Neues aus der DreMuPedia
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- Veröffentlicht: Montag, 20. Juni 2011 15:59
- Geschrieben von Matt
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Nina & Tinka, Casi, Nils H., Bocky, Joy Boy, Ingo K. (Samstag) und Philipp knallen den zweiten Teil des Wilwarin-Patchwork-Berichts auf Matts Schreibtisch, am Ende wird sogar gereimt...
AUFSTEHEN, SCHMERZEN & BULLENSACK
Nina & Tinka:
08.03Uhr, Guten Morgen – Auch viel heiß hier!
Halbgar quälen wir uns aus den Zelten und hängen verquollen, aber ohne Kater mit Kaffee, Powerchai und Maiswaffeln im Lager rum. Neben hauptsächlich anspruchsloser Konversation bangen wir um den Einsatz von „Bullensack“ um 12.30 Uhr. Gunnar ist trotz massiven Handyeinsatzes nicht zu orten und erst fünf Minuten vor Beginn der Karaokeshow bekommen wir einen telefonischen Hinweis auf dessen Aufenthaltsort. Immerhin pünktlich aber lattenstrunzenvoll tritt der besagte Drummer seinen Dienst an.

Wir ham uns gedacht: viel zu wenige Rezensionen vom RottenSprottenReleaseGig, also, los gehts...
Um 19:30 Uhr kommen wir völlig fertig von der kilomenterlangen Radtour aus Gaarden in die sich noch im Aufbau befindende Konzerthalle. Aus der hochmodernen, im Landhausstil gehaltenen Meiereiküche strömt herzhafter Acrylamidgeruch.
Wir hätten ein weniger ausgedehntes Mittagsschläfchen halten sollen, um davon abraten zu können, Bratnudeln in einer Auflaufform zu braten. Aber die verantwortlichen Crusties können auch beim Essen nicht auf Kruste verzichten. Die Bands haben es sich schmecken lassen, und auch wir haben den ein oder anderen Teller verköstigt. Lecker!
Gefüllt hat sich die Halle nur langsam, aber als And then they run loslegen, herrscht bereits eine vorfreudige Konzertstimmung. Ab in die erste Reihe!
Die optisch eher ner Metallica-Cover-Band gleichende Combo haut uns mit dem ersten Song bereits aus den Ringelsocken. Sich von Lied zu Lied steigernd, überzeugen uns vor allem Nils mit mehr als rhythmischen Drumsetprügel und das Bollergebölke vom anmutigen Pete, der sich auch mit einem Sprung ins Zeckengewimmel vor der Bühne wagt. Das „Nie mehr so alt“-Cover von Grand Griffon entertaint uns rotte Sprotten.
Fotos von Jan ML

VH gingen ab,von anfang bis ende volle power.schnell-heftig-.verdammt gut- -Scheiße,wollen die GWAR von der bühne fegen!??&%$! alle schwitzen sich einen ab auf der bühne,im vollen treibsand--Shouter Phil ,ein energie Kraftwerk mit unbändiger Power,Prangert sozialen wahnsinn der Gesellschaft gnadenlos an,um im anschliesenden song sich voll reinzulegen,mit Dickem Hals und Brutaler Stimmgewalt die ,,,Message,,,rüberzubringen--Lübeck lies sich nicht lumpen und ein krasser moshpit vor der Bühne sagt alles .Slamdance in ya face ,die meute will sich heute fetzen,,gut so--das lockere stageacting von VH ist einfach da----da wird noch richtig geackert,und malocht...ne echte Party of the Damned---also ich zieh da mal glatt 9 von 10 punkten,,,aber nur weil ihr euch weiterhin den Arsch aufreissen sollt.
Deutz, Porz, Kalk. Um alberne Stadtteilnamen sind die hier schon mal nicht verlegen, denke ich, als
sich mein gebeutelter T4 nach sechs Stunden Gewitter und Dauerregen über die Zoobrücke quält.
„Laut Navi ist das hier, aber hier ist ja nichts, also, ich mein, klar, das Schokoladenmuseum® , aber
das bringt ja jetzt auch nichts, wenn man zum Tanzbrunnen will, oder was“, lasse ich meine halb
wegsedierte Mitfahrerin wissen. Immerhin reicht die Zeit, um noch ganz in Ruhe 30, 40 Minuten im
Stau zu stehen und aus dem Fenster zu glotzen. Schönes Fenster.
Wenn man zu einem Großevent geht, bindet man sich einen Pulli um die Hüfte, das ist mal klar.
Und dann kauft man fünf Bier und fünf Hüte für sich und seine Arbeitskollegen, das ist auch mal
klar. Dressed for Success.
Drinnen, bzw. draußen, weil das Konzert ja open air ist, sieht's ein bisschen aus wie im Stadtpark in
Hamburg; Fressbuden, fünf oder sechs Bier-bzw. Kölschstände, Merchzelt und Menschen -
Coporate Rock! Zur Ehrrettung ROXETTEs muss man allerdings beifügen, dass sich das Angebot
an nutzlosem Souvenir-Krempel, von albernen Hüten mal abgesehen, absolut in Grenzen hält, und
im skandinavischen „Dance-, Pop- und Eurotrash“-Bereich eindeutig durch VOLBEAT getoppt
wird. Besucherzahl: ca. 4000, Durchschnittsalter, 38, Dresscode: Best-of-the-'90s.