SOUND & ACTION #2 & #3 (Fanzine 2019/2020)

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SOUND AND ACTION

 

Das SOUND & ACTION ist ein Fanzine, welches sich auf deutsche Heavy-Metal-Bands der 80er konzentriert. Herausgeber Oliver Butz achtet dabei darauf, dass es von allen vertretenen Bands eine neue Platte oder eine Wiederveröffentlichung eines vergriffenen Klassikers gibt. So bietet das Zine also durchaus stets einen aktuellen Bezug. Zum Glück haben sich gerade in den letzten zehn Jahren die Labels vermehrt, die hochwertige Rereleases herausbringen. In Bezug auf deutsche Bands sind das bekanntlich nicht nur einheimische Labels wie High Roller Records oder ZYX / Golden Core, sondern auch z.B. Repulsion Records (Kolumbien), Headbanger Records (Polen), GS Productions (Russland), No Remorse (Griechenland) oder Stormspell Records (Kalifornien). Da ist es äußerst interessant, zu lesen, wie die jeweiligen Bands an diese Labels kamen (bzw. umgekehrt). Oliver Butz gönnt sich den Luxus, den Bands entsprechend ihres „Redeflusses“ Platz zu bieten, was dazu führt, dass manche Interviews locker 20 Seiten umfassen. „Das sind eben die Freiheiten, die man als Fanzinemacher hat“, sagt er selbst treffend im Vorwort der aktuellen Ausgabe Nr. 3. Ich empfinde das als großen Vorteil, liest man doch über die vertretenen Bands nur selten in den gängigen Mags etwas und wenn doch, dann halt nur eine halbe Seite oder so. Wer also tiefer graben mag, erfährt einige spannende Details aus den Bandgeschichten und auch über aktuelle Veröffentlichungen. Vertreten sind in Nr. 3 u.a. MAD BUTCHER, MP, POISON ASP, SAINTS‘ ANGER, und VAMPYR, in Nr. 2 MASS, TRANCE, DARK HAZE, WALLOP und MONSTERS. Ein unterhaltsamer Nebeneffekt ergibt sich aus der Tatsache, dass man herauslesen kann, welcher Musiker den eigenen Status doch etwas unrealistisch hoch einschätzt, wenn man etwas zwischen den Zeilen liest… Super auch der Buchtipp „Cry Out For Metal – The Gama Records Bands“ – ein Werk, welches ein mexikanischer Metalhead (Jose Luis Barron) über die Veröffentlichungen des süddeutschen GAMA Labels geschrieben hat (Kult!). Wer Bock auf das Zine hat, möge den Herausgeber Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anschreiben, aber ich spreche gleich eine Warnung aus: Das Heft an sich ist zwar günstig, aber die potentiellen Folgekosten können brutal sein.    

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