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INTERVIEW MIT SCHRAMMI VON HOTEL KEMPAUSKI

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Kategorie: Interviews
Veröffentlicht: Sonntag, 16. Februar 2020 18:51
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 5072

Eine der interessantesten Bands, die sich in letzter Zeit in Kiel gegründet hat, ist für mich HOTEL KEMPAUSKI. Angesichts der erfrischenden Auftritte und ihres Debutalbums war ein DreMu-Interview angebracht.

Ihr nennt euch selbstironisch "Bausparpunks". Das hätte aus verschiedenen Gründen vor 20 Jahren wohl noch keine Punkband gemacht. Was hat sich verändert - bei euch, in der Punkwelt und überhaupt?

In Kurz: Punk, die Welt und wir sind alt geworden... In Lang: Ursprünglich war „Bausparpunks“ mal  ein Schmähausdruck von mir für Menschen, die eigentlich ein ziemlich gesittetes Leben führen, aber in der Öffentlichkeit das krasse Punkertum simulieren. Und wie bei allen Hotel-Kempauski-Texten finden wir uns da selber auch irgendwie drin wieder. Denn irgendwie ist das ja schon ein Widerspruch, dass wir alle brav zur Arbeit gehen, Familie haben und trotzdem Punkrock machen. Punkrock ist dahingehend wohl auch gealtert, dass es keine Jugendkultur mehr ist. Und generell gibt’s nicht mehr so einfaches „gut“ und „böse“. Der Widerspruch zwischen „Bausparen“ und „Punk“ ist eigentlich was Alltägliches.

 

HOTEL KEMPAUSKI

 

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DIVIDE - "From Seed To Dust" (Eigenproduktion, 2019)

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Dienstag, 11. Februar 2020 18:42
Geschrieben von Dirk
Zugriffe: 2481

DIVIDE

 

Der neue Longplayer des Kieler Duos klingt facettenreich und weist eine satte Produktion auf. Hier strotzen die Herren vor Ideen und auch der Gesang ist wieder eine Ecke geiler als auf ihren Vorgängern. Mehr im Vordergund. Moritz und Daniel zocken ja nun schon ein wenig länger zu zweit und es klingt, als hätten sie ihre Mitte und auch die Ruhe gefunden, brachiale Death Metal Granaten auf die Hörer abzufeuern. Hier mal 'n paar Anspieltipps! 'Lack of black' ist eine fiese, schnelle Black/Death Metal Nummer. 'Fornicate within fire' ist anfangs eine Midtempo Bolzhymne und wird dann aber fix und rasiert erstmal 'n paar Schädel. Erinnert mich an Vader. Also der Klampfensound ist wirklich Banane. 'Anthropicide' ist auch so 'ne Bestie. Also Songs können die und die sind auch voll nicht öde. Bretzeln sich von einem geilem Riff zum nächsten, treten aufs Gaspedal und nehmen auch ein bisschen Tempo raus. Richtiger Killersong ist das. 'His rotten breath' muss ich aber auch ansprechen. Hatte doch der Vorgänger das Prädikat 'Killersong', so müsste ich es peinlich zurück nehmen. Diese Nummer tötet alles. Auch der Gesang ist überaus vielseitig und stellt sich auch Dank der produktiven Arbeit ihrerseits in den Vordergrund.Dieses Album kommt mal eben mit 13 Songs um die Ecke, die eine durchschnittliche Spielzeit von 3 1/2 Minuten haben und eine fette Eigenproduktion aufweisen. 'Death Metal Punks' ist eine Punk n Roll Death Metal Attacke. Schnell, gerotzt, kackfrech! Gleich darauf walzt 'Incendiary' alles platt. Auch das Gehämmer von Moritz ist abwechslungsreich. Dieser Typ ist ein wirklich sehr versierter Drummer. Ich höre selten geile Drummer, aber dieser Mann hat es faustdick hinter seinen Ohren. Mein lieber Herr Gesangsverein. Wenn ich das mal sagen darf. Der knüppelt sie alle wech, bis kein Gras mehr kommt. 'Snakes intertwined' erinnert mich sehr an Bloodbath. Oder nee...hier... Infestdead - Hellfuck. Genau an die erinnert mich das da. Hammer, Leute! Ok.... zu allerletzt jetzt noch ein paar Worte zu Song Nummer 11. 'Of debris and the grave'. Episches Killerriff, das gleich Bock auf mehr macht. Schöner Mittelteil, aber dann das kurze, wenn auch geile Solo - fett ma! Wirklich starke Platte, die DIVIDE hier abliefern.

