FEASTEM-"Fear in concrete"

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Feastem – Fear in concrete

(Scrotum Jus Records)

Oh. Post aus Finnland, das kann ja nur Gutes bedeuten! Und ja, mit „Fear in concrete“ is mir watt ganz besonderes ins Haus geflattert. Die vier Jungs spielen crustigen Grind der ganz brutalen Sorte. Klingt nach Rotten Sound mit dem Gesang von Extreme Noise Terror und ner kleinen Prise Afgrund, was daran liegen könnte das deren Sänger Panu auch beim Aufnehmen anne Knöppe gesessen hat und beim Song „Soul eater“ mitbrüllen durfte. Die Lyrics behandeln den wohlverdienten Untergang des Menschen und andere negative Aspekte des Lebens. Trotz der immens hohen Geschwindigkeit der Songs gibt’s ein paar Ohrwurmgaranten wie „Zombie Armageddon“, „Torso Party“ und meinen Lieblingssong „Worthless“ (Your live is worthless, cause your worthless).

Mit einer Laufzeit von 24 Minuten - also ca. 1 Minute und 20 Sekunden pro Song - ist der Spaß viel zu schnell wieder vorbei. Da bleibt einem nur zu hoffen FEASTEM bald mal live erleben zu dürfen!

8 Punkte

Andy

---Punkte: 8
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THE KNUTS-"Mein Wellensittich Kinski"

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The Knuts – Mein Wellensittich Kinski

(Eigenproduktion)

Ein ganzes Jahrzehnt bolzen sich THE KNUTS schon durch deutsche Death/Grind Gefilde, wobei die Herren aus Frankfurt anner Oder mit „Mein Wellensittich Kinski“ schon ihre vierte Platte abliefern. Musikalisch irgendwo zwischen Kataklysm und A.O.K., textlich aber noch unterm Niveau der letzteren. Zu hören gibt’s 15 Songs übers Koten und 3 Coverversionen von denen „Under Jolly Roger“ (Running Wild) und „Fox on the run“ (The Sweet) echt hörenswert sind. Zwischen den Songs bekommt man noch kleine Einspieler aus irgendwelchen B-Movies geboten, in denen munter übers Koten und Sex mit Leichen geredet wird. Die CD kommt im schicken Digipack und an der Produktion gibt’s auch nix zu meckern. Also, wem die Texte von A.O.K. und den Excrementory Grindfuckers zu hoch sind oder wer auf Bands steht, die übers Koten singen, is hier richtig. Alle anderen sollten sich besser fernhalten. Positiv sollte noch angemerkt  werden, dass sich die Jungs wenigstens nich so ernst nehmen wie so manche Gore/Porn Grind Band.

 

2 Punkte

Review by: Andy

---Punkte: 2
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AGATHOMAIDON-"Phoenix"

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Agathodaimon – Phoenix

(Massacre) 

„This Promotion CD is Property of Massacre Records“…Ja, dann behalt den Scheiß doch. Zirka alle zwei Minuten muss man sich den Mist auf der Promo anhören und ja, ich weiß, dass es mittlerweile bei vielen Labels normal ist, dem geneigtem Fanzineschreiber mit so‘m Kack auf die Eier zu gehen, das ist für mich aber noch lange kein Grund, sich das gefallen zu lassen. Also schlag ich jetzt zurück und werde in diesem Review genau das gleiche machen: 

Warte, gleich sind zwei Minuten vorbei, oh, da kommt’s...“Dieses Review hab ich geschrieben, wer dat klaut, ist doof und muss mir ‘ne Sojasahnetorte backen“... Nervig, oder?   

Naja, zur Platte: AGATHODAIMON geben nach fünf Jahren und dem einen oder anderen Besetzungswechsel wieder ein Lebenszeichen von sich und beglücken uns mit ihrem neuen Album „Phoenix“. Vom Kitschblackmetal der Anfangszeit und dem Ausflug in progressive Gefilde hat man abgeschworen und behauptet jetzt Dark Metal zu machen ...“Dieses Review hab ich geschrieben, wer dat klaut, ist doof und muss mir ‘ne Sojasahnetorte backen“...Klingt nach ‘ner Mischung aus Goth’n’Roll und Melodic Death. Durch die langen Spielzeiten soll wohl Stimmung aufgebaut werden, ob‘s klappt, kann ich nicht sagen, denn da war ja was...“Dieses Review hab ich geschrieben, wer dat klaut, ist doof und muss mir ‘ne Sojasahnetorte backen“... Egal, der Gesang wechselt zwischen ganz dezentem Blackmetalkreischen (als ob Dimmu Borgir dich zum Kuschelsex überreden wollen), zartem Grunzen und Geträller, das Rob Halford zu schwul wäre. Die Keyboardsounds klingen ein wenig billig, so wie bei Antitainment, halten sich dafür aber auch meistens im Hintergrund. ...“Dieses Review hab ich geschrieben, wer dat klaut, ist doof und muss mir ‘ne Sojasahnetorte backen“...Was man der Band aber lassen muss, ist, dass jeder Song anders klingt und  mit frischen Ideen daherkommt.

