Magazin

NAPALM DEATH / 10.08.2017 – Hamburg, Knust

4.335

NAPALM DEATH hatten uns in Wacken (Bericht folgt, dauert aus offensichtlichen Gründen aber noch etwas) derart begeistert, dass Strecker und ich sie exakt eine Woche später gleich wieder gut haben können.

Auf diesem Lattenplatz vor dem Knust herrscht ein gleichsam entspanntes wie sportives Treiben. Viele hängen ab und trinken Bier, ein DJ legt auf, wobei die Power für seine Dreher nicht etwa aus der Steckdose kommt, sondern vom Publikum selbst, indem jeweils zwei Freiwillige auf Fahrräder steigen, auf denen der Strom für die Beschallung erzeugt wird. "Mit dem Lauterwerden der Musik nimmt der Trittwiderstand auf den Fahrrädern zu. Wird dann nicht genügend gestrampelt, geht der Strom aus und das DJ-Set ist unterbrochen. Basisdemokratie in der Kreativszene." (Infoflyer) Das Konzept kommt an, könnte aber noch auf das heute stattfindende Konzert ausgerichtet sein. Schön in die Pedale treten, um ein bisschen Grind zu hören, da hätte sich wohl auch Strecker auf die Drahtesel geschwungen…


NAPALM DEATH

Bilder von Jazzy und Börbel

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Eingereicht von Philipp

HEADBANGERS OPEN AIR / 29.07.2017 – Brande-Hörnerkirchen, Tach 3

Philipp: Der dritte und am stärksten besetzte Festivaltag lässt die Banger voller Vorfreude aus den Zelten springen. Grillung? Fällt heute aus, denn es gibt null Chance auf eine Pause. Mit LOUDNESS, RAVEN, TOXIK, BULLET, ATLANTEAN KODEX und ROCK GODDESS stehen sechs Bands aus der Champions League auf der Bühne, dazu kommt mit AXE VICTIMS eine nette Combo aus der dritten Reihe, die ich noch nie gesehen habe, und mit SILENT KNIGHT präsentiert die HOA-Crew gar noch einen Joker mit unbekannten Qualitäten.

Fotos von Jan ML folgen...

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Eingereicht von Philipp

HEADBANGERS OPEN AIR / 27.07.2017 – Brande-Hörnerkirchen, Tach 1

4.365

Philipp: 20 Jahre HOA! Besonders spannende Fragen, die uns im Vorfeld des HOA bewegen: Wie wird sich die erstmals gedrehte Bühne auswirken? Und: Funktioniert die Idee, am Freitag erst mal mehrere Hamburger Bands spielen zu lassen? Zur ersten Frage lässt sich gleich sagen, dass die neue Bühnensituation dem typischen Flair des Festivals auf keinen Fall abträglich ist. Die Überdachung ist noch etwas weiter nach vorn gezogen worden, das eigentliche Konzertgelände scheint gefühlt etwas geräumiger zu sein. An sich ist da vom Konzerterlebnis her kein Unterschied spürbar. Nur war natürlich der alte Zuschauerraum gepflastert, weil es sich um die Auffahrt zum Resthof handelt. Jetzt stehen wir auf einem Acker und das heißt 2017 zum ersten Mal so richtig Matsch auf dem HOA. Im Eingangsbereich entstehen schnell wackenartige Verhältnisse. Nu, Gummistiefel an und ab. Zur zweiten Frage: Die Befürchtung, dass die ersten Bands vor leerer Kulisse spielen könnten, verfliegt schnell: Zu hungrig ist die HOA-Bangerschaft, um altgedienten Bands wie ROHBAU (seit 22 Jahren am Start) oder BÄD INFLUENCE (gegründet 1992!) keine Solidarität zukommen zu lassen. DER GARTEN BRENNT bzw. UNTER DEM MATSCH IST NOCH GLUT!

Bilder von Jan ML folgen....

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Eingereicht von Philipp

HEADBANGERS OPEN AIR / 28.07.2017 – Brande-Hörnerkirchen, Tach 2

4.315

Philipp: 09.00 Uhr morgens im Duschcamp: Während wir uns ausziehen, quasseln ein Banger und ich über die Qualitäten von Blaze Bayley (IRON MAIDEN-verwandte Themen sind zu jeder Tageszeit und parallel zu jedweder Tätigkeit relevant). Der Typ erkennt mich plötzlich und lobt VLADIMIR HARKONNEN für den seiner Meinung nach gelungenen Gig als Support von FLOTSAM AND JETSAM. Diesen Teil des Gesprächs führen wir dann schon, als wir uns splitternackt gegenüberstehen. Irgendwie schon ein waschechter Loriot-Moment, nur ohne Streit.

Bilder von Jan ML folgen.

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Eingereicht von Philipp

WORST DAYS, TIME TO HEAL / 07.07.2017 - Kiel, Medusa

WORST DAYS sind eine Krachkapelle aus Rhode Island. Die Screamo/Hardcore Mischung kommt äußerst energiegeladen rüber. Die Herren machen aber von Anfang an keine Gefangenen. Für den Laien mag das einfach nur Geballer sein. Doch WORST DAYS gehen feinfühlig, wenn auch knallhart ans Eingemachte. Gitarrist Alan zockt derb harte Riffs. Teilweise so schnell, dass dir nur bei genauerem Hinsehen- und Hören auffällt, dass es hier nicht um unkoordiniertes Geschredder geht. Jedoch ist die Mukke vielen schlichtweg 'zu hart'. Sänger Matt scheut sich nicht, seine Stimme quasi zu ruinieren. Klingt er doch in den hochfrequentierten Bereichen, als wäre er kurz vorm Abkacken. Fern ihrer eigenen Genrebeschreibung würde ich noch Grindpunk hinzufügen. Und immer wieder werde ich an die Free Jazz Junks von Naked City erinnert. Also schlecht war das nicht. Nach ca. 30 Minuten ist der Drops gelutscht. Die schweißtreibende Liveaction und die Temperaturen lassen keine Widersprüche zu.

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Eingereicht von Dirk Däzzrock

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