RAM, VULTURE, INDIAN NIGHTMARE / 12.09.2019 – Hamburg, Bahnhof Pauli

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Mittlerweile ist es auch schon 15 Jahre her, dass ich RAM zum ersten Mal live gesehen habe. Das war auf dem HEADBANGERS OPEN AIR VII 2004 (Bericht siehe Schlagwort) und seitdem haben sich die Schweden Schritt für Schritt zu einer meiner Lieblingsbands gemausert. Mindestens zehn RAM-Live-Reviews befinden sich in der DreMu-Datenbank und nicht einmal waren Oscar Carlquist und Co auch nur durchschnittlich, sondern überzeugten immer mit Herzblut, ja, sogar einem gewissen Fanatismus für Heavy Metal. Wo diverse (Black) Combos irgendwann nicht mehr ernst zu nehmen sind, weil sie in ihrem Zwang, möglichst okkult zu wirken, die Grenze zur Lächerlichkeit überschreiten, strahlen RAM pure Authentizität aus. Als Hörer*in fühlst du in jeder Note, dass diese Band Heavy Metal nicht trivialisiert, sondern auf kreative Weise immer neu mit Inhalt füllt. Kein RAM-Album klingt gleich, dennoch ist die Band sofort zu identifizieren. Heute also der Release-Gig des neuen Albums „The Throne Within“, als Support zwei der besten Newcomer überhaupt, INDIAN NIGHTMARE und VULTURE.

 

RAM

 

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EA80 + ARXX - Hamburg, Knust 06.09.19 & EA80 + ARXX- Flensburg , Volksbad 07.09.19

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Freitag:

Als sie die Absperrbanderole wegschnurren lassen, beschliesse ich, die kartoffelschaligen Bessereweltpommes mit  jazzig gewürzter Seitenwurst lieber erstmal abkühlen zu lassen, stelle mich in die Reihe und habe schon Muffe, dass die durch mein Bewusstsein irisierende Single-Box ausverkauft ist. Guru Mosh will auch eine, und schon gesellt sich Muffe Nr. 2 dazu, weil ich um keinen Preis in den Verdacht geraten möchte, ein Ebay-Abzocker zu sein. Ich wäge ab, ob ich die Reste-10“ von THE DEVIL IN MISS JONES und 1-2 andere Andenken auch noch brauche.

 Definitiv Ja.

 Ich habe eine Freundin gefragt, ob es zu junggesellinnenabschiedshaft sei, sich für heute und morgen ein schwarzes Tieschört mit der weissen Aufschrift „FB81“ im Brusttaschenbereich machen zu lassen. Sie meinte „Nein“, und es wäre doch ein ganz gelungener Witz, und dabei bleibt es vorerst, weil ich es nicht geschafft habe. Genau jetzt, da ich es hier hinschreibe, frage ich mich, ob der Witz tatsächlich so gut ist, dass Ihr ihn klaut und beim nächsten GC82-Konzert alle mit sowas durch die Location storcht.

 Heute Morgen kam mir in der Stadt einer entgegen, der hatte so eine Art Trainingsjacke an, und darauf stand „EA7“. Gern hätte ich ein Video gedreht, wie ich auf ihn zugehe, auf das „EA7“ deute, in die Kamera schaue und mit väterlich nachsichtigem Gestus sage: „Da müsste eigentlich EA80 stehen.“

 Kollektive Höhepunkte des Plattenspiesserlebens: Loberts Panik ist ähnlich geartet wie meine und flimmert hinter den Buchstaben seiner PN auf meinem Display. Ich habe nicht mehr genug Euro, um eine 3. und 4. Box zu kaufen und ausserdem siehe Muffe Nr. 2. Ich verspreche, Fäxmän zu fragen, finde ihn aber ad hoc nicht im sich füllenden Club. Für morgen haben sie Stücker 40 beiseitegelegt. Die letzten 40 auf der ganzen, riesigen Welt. Nein, stimmt nicht. Fäxmän hat einen Wisch mit einem Bestell-Link drauf ergattert, den ich für Lobert abknipse, aber das Foto wird schlecht. The item IS available. Fäxmän soll trotzdem eine Box kaufen.

