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Kategorie: Berichte aus dem Pit
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Veröffentlicht: Sonntag, 26. August 2018 20:33
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Geschrieben von Strecker, Anke, Stefan, Philipp & Vincent
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Zugriffe: 2515
Mittwoch, 01. August
Philipp: Im Underground ist es seit langem Konsens, Wacken geradezu zu verachten. Teilweise ist das sicherlich nachvollziehbar, ich kann es zum Beispiel verstehen, wenn Leute kleinere, familiäre Festivals vorziehen. Viele Vorurteile beziehen sich allerdings auf Punkte, die sich in den letzten Jahren verbessert haben. Ich stelle zum Beispiel fest, dass die Anzahl der „Touristen“, des „Eventpublikums“, deutlich zurückgegangen ist, die Kuttendichte hat sich hingegen deutlich erhöht. Gute Undergroundbands sind in den letzten drei, vier Jahren auch wieder mehr geworden, siehe allein dieses Jahr CLOWNS, ONDT BLOOD, DOOL, NIGHT DEMON, ATTIC, REZET oder TRAITOR. Und es gibt positive Entwicklungen, wusstet ihr zum Beispiel, dass mittlerweile offizielle Food-Sharing-Zelte existieren? Oder ein Awareness-Treffpunkt unter dem Titel „Metalheads against bullying“? Oder die Tatsache, dass die W:O:A-Orga nach dem tragischen Tod Mark Sheltons (R.I.P.!) die vorgesehene Gage für die Band MANILLA ROAD seiner Familie gespendet hat? Nur ein paar Punkte, die unterstreichen, dass sich auch in Wacken etwas tut. Klar, es gibt auch weiterhin neuen Karnevalsbullshit, z.B. das „Wacken Motodrom“, in welchem Motorräder wohl irgendwie anner Wand fahren können, oder ein riesiges Zelt für „E-Gamer“. Unfassbar ist auch immer wieder, was für unterirdische Bands es so gibt. Ganz kann man sich diesen ja nicht entziehen, da man konstant über das gesamte Areal läuft und immer wieder an Bühnen vorbeilatscht, auf denen sich Schrecklichkeiten vollziehen. Mir rollen sich zum Beispiel vor allem bei Plastik-Symphonic-Metal-Kram wie EPICA oder AMARANTHE die Fußnägel hoch (krass auch, dass diesen Bands Tausende von Leuten zujubeln). Aber die generelle Stimmung ist extrem entspannt und positiv, wobei das durchweg gute Wetter noch zusätzlich Wirkung zeigt. Und es gibt einen Riesensack an grandiosen Bands zu sehen, gleich der Mittwoch ist vollgepackt mit fünf Thrash Metalbands unter dem Motto „Wasted Wednesday“. Also ab dafür, let’s get wasted:

Bericht von Strecker, Anke, Stefan, Philipp & Vincent, Fotos von Strecker und Toni B. Gunner - https://mondkringel-photography.de/
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Kategorie: Berichte aus dem Pit
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Veröffentlicht: Donnerstag, 23. August 2018 16:58
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Geschrieben von Doom Fränk
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Zugriffe: 3119
Eben noch haben uns La Dispute in Altona gezeigt, wo der Elefantenbulle überall einen Rüssel hat, schon geht es weiter Richtung Schanze. Der Weg dahin ist im wahrsten Sinne des Wortes ernüchternd – auf der eingeschlagenen Route liegt weder ein Kiosk noch ein Späti. Kurz bevor die Stimmung aber zu kippen droht, erreichen wir dann doch unser Ziel und hier an der Schanze gibt es ja reichlich. Freundliche Menschen vor der Flora erkundigen sich sogleich nach unserem Wohlbefinden oder fragen uns, ob wir etwas brauchen. Da fühlt man sich willkommen und wünscht sich, überall würde sich der eine so um den anderen sorgen - sei es am Bahnhof, im Stadion, vor dem Supermarkt oder auch vor der Schule.