Go Kiel Yourself e.V. presents JIMMY GLITSCHY, DONKEY DEMON / 14.03.2017 - Medusa, Kiel
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- Kategorie: Berichte aus dem Pit
- Veröffentlicht: Dienstag, 18. April 2017 14:02
- Geschrieben von Dirk
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Your friendly Webzine from the Neighbourhood Jeder Musikfreak kennt den Moment, in dem mensch einer einst geliebten Band goodbye winkt. Es mag am Undergroundgen liegen, diese bestimmte Gruppe plötzlich zwischen dem ganzen Plastikmüll im Radio hören zu müssen bzw. sie mit zu vielen Mutanten zu „teilen“, aber der erhöhte Bekanntheitsgrad geht darüber hinaus ja auch oft mit einer Verflachung auf allen Ebenen einher – musikalisch zugänglich, textlich weniger tiefsinnig oder provokant, produktionstechnisch glattgebügelt und so weiter. Dann noch die Tatsache, dass die Konzerte schlicht „in zu großen Räumen mit zu vielen Menschen“ stattfinden, wie Kollege Horst Spider so treffend sagt. Alles anders im Falle GHOST. Denn diese Band war von Anfang an für die große Bühne gestrickt, besitzt dabei sowohl musikalisch als auch textlich den nötigen doppelten Boden und notfalls kann mensch sich damit beruhigen, dass ein Gutteil der Anwesenden die vorhandene Ironie eh nicht blickt. Dennoch bin ich im Vorfeld ein wenig unruhig, denn so sehr ich GHOST mag, so tief ist gleichzeitig meine Abneigung gegen das Docks…
Bilder von Toni B. Gunner - http://mondkringel-photography.de/ghost-08-04-2017/
Mein Erstkontakt mit PALLBEARER fand 2014 auf einer Autofahrt nach Bremen statt. Mit dem Ufo-Mann am Steuer ging’s zu BOLT THROWER und da der Kollege vom Autofahren schnell gestresst ist, sollte es was zur Entschleunigung geben. Seine Wahl traf das damals aktuelle „Foundations Of Burden“-Album, welches mich mit seiner tiefen Melancholie und den leicht an WARNING erinnernden Melodien mal so richtig packte. „Heartless“ finde ich jetzt gar noch einen Tick stärker – „A Plea For Understanding“ ist z.B. wirklich schon fast auf WARNING-Level, wobei der Doom von PALLBEARER im Vergleich etwas verspielter ist und einige Synthie-Farbtupfer enthält. Die häufiger in Reviews angeführten Indierock- oder gar Hipster-Postrock-Elemente höre ich übrigens nicht heraus. Dann schon eher Classic Rock. Es wird jedenfalls Zeit, die Band live anzuchecken.