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WACKEN XXVIII / 05.08.2017 – Wacken, Tag 4

4.25

Samstag, 05. August

Philipp: Den vierten Teil starte ich überraschenderweise nicht mit einem Duschprotokoll. Stattdessen berichte ich, wie ich zum ersten Mal Zeuge vom… METAL YOGA werde! Schuld daran ist im Grunde ein Knick in meiner mittlerweile hundertfach auf- und wieder zugefalteten Running Order, der genau über die Zeitangabe der ersten Band verläuft, die ich sehen will (THE HIRSCH EFFEKT). So lande ich zu früh am Zelt, bemerke aber, dass sich ein recht großer Strom von Leuten in ein daneben liegendes, kleineres Zelt ergießt. Neugierig folge ich und verharre erstaunt: In der Mitte des Zeltes steht eine Art Boxring, in welchem sonst wohl dieses Wrestling stattfindet. Jetzt steht da eine Yoga-Animateurin, hinter der sich wiederum drei Knechte synchron bewegen. Die Frau growlt, kreischt und leitet gestenreich zu kuriosen Verrenkungen an. Zumindest wirken diese Bewegungen kurios auf Menschen wie mich, der zwar das Wort „Yoga“ kennt, aber tatsächlich noch nie einer Yoga-Session beigewohnt hat. Und mein Yoga-Erstkontakt ist gleich die Metal-Variante! Das eigentlich Erstaunliche ist gar nicht mal die Professionalität der Animateurin, sondern die Selbstverständlichkeit, mit der ca. 200 Leute hier am Morgen mitmachen. Wer denkt, dass sich zum Wacken-Yoga-Metal nur Betrunkene verirren, die sich über Sportfreaks lustig machen, der irrt, aber vollständig. Tatsächlich tragen die Yogabanger*innen Sportklamotten, führen Matten mit sich und gehen an körperliche Grenzen. Ich weiß noch nicht, wie ich das alles einordnen soll, aber beeindruckt bin ich irgendwie schon.

ALICE COOPER
Bericht von Anke Black, Stefan, Strecker, Rüdiger und Philipp, Fotos von Toni B. Gunner (http://mondkringel-photography.de/) und Strecker.

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MANILLA ROAD, SACRIFICAL BLOOD, RATTLESNAKE / 25.10.2017 - Brooklyn, New York, Saint Vitus Bar

Direkt vor dem Eingang treffe ich auf Bryan "Hellroadie" Patrick, den zweiten Sänger von Manilla Road, und er erzählt mir eine super Neuigkeit für alle Fans des kauzigen Metals und auch für alle Wackinger. Hier als erstes zu lesen - aber erst einmal spielen Rattlesnake.

Nein, vorher treffe ich noch Neudi (46), da Hellroadie diesen anschleppt und mir vorstellt (also dieses Mal kamen die wirklich zu mir...). Er berichtet mir, die Tour laufe sehr gut, auch wenn sie hier und da auch mal nur vor 20-30 Zuschauern spielen. So ist das aber in den USA, da die Entfernungen so groß sind, spielst unterwegs halt in jedem Bums, um da wenigstens übernachten zu können. Ansonsten sind alle zufrieden und...aber dazu später mehr. Weiterhin tauschen wir uns darüber aus, wie teuer hier alles ist, wie anders und wie beliebt scheinbar deutsche Bands auf dieser Seite des Teiches doch sind. Man sieht Helloween Rückenaufnäher, Running Wild Patches, nen Dirkschneider Shirt...und der Schuppen ist noch fast leer.

MANILLA ROAD

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BAPHOMET’S BLOOD, VIOLENTOR / 25.10.2017 – Itzehoe, Panoptikum

Als ich mir vor sieben Jahren das „Metal Damnation“-Album von BAPHOMET’S BLOOD gekauft habe, hätte ich nicht gedacht, dass ich diese italienischen Speed Metaller mal live zu Gesicht bekommen würde, geschweige denn in einer Kneipe in Itzehoe. Die Band klingt wie MOTÖRHEAD auf 45 mit einem Schuss VENOM und vermittelt das angenehme Gefühl, etwas völlig Selbstverständliches zu tun. Voll gut! Also mal wieder ab nach Itzehoe auf ein Konzert, welches Metal Supremacy-Chefin Andrea Schmidt veranstaltet.


Flyer

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SAVAGE MASTER, COBALT, THE OBSESSED / 24.10.2017 - Brooklyn, New York, Saint Vitus Bar

Die Saints Vitus Bar soll eine der besten Metal Venues Amerikas sein. Mit einer Kapazität von 350 ist sie eher klein, das muss aber ja kein Nachteil sein. Gelegen ist sie fast genau an der Grenze zwischen dem beschaulichen Queens und dem ebenso beschaulichen Brooklyn. Letzteres hat mit der 90er Jahre Attitude einiger NY HC Bands inzwischen wenig zu tun und ist eigentlich ein verhältnismäßig ruhiger Stadtteil. Nichtsdestotrotz sage ich mir auf dem Hinweg, dass die Strecke mich an einigen sehr dunklen Ecken vorbei führt und ich auf dem Rückweg wohl besser den Bus nehme - ansonsten bin ich da eigentlich sehr schmerzfrei.

The Obsessed

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MØRDER, KRATZER / 20.10.2017 – Kiel, Schaubude

4.675

Jeder Mensch, der schon mal einen Tonträger herausgebracht hat, weiß um den Berg Arbeit, der damit verbunden ist. Selbst wenn alles glatt läuft, kann man das immer wieder kaum fassen, was es alles zu bedenken gibt, gerade als D.I.Y.-Band. Dazu kommt, dass natürlich sehr selten „alles glatt läuft“, irgendwo gibt’s ja fast immer ‘nen Fuck-Up, sei es beim Einspielen, beim Mischen, beim Mastern, bei der Erstellung des Artworks, beim Druck der Cover/Beilagen, im Presswerk oder bei der Lieferung. Im Falle von MØRDER lag es wohl am Mix, der x mal erstellt wurde und partout nicht den Erwartungen entsprach. Aber es lohnt sich ja meist, sich durchzubeißen, schließlich das fertige Vinyl in der Hand zu halten und beim Gedanken an Menschen, die Dinge wie „ich höre Musik nur auf dem Telefon“ oder „ich habe auf digital umgestellt“ äußern, nur noch hysterisch kichern zu können. Und da ist es also endlich, über ein Jahr, nachdem es eingespielt wurde, das erste Biest von MØRDER!

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