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  • Philipp

MAYAK - „Trenches“ (Twisted Chords 2018)

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Dienstag, 18. Dezember 2018 16:55
Geschrieben von Habi
Zugriffe: 2200
Mayak


Vor sechs Jahren haben MAYAK aus Bielefeld mit einer vier-Song-starken EP ihren Reigen durch das Universum eröffnet. Damals haben sie noch Hardcore mit ein wenig Death Metal gewürzt. Inzwischen ist der lärmende Fünfer mit ihrem zweiten Album „Trenches“ vom Weg der rohen Gewalt abgekommen hin zu differenzierteren Gefilden ohne dabei an Intensität einzubüßen.

MAYAK haben ihre neuen Songs mit etwas mehr Atmosphäre und Struktur angereichert, sodass diese mehrdimensionaler erscheinen. Ihre Crust-/Hardcore-Wurzeln sind weiterhin unverkennbar, doch Doom- und Black-Metal-Elemente verstärken die düstere Stimmung der acht neuen Songs. Wutausbrüche blenden dabei in manische Passagen über, die immer wieder von gradlinigen Crustcore zu explosiven Extremen pendeln. Die oft ruppigen Übergänge in den Stücken sind nicht schön, erzielen aber ihre Wirkung unmittelbarer als unnötige Schönfärberei. MAYAK wollen mit „Trenches“ ja auch keinen Schönheitspreis gewinnen, sondern Emotionen, dunkle, unschöne Emotionen transportieren. Das gelingt ihnen vorzüglich. Der massive und doch rohe Sound trägt seinen Teil dazu bei, dass die acht Stücke einen geschlossen-bedrückenden Eindruck hinterlassen ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren. Die Songauswahl variiert vom zweiminütigen Blackened-Hardcore-Faustschlag „Our Suffering“ bis zum Post-Black-Metallischen Titelstück mit seinen sieben Minuten. Dies ist auch zugleich das Highlight des halbstündigen Infernos. Crusties, Hardcoreler und Metalheads dürften sich mit „Trenches“ gleichermaßen angesprochen fühlen, sofern sie sich trauen, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Mit ihrer antifaschistischen und anti-sexistischen Einstellung halten MAYAK nicht hintern Berg. Diese dringt immer wieder in ihren Texten durch, auch wenn sie nicht wie Butter dick aufs Brot geschmiert wird. Das zurückhaltende Artwork in Form einer Tarot-Karte – hoffentlich im Siebdruck schwarz auf Paketbraun – rundet ein gelungenes Hörerlebnis adäquat ab.

Mit„Trenches“ legen MAYAK ein durchaus eigenständiges Album vor, das mit vielen positiven Trademarks aufwarten kann: Energie, Ausdruckskraft, Atmosphäre und Abwechslung. Und da sagt noch einer, Bielefeld gibt es nicht!

  1. Injecting life
  2. Our suffering
  3. Where I fall is where we'll meet
  4. Trenches
  5. Ancients arise
  6. Deformed astral body
  7. Bury me in the smoke of doom
  8. Walk with the swarm
https://iheartmayak.bandcamp.com/

Kristian Habermann
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THE BRIEFS, SPIT PINK / 11.12.2018 – Hamburg, Monkeys Music Club

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Kategorie: Berichte aus dem Pit
Veröffentlicht: Donnerstag, 13. Dezember 2018 18:36
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 1041

An mein erstes THE BRIEFS-Konzert bin ich so rangegangen wie ein*e Bergsteiger*in: Einfach rauf, weil’s da ist. 2004 war das in der Alten Meierei. Songs kannte ich vorher keine, aber wie ein Blick in den Konzertbericht zeigt, überzeugten mich THE BRIEFS auch ohne Vorkenntnisse: „Recht energisch legten die Amis los und zappelten ordentlich rum. Besonders der Bassist stakste permanent mit ruckartigen, roboterhaften Bewegungen auf und ab. Der 77er American Punkrock lief dem Publikum auch gut rein, nach wenigen Songs wurde bereits ausgelassen getanzt und die Temperaturen stiegen. Sehr nett der mehrstimmige Gesang, wobei jeder der vier auch mal allein zum Einsatz kam“. Da überzeugt mein altes Ich doch mein heutiges und zack! sitze ich bei Kollegen in einer Karre gen Hamburg, um mir die Band nach 14 Jahren ein weiteres Mal zu gönnen.