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NAPALM DEATH, EYEHATEGOD, MISERY INDEX, ROTTEN SOUND, BAT / 08.02.2020 – Hamburg, Grünspan

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Kategorie: Berichte aus dem Pit
Veröffentlicht: Sonntag, 09. Februar 2020 20:54
Geschrieben von Ta Do & Philipp Wolter
Zugriffe: 3450

Ta Do: So, nun sitz ich hier mit meinem Erdbeermilchshake, leichte Nackenschmerzen, etwas heiser, aber glücklich und lasse diesen geilen Abend nochmal Revue passieren. Das letzte Bild der Unmengen an gestrandeten Plastikbechern am Ufer der Bühne des Grünspans, am Meer der großen Freiheit, im Kopf. was ein Abend!

Philipp: Dieses gelungen zusammengestellte Tourpackage hat nur einen Nachteil: Fünf Bands, von denen man ja auch keine einzige verpassen will, sind fast schon zu viel des Guten! Aber das Konzept der Festivaltour zieht noch immer: Jede der Bands spielt sonst im Hafenklang oder maximal im Knust – heute aber ist das Grünspan ausverkauft und viele, viele Leute suchen noch Karten.

Vor dem Genuss steht aber der (Freizeit-)Stress: Durch eine barmherzige Tat haben wir 45 Minuten verloren und müssen Nerven aus Stahl beweisen, denn unser guter Plan, schön rechtzeitig in der Halle zu stehen, wurde auf diese Weise zerstört. Tatsächlich ist es dann auch so wie gedacht: Statt wie angekündigt (20:00 Uhr) beginnen BAT bereits um 19:20 Uhr. Jan und ich schaffen es gerade noch, unsere Jacken abzugeben und durch geschickte Arbeitsverteilung parallel Bier zu organisieren, da ertönt auch bereits das erste Intro!

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HATE PLOW, ROTTEN SOUND, NOISE FOREST, DEBAUCHERY / 05.07.2003 - Kiel, Tucholsky

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Kategorie: Berichte aus dem Pit
Veröffentlicht: Montag, 10. Februar 2020 14:35
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 2873

Ihr habt sicher bemerkt, dass beim letzten Upgrade einige Fotos auf der Strecke geblieben sind. Zufällig habe ich kürzlich entdeckt, dass sich auch einige wenige Artikel nicht mehr in der Dremu-Datenbank befinden. Das geht natürlich gar nicht! Zum Glück habe ich zumindest die von mir verfassten Dokumente auf externen Festplatten gespeichert und so kann restauriert werden. Hier der vierte Teil in der Serie "verlorene Berichte" oder auch „Lost And Found“  (sagt gern Bescheid, wenn ihr weitere "Lücken" entdeckt), ein 17 Jahre altes Live-Review:

So, drei Tage nach diesem Konzert bin ich immer noch völlig begeistert und muss um Worte ringen, um zu vermitteln, was an diesem Donnerstagabend im Tucholsky abgegangen ist. Abgeschmackte Begriffe wie "geiles Geballer, ey!" reichen irgendwie nicht aus, um die schiere Intensität zu erfassen, die gerade HATE PLOW vermittelt haben.

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DROPKICK MURPHYS, FRANK TURNER & THE SLEEPING SOULS, JESSE AHERN / 06.02.2020 - Hamburg, Sporthalle

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Kategorie: Berichte aus dem Pit
Veröffentlicht: Sonntag, 09. Februar 2020 14:46
Geschrieben von Vincent Heinecke
Zugriffe: 3901
Die Dropkick Murphys wollte ich immer schon einmal live und in Farbe bewundern, also hieß es am Donnerstag ab nach Hamburg und aus Kiel mit dem Zug anreisen. Am Hamburger HBF erwartet mich dann schon mein alter Kumpel Georg und wir zogen uns erst einmal eine leckere Curry Wurst rein, dann ging es weiter mit der S-Bahn zur Alsterdorfer Sporthalle, wo schon ordentlich Betrieb herrscht…
 
 
DROPKICK MURPHYS
 
 
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