Bambix - Schaubude, 16.04.10
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- Kategorie: Berichte aus dem Pit
- Veröffentlicht: Samstag, 17. April 2010 00:00
- Geschrieben von Aller Egon
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Your friendly Webzine from the Neighbourhood Sänger und Bassist von TYPE O NEGATIVE Peter Steele ist am 14ten April im Alter von 48 Jahren an Herzversagen gestorben.
Schon gestern hörte ich davon, hielt es aber nur für einen verspäteten Aprilscherz, da die Band schon 2005 die Nachricht, dass Peter gestorben ist, als Promogag verbreitete. Da aber mitlerweile Bandkollegen und Label die Nachricht bestätigt haben, halte ich die Sache für glaubwürdig.
R.I.P. - Peter Steele

Trash Talk - S/t
(TTCollective/Alliance Trax)
2008 schon erschien diese Platte, ich hab sie aber erst jetzt durch einen Zufall in meine schmierigen Pfoten bekommen und fand sie sofort so toll, dass ich mir dachte, ich müsste datt Teil besprechen. Und los! Der dritte Song ist fast vorbei und Frontsau Lee Spielman röchelt mit letzter Kraft “Life sucks / Birth / Plague / Die”, spätestens jetzt weiß der Hörer, was ihn erwartet. Auf der selbstbetitelten Platte der Sacramantoaner TRASH TALK geht’s textlich sehr düster und auch des Öfteren misanthrop zu, lebensbejahend klingt auf jeden fall anders. Als Schublade würde ich für TRASH TALK Fastcore vorschlagen, obwohl es manchmal sogar eher Powerviolence ist. Die Songs sind eher kurz gehalten und warten mit einer Spielzeit von neun Sekunden bis eineinhalb Minuten auf. So beträgt die Gesamtspielzeit der Platte auch nur 14 Minuten - bei 12 Songs, wobei man noch erwähnen muss, dass der letzte fast fünf Minuten lang ist. Man könnte ja behaupten, dass es dreist wäre, ne Viertelstunde Musik Album zu nennen, aber wenn TACKLEBERRY das dürfen, dann dürfen das andere Bands wohl auch. Was mich neben den tollen Texten und der großartigen Geschwindigkeit noch sehr überzeugen konnte, waren die mit einem scheppernden Bass bestückten Grooveparts, die an NAPALM DEATHs “Scum”-Ära erinnern. Das Design der LP ist schön schlicht und lecker auf oldschool getrimmt. Wenn ihr die Platte mal durch Zufall entdecken solltet, solltet ihr euch ausnahmsweise mal ein gutes Beispiel an mir nehmen und sie euch kaufen. Is nämlich verdammt geil!
9 Punkte
Andy

Darkthrone - Circle the Wagons
(Peaceville)
Diese Platte ist geil! Wie geil? Ich hab mir selber in den Arm gebissen, so geil ist die!
Wer DARKTHRONE sind und was die so machen, muss ich wohl nicht erklären. Stattdessen will ich erwähnen, was ich so besonders an ihnen finde. Das beste an DARKTHRONE waren und sind die sozialkritischen Texte. Dazu noch der kultige oldschool Sound und eine sympathische Punkaffinität. Kommen wir aber zu “Circle the Wagons”. Anscheinend haben die beiden Jungs in letzter Zeit des Öfteren alte MISFITS oder sonst irgendwas mit GLENN DANZIG gehört, was sich in Black'n'Roll Songs niederschlägt, auf denen Nocturno Culto schön schmalzig im DANZIG-Stil trällert - ungewohnt, aber cool. Auch alte AMEBIX lassen sich als Einfluss ausmachen, genauso wie DISCHARGE, in deren Stil das eine oder andere mal das Schlagzeug malträtiert wird. Der Hörer bekommt aber auch DARKTHRONE-typische Songs wie zum Beispiel “I am the grave of the 80s” oder dem grandiosen “I am the working class”. Der Sound ist wie gewohnt und scheppert ausm letzten Loch. Mit “Circle the Wagons” versucht eine der einflussreichsten Black-Metal-Bands aus dem sich ständig wiederholenden Kreis auszubrechen, was meiner Meinung nach super geklappt hat. Was die “Szene” dazu sagt, muss man abwarten, ich finde aber, dass DARKTHRONE einen sehr guten Weg eingeschlagen haben! Wer noch nie was mit Black Metal anfangen konnte, sollte mal reinhören. Hiking Metal Punks unite!
9,5 Punkte
Andy