POWER, TYPHOON MOTOR DUDES, SMALL TOWN RIOT / 09.02.2013 - Rendsburg, T-Stube
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- Kategorie: Berichte aus dem Pit
- Veröffentlicht: Sonntag, 17. Februar 2013 17:04
- Geschrieben von Pan & Philipp
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Pan: Hach ja. T-Stube. Mehr brauche ich ja fast gar nicht zu sagen. Und dann auch noch mit den TYPHOON MOTOR DUDES! Die habe ich ja gefühlte Ewigkeiten nicht mehr live gesehen und war irgendwann auch schon von der Sorge geplagt, sie hätten sich zwischenzeitlich still und heimlich aufgelöst. Hamse aber nicht! Und sie spielen sogar ein Konzert! Uiuiui. Also nach kurzem Hin und Her Sachen zusammengerafft und ab nach Rendsburg. Hier spucken die Geldautomaten auch ohne nochmal nachzufragen einfach 400 € aus, wenn eine Spaßgranate einem die eigentlich geplante Abhebung durchkreuzt und einfach mal auf die entsprechende Taste (unten rechts) haut. Ein Riesenspaß für alle Beteiligten. Der Abend geht schon super los. Echt jetzt!
An der T-Stube angekommen – nachdem das überzählige Geld heimgebracht wurde – ist es dann erst mal unangenehm leer. Ich stelle fest: Halb 10 ist keine coole Uhrzeit. Eine halbe Stunde später sieht es aber schon besser aus. Im kuscheligen Halbdunkel begutachten wir das mitgebrachte Merch der Bands und ich küre sofort einen Favoriten: Die „PANTERA-Edition“ von POWER. Der helle Wahnsinn. Das PANTERA-Logo wurde zum POWER-Logo und statt Vulgar Display of Power heißt es hier Vulgar Display of Punk . Schön, so ein T-Shirt will ich haben! Mich überkommt zudem das dringende Bedürfnis, mal wieder Cowboys from Hell zu hören.
Vor Konzertbeginn gibt es noch eine Ansage bezüglich des Soli-Hintergrundes des Konzertes. Die Kurzfassung: Einem afghanischen Asylsuchenden, der in Rendsburg in einem sog. „Asylbewerberheim“ lebt, droht die Abschiebung. Eine Möglichkeit, doch noch ein Bleiberecht für ihn zu erreichen, bietet ein psychologisches Gutachten, das seine Traumatisierung durch die vorher erlittene Folter bestätigt. Dafür wird in der Soli-Büchse und auch am Antifa-Tischchen Geld gesammelt. Gute Sache! Wir kaufen Sticker.


Unrest sind keine Freunde der Sonne: Stellt euch einfach vor, ihr steht in der
Mitte der Proberäume von Wolfbrigade und Napalm Death und der
entstehende Krach fügt sich harmonisch zusammen. Der Blastbeat trifft
seine Schwester namens D-Beat, die Gitarren fräsen sich tief in die
Eingeweide und oben drauf wird der Hass auf die bestehenden Verhältnisse
heraus gebrüllt. Brachial, aggressiv, wütend, so kann mensch das
passend charakterisieren. Bislang stehen eine 7" und das fantastische
letztjährige Album "Lake Of Misery" in der VÖ-Liste.