Für Genrefans bestimmt einen Blick wert, solange sie nicht die Promo erwischen. ...“Dieses Review hab ich geschrieben, wer dat klaut, ist doof und muss mir ‘ne Sojasahnetorte backen“... 

Andy 

5 Punkte
---Punkte: 5
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THOSE TWENTYTWO COLTSUCKERS-„Black Forest Romance

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THOSE TWENTYTWO COLTSUCKERS – „Black Forest Romance“

(CD, Eigenproduktion)


Es ist nicht einfach, diese Kritik zu schreiben, nachdem Sänger Max “Vadder” Kamradek im Januar dieses Jahres tragischerweise verstorben ist. R.I.P.

Wie mir Schlagzeuger Staiber in mehreren Telefonaten mitteilte, war es für die Band ein Trost, wenigstens dieses Album gemeinsam fertiggestellt zu haben.

Ich kann ihn da gut nachvollziehen, denn „Black Forest Romance“ ist wirklich ein Monster, dessen Relevanz in seiner Eigenständigkeit liegt. Wie souverän die Band hier Stonereinflüsse, Hardcore und räudig-melodiösen Gesang verbindet, war auf dem Debut „Greatest Hits“ noch nicht zu erahnen. Vadder klingt generell ein wenig wie Rob Zombie, röhrt seine Texte brachial heraus. In der Musik entdecke ich wirklich bei jedem Hören neue Einflüsse, da sind der Groove von PANTERA, schwere Riffs im BLACK SABBATH-Stil, der Dreck von MOTÖRHEAD und der Spirit von DOWN.

Während „Power“ aggressiv und schnell nach vorne donnert, enthält „Inhaling The Tons Of The End“ geniale Lavapassagen, die den Stilbegriff „Streetdoom“ mehr als rechtfertigen. Aber auch meine Favoriten auf dieser Platte haben sich in den letzten Wochen immer wieder geändert, herausragend sind neben den genannten Songs für mich z.B. auch „God Attacks“ (der Gesang klingt hier unfasslich düster, der Grundriff erinnert an KYUSS, völlig kranke Hammondorgel), „Marsh Marigold“ (zackig und relativ eingängig) und „Give Some Piss“ (völlig gnadenloser Groove, Vadder schreit anklagend „Give some piss to the world“).


Inhaltlich ist Vadder nicht einfach zu fassen, was ich reizvoll finde. Drogen, das Ablehnen von Autoritäten, Einsamkeit, Religion… - Themen, die mehr oder weniger ironisch, bisweilen auch zynisch („All is paralysed with fear – so I / Bow our heads – God attacks“) behandelt werden.


Glücklicherweise ist es der Band und den Typen vom Gun Club Studio gelungen, einen Klang zu zimmern, der hervorragend passt – heavy, knarzig und druckvoll. Dazu das stilvolle Artwork, welches auf 14 Seiten im Leporello-Booklet Fotos vom Schwarzwald und Pforzheim (?) präsentiert.


Übrigens findet ein Abschiedskonz der COLTSUCKERS mit verschiedenen Gastsängern auf der „Wappen von Schleswig“ statt, am 22.08.09 wird über die Schlei geschippert.


www.myspace.com/coltsuckers


Philipp / volle Punktzahl


---Punkte: 10

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ARE YOU GOD-"O Ep Espelho de Carne"

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Are you god? - O Ep Espelho de Carne

(2+2=5 records) 

„O Ep Espelho de Carne“ heißt das 2002 erschienene Demo der Band ARE YOU GOD?, die mittlerweile vielen durch die Split mit den Japanischen Kampfhörspielen bekannt sein dürfte. Die drei Herren aus Brasilien spielen oldschooligen Grind a la Nasum ohne Gefrickel oder technischen Schnickschnack. Zwischen den vier Songs werden kleine Samples aus einem brasilianischen Film eingestreut, was mir allerdings nichts bringt, da ich der portugiesischen Sprache leider nicht mächtig bin. Die Texte hingegen wechseln zwischen Englisch und Portugiesisch. Gesungen wird über soziale Missstände und anscheinend haben die JaKas auch ein paar Textzeilen beigesteuert. Die CD kommt in einem total schicken Slipcase, das aus ganz rauer Pappe besteht (ein Erlebnis für