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Kategorie: Berichte aus dem Pit
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Veröffentlicht: Sonntag, 01. September 2019 19:43
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Geschrieben von Philipp Wolter
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Wenn BULLET in die Stadt kommen, ist der Konzertbesuch Pflicht! Wobei das Wort „Pflicht“ zu negativ klingt – BULLET machen einfach zu viel Spaß, um sich auch nur eine Tour der Band entgehen zu lassen. Und da das sechste Langeisen „Dust To Gold“ zu den besten Alben der Band zählt (schwach ist bekanntlich keins, was wirklich beachtlich ist), somit diverse neue Kracher dazugekommen sind, findet sich eine recht große Kieler Reisegruppe zusammen. Das Bambi ist bei unserer Ankunft fast ausverkauft und die letzten 20 Karten schmelzen schnell dahin. Apropos: Ganz so infernalisch heiß wie bei ENFORCER vor ein paar Wochen wird es heute nicht, aber viel fehlt da nicht.
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Kategorie: Tonträger Reviews
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Veröffentlicht: Donnerstag, 29. August 2019 17:27
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Geschrieben von Philipp Wolter
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Zugriffe: 2043

2000 Jahre Cis-Boy-Bands mit Songtiteln wie „Christeen Sixteen“ und leeren Versprechungen wie „All Night Long, Baby!“. Doch die kriegen jetzt alle auf die Fresse und zwar von DEUTSCHE LAICHEN. So explizit und wütend hat sich schon lange keine Band mehr über Sex und Sexismus geäußert. Ich muss einfach mal ein Zitat einwerfen, um das zu illustrieren: „Langsam färbt der Slip sich rot / Tief in dir pulsiert die Wut / Hass doch mal, das steht dir gut / Langsam färbt der Mond sich rot / Was mal war, ist jetzt tot / Langsam färbt der Po sich rot / Dieser Arsch gehört versohlt / Was Feuer war, ist jetzt verkohlt / Wütend schmierst du dir dein Brot / Was mal fein war, ist jetzt grob / Sag mir nicht, es geht dir gut / Du bist so schön, wenn du hasst.“ („Du bist so schön, wenn du hasst“). Das nenn ich mal eine gute Beobachtungsgabe, meine Lieblingszeile ist hier übrigens „wütend schmierst du dir dein Brot“. Und das kommt zur rechten Zeit, jetzt, wo man täglich einen weiteren dicken weißen Mann aus seiner Liste löscht, weil dieser plötzlich dumme Memes über Greta postet. DEUTSCHE LAICHEN gehen ohne Schnörkel nach vorne, getragen vom rotzig-melodischen Gesang, den entweder Fluse, Asche, Nille, Kralle oder Krätze eingekotzt hat. Fünf der Songs besitzen englische Texte, die anderen sechs deutsche, und die kommen mal mit ein, zwei Zeilen aus: „Wenn ich dich sehe, müssen meine Augen kotzen / Für dich bin ich ‘ne blöde Emanzenlesbenschlampe / Danke fürs Kompliment“ („Emanzenlesbenschlampe“) Oder gehen die Dinge auch mal komplexer an: „Menschen sind scheiße und Deutsche laichen / Wenn ich in der Gosse liege, träume ich, wie ich dich kriege / Deutschland ist scheiße, Deutschland ist scheiße, Deutschland ist scheiße.“ („Menschen = Scheiße“). Was soll ich sagen: Haut den ollen Renke an und erntet diese Scheibe! Alerta!