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METAL CHURCH - "Damned If You Do" (Nuclear Blast 2018)

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Mittwoch, 12. Dezember 2018 14:16
Geschrieben von Habi
Zugriffe: 2273
Metal Church

 

Mit dem Comeback von Mike Howe ans Mikro bei den Metal-Veteranen METAL CHURCH hat Kurdt Vanderhoof alles auf eine Karte gesetzt. Top oder Flop? „XI“ ist ein Schlag ins Gesicht aller Kritiker geworden. Und mit Hits wie „Reset“, „Suffer Fools“ oder „Killing Your Time“ konnten die Schwermetaller aus Seattle fast nahtlos an die Phalanx der drei sehr guten bis überragenden Alben aus den 90ern mit Sänger Howe anschließen. Okay, es gab auch ein oder zwei Füller auf dem letzten Album. Aber fragt mal Metallica, bei denen ist es umgekehrt. Und wie steht es um „Damned If You Do“?

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MØRDER / 08.12.2018 – Kröker, Kiel-Aubrook

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Kategorie: Berichte aus dem Pit
Veröffentlicht: Mittwoch, 12. Dezember 2018 15:50
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 3152

Nachdem MØRDER den Ausstieg Christian „Krille“ Bahrs bekanntgeben mussten, hatte ich durchaus Befürchtungen, ob dies das Ende dieser talentierten Knüppelcombo einleiten könnte, zumal ja auch Pete nicht gerade mit Zeit im Überfluss ausgestattet ist. Aber Entwarnung: Erst konnten MØRDER mit Ex-Affe Nico einen neuen Schlagzeuger präsentieren, dann ist auch noch Feli Grind dazugestoßen, was die Band in Zukunft deutlich flexibler werden lassen könnte. Geile Sache, und so war es keine Option, den ersten Auftritt in dieser Besetzung zu verpassen. Ab in den Kröker, wo Aubrook-Daniel heute auch noch Geburtstag feiert (au weia)!


Kröker

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MTV Headbanger’s Ball Tour: EXODUS, SODOM, DEATH ANGEL, SUCIDAL ANGELS / 04.12.2018 – Hamburg, Markthalle

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Kategorie: Berichte aus dem Pit
Veröffentlicht: Montag, 10. Dezember 2018 19:55
Geschrieben von Philipp Wolter
Zugriffe: 1471

Auch wenn man generell eher ein Freund des Zwei-Bands-Only-Konzepts ist, so strahlt dieses perfekt zusammengesetzte Billing doch hinreichend viel Macht aus, um jedem Nörgler das Maul zu stopfen. Alle vier Bands sind jeweils eine Bank für sich und ich bin mir sicher, dass es nur ganz wenige Besucher*innen gibt, die auch nur eine der Bands noch nicht live gesehen haben. Dazu sind gerade EXODUS, SODOM und DEATH ANGEL zu häufig auf Tour, SUICIDAL ANGELS ja eigentlich auch, halt nur ca. drei Jahrzehnte weniger... Und alle waren sie bereits auf dem HEADBANGER’S OPEN AIR. Aber Wiedersehen macht Freude, zudem erwarten viele das neue SODOM-Line-Up mit Spannung, welches erst einmal in Hamburg zu Gast war (Weltturbojugendtage, wir berichteten). Rüdiger Naffin, der olle Autogrammjäger, öffnet die Türen seines Naffinmobils und wir donnern straight nach Hamburg. Let’s thrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrash!

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