DEADHEADS, DEVIL’S DAY OFF / 05.02.2019 – Hamburg, Stellwerk

Angesichts des Clubnamens „Stellwerk“ und des Titels der Veranstaltungsreihe „Rails On Fire“ hätte man es ahnen können, aber wir sind doch etwas überrascht, als uns erklärt wird, dass wir in den Harburger Bahnhof gehen müssen, wenn wir den Ort des Geschehens erreichen wollen. Das Stellwerk umfasst streng genommen sogar gleich zwei Floors, den größeren Saal und einen weiteren, deutlich kleineren Raum, die Beatgruft, der gerade mal so schmal wie ein, ihr ahnt es, Gleis ist. Das ganze Ding war früher der einstige Wartesaal der 2. Klasse bzw die Gepäckbrücke und wurde nach seiner ursprünglichen Benutzung von der Deutschen Bahn als Lehrstellwerk genutzt, in dem die Weichenstellung an Simulationsstellwerken gelehrt wurde, erzählt mir Veranstalter und BOOKER Janny Nickel (früher Klubsen). Auf jeden Fall total gemütlich, das Ding, dazu sind die Preise mehr als korrekt (Eintritt unter 15,- Euro).

Bewertung: 5 / 5

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RHONDA, PALOMA AND THE MATCHES / 02.02.2019 – Hamburg, Mojo Club

Die letzten drei Hamburger Konzerttrips führen mich nacheinander in Schuppen, deren Namen man zum Teil seit Ewigkeiten kennt, in die es mich aus unbekannten Gründen bisher aber nie verschlagen hatte. Erst zu FUCKED UP ins Molotow, heute zu RHONDA in den Mojo Club und wenig später wird noch das Stellwerk mit DEADHEADS/DEVIL’S DAY-OFF folgen. Mir ist klar, dass sowohl das Molotow als auch der Mojo Club bereits in früheren Inkarnationen existierten, bin aber überrascht, dass letzterer Schuppen tatsächlich unter Tage liegt. Zwei große Tore mit dem bekannten Mojo-„M“ werden wie Mülleimerdeckel hochgeklappt und runter geht’s ins Reich der Laster und schönen Klänge.

 

Rhonda

Bild von der RHONDA-Seite geklaut. Alle weiteren (unten) von MJ.

Bewertung: 5 / 5

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ANTIPEEWEE, TOXIC WALTZ, REAVERS / 25.01.2019 – Hamburg, Bambi Galore

Dieses Konzert hatte ich erst gar nicht so richtig auf dem Schirm, aber Plattenmagnat und DreMu-Knipser Jan von L macht mich völlig zu Recht darauf aufmerksam, dass heute drei Thrashbands für’n Zehner im Bambi zocken. Und zwar die immer noch frischen Hamburger REAVERS, dazu die mir noch unbekannten TOXIC WALTZ aus München sowie ANTIPEEWEE (Abensberg), deren „Madness Unleashed“-Album eine mitreißende Thrashkeule darstellt. Also hin? Oder doch zu Hause Socken sortieren? 

 

 

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FUCKED UP, CHASTITY / 30.01.2019 – Hamburg, Molotow

„FUCKED UP damals in der Meierei, das war wat, oder?“ Aaaargh, Schnauze! Denn: Ich war nicht dabei! Ich weiß nicht mehr, was der Grund war, wahrscheinlich ein eigener Auftritt, aber seit JAHREN warte ich darauf, diese Lücke zu schließen. Einmal war es fast soweit, da sollten sie mit OFF im Hafenklang spielen, mussten aber irgendwie die gesamte Tour absagen. Angesichts von vagen Andeutungen, die Sänger Damian in Interviews gern mal fallen lässt, dass er nämlich gar nicht so gerne toure und das Ganze vielleicht auch mal sein lasse, wurde mir der Kragen doch langsam eng. Aber dann, kurz nach Erscheinen des fünften Albums „Dose Your Dreams“, die Erlösung: FUCKED UP in Hamburch!

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GRAVE DIGGER, BURNING WITCHES / 22.01.2019 – Hamburg, Markthalle

Bands, die ihr Ding ohne Kompromisse über Jahrzehnte durchziehen, ernten bei mir ja besonderen Respekt, vor allem wenn sie dabei im Grunde konstant Qualität abliefern. Das ist bei GRAVE DIGGER zweifelsohne der Fall und ich darf hier darauf verweisen, dass der Besitz und der regelmäßige Genuss ALLER Alben dieser Truppe absolut zu empfehlen ist. Die Band beißt sich durch, tourt regelmäßig und weicht stets nur graduell von ihrem charismatischen Stil ab. Manche ihrer Platten fallen vielleicht etwas generisch aus, anderen setzen dann doch auch immer mal überraschende Akzente, zum Beispiel auch das aktuelle Biest „The Living Dead“. Live machen die Wiedergänger jedenfalls immer Spaß, also ist der Trip in die Markthalle klare Heavy Metal Duty.

Grave Digger

Fotos von Olaf "Gassi" Gassan

Bewertung: 4 / 5

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