INTERVIEW MIT SCHRAMMI VON HOTEL KEMPAUSKI
- Details
- Kategorie: Interviews
- Veröffentlicht: Sonntag, 16. Februar 2020 18:51
- Geschrieben von Philipp Wolter
- Zugriffe: 5072
Eine der interessantesten Bands, die sich in letzter Zeit in Kiel gegründet hat, ist für mich HOTEL KEMPAUSKI. Angesichts der erfrischenden Auftritte und ihres Debutalbums war ein DreMu-Interview angebracht.
Ihr nennt euch selbstironisch "Bausparpunks". Das hätte aus verschiedenen Gründen vor 20 Jahren wohl noch keine Punkband gemacht. Was hat sich verändert - bei euch, in der Punkwelt und überhaupt?
In Kurz: Punk, die Welt und wir sind alt geworden... In Lang: Ursprünglich war „Bausparpunks“ mal ein Schmähausdruck von mir für Menschen, die eigentlich ein ziemlich gesittetes Leben führen, aber in der Öffentlichkeit das krasse Punkertum simulieren. Und wie bei allen Hotel-Kempauski-Texten finden wir uns da selber auch irgendwie drin wieder. Denn irgendwie ist das ja schon ein Widerspruch, dass wir alle brav zur Arbeit gehen, Familie haben und trotzdem Punkrock machen. Punkrock ist dahingehend wohl auch gealtert, dass es keine Jugendkultur mehr ist. Und generell gibt’s nicht mehr so einfaches „gut“ und „böse“. Der Widerspruch zwischen „Bausparen“ und „Punk“ ist eigentlich was Alltägliches.
