und hoffentlich etwas Erhellendes beim Lesen! Ob Mittelstufen-Englisch oder Globetrotter, ihr kriegt das mit der Originalfassung hin ;)

Starlight Ritual
Logo by Annick Giroux, Photo by Wayne William Archibald
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Punkrock auf Türkisch: Interview mit MAKINA

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MAKINA aus Kiel singen in türkischer Sprache für Freiheit und Menschenrechte. Die sich selbst als Makinistenkollektiv bezeichnende Band veröffentlichte 2012 ihr Debütalbum „Demokrasi“ in Eigenregie. Im November 2015 folgte die EP „Istanbul“ über toanol records. Fand ich das Album doch teilweise noch etwas langatmig, konnte mich die EP beim ersten Hören direkt begeistern: Murats markanter, melodischer Gesang wird begleitet von treibendem Punkrock und insgesamt klingen die Songs für mich mittlerweile ausgefeilter und druckvoller als beim Vorgängerwerk. Zeit also, der Band mal ein paar Fragen zum Entstehungsprozess und ihren weiteren Plänen zukommen zu lassen…

Makina Bandfoto

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„Wenn wir könnten, würden wir nur Bossa Nova spielen“ – Interview mit HECKLER

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Puh, also musikmäßig hatte ich die Schweiz bisher eher nicht so auf der Kette, abgesehen von SPERMA und „den anderen“ KRANK, die es übrigens schon viel länger gibt als die Hamburger Band gleichen Namens. Angehört habe ich sie mir trotzdem noch nie. Aber egal. Ganz neuer Kram aus der Schweiz, genauer gesagt aus Basel, kommt nun nämlich in Form von HECKLER daher. Die haben Anfang des Jahres gerade ihr Demo veröffentlicht und planen für diesen Sommer bereits eine dreiwöchige Europatour. Da das aber eher „mager bis katastrophal“ verläuft, freuen sich die drei hierbei noch über tatkräftige Unterstützung seitens konzertveranstaltender Menschen. Außerdem wird in diesem knallhart-investigativen Interview die Verbindung der Band zur Rüstungsindustrie aufgedeckt und die existentiellste aller Fragen, „Warum sind wir hier?“, endlich abschließend beantwortet. Wenn das nicht zum Weiterlesen animiert…

heckler 2
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"Mit Durchfall beworfen werden": Interview mit SLYMER

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Die Kieler Band SLYMER gibt es mittlerweile auch schon seit ein paar Tagen, allerdings war es ab der Bandgründung vor etwa 2 Jahren erstmal eher ruhig um diese. Am Freitag steht nun der erste Auftritt in der T-Stube bevor und rechtzeitig zu diesem Anlass hat Sänger Olli mir noch ein paar Fragen beantwortet.

slymer
Foto: N.N. Fotographie / www.facebook.com/NNPHOTOGRAPHY.HH

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