Faxe mit Box

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HEADBANGERS OPEN AIR XXII / 25.07.2019 – Brande-Hörnerkirchen, Tach 1

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Oh, Leute, jetzt wird’s seltsam. Die DreMu-Live-Reviews vom HEADBANGERS OPEN AIR kamen seit Jahren von Siggi Sick und mir. Noch letztes Jahr war Siggi in bester Laune und mit grün gefärbtem Bart am Start. Und nun findet an genau diesem Wochenende Siggis Abschiedsfeier statt.

Deshalb (und weil wir am H.O.A.-Samstag zeitgleich einen Auftritt mit VLADIMIR HARKONNEN auf dem REFUSE-Festival hatten) gibt’s dieses Mal natürlich nur ein halbes Review. Dieser erste Teil umfasst den Donnerstag, Teil 2 (Freitag) dann die Bands, die wir nach der Trauerfeier sehen konnten, und einen dritten Teil gibt’s diesmal halt nicht.

Aber egal, viel wichtiger: Ruhe sanft, Siggi! Du wirst hier fehlen, du verrückter Hund. Wir rocken weiter, was Anderes hättest du ganz sicher nicht gewollt. HEAVY DUTY, here we go:

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HEADBANGERS OPEN AIR XXII / 26.07.2019 – Brande-Hörnerkirchen, Tach 2

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Bevor es heute zurück in die Hitzehölle des kürzlich in HEADBANGERS OVEN AIR umbenannten Spektakels geht, heißt es Abschied nehmen von einem alten Freund, der Kieler Legende Siggi Sick. Unter den Trauergästen befinden sich zahlreiche H.O.A.-Besucher*innen, einige haben alte Konzert-Flyer und –Poster mit, welche mit ins Urnengrab wandern. R.I.P., Alter!

Wer über SPACE CHASER, UNTIMELY DEMISE, VELVET VIPER, ATTIKA und MANDATOR etwas zu kommentieren hat, möge dies tun. wir finden uns gegen halb sechs wieder am Gelände ein und bekommen die Shows von CEREBUS, MEDIEVAL STEEL, SANCTUARY und EXCITER zur Gänze mit. Here we gooooo:

Bewertung: 5 / 5

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The Adolescents / 05.07.2019 – Hafenklang, Hamburg

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Wenn Herr Wolter einige schon eher weiter zurückliegende Berichte verbreitet, dann tu ich ihm das gleich und ziehe nach. Ich komme mir sowieso immer schäbig vor, in den seltensten Fällen konzertmäßich etwas zu berichten. Und ALLES kann eine Person ja nun auch nicht schreiben. Somit mache ich einen Anfang aus der Lethargie und berichte über das vergangene Konzert einer meiner absoluten All-Time-Faves: The Adolescents! Die spielten im wunderbaren Hafenklang. Und das (leider) am gleichen Abend wie Gouge Away, die im Goldenen Salon spielten. Deren letztjährigen Output „Burnt Sugar (Deathwish)“ fand ich zwar auch supi und in einem überschwänglich Text ins Gedächtnis gerufen wurde die Band einem nochma in der April/Mai-Ausgabe des Trust(s) – beigemerkt mit einem großen, ausführlichen und sehr interessanten Interview mit Herrn Wolter - , aber irgendwie beschleicht mich allmählich das Gefühl, so einige „alte“ Recken nicht mehr allzu häufig zu sehen zu bekommen. In Form von Adolescents zumindest teilweise schon passiert, Steve Soto weilt ja leider nicht mehr unter uns. Ob dieser Nachricht war sicherlich nicht nur ich entsetzt. Wie wichtig er für die (Szene-) Musik war, wird nicht nur daran deutlich, an wie vielen „Projekten“ er beteiligt war, sondern auch daran, wie immer über ihn berichtet wird/wurde. Als kleines Beispiel dient ein gewisser CJ Ramone (der auch seine letzte wirkliche Tour nun hinter sich hat), der u.a. im Bierschinken-Interview etwa über die Wichtigkeit über Steve in seinem Leben bzw. musikalischen Vita berichtet (nachzulesen hier: https://www.bierschinken.net/news/908-cj_ramone_im_interview_). Ich war dann gespannt, wie es sein wird, einer meiner Lieblinge live ohne ihn zu sehen.

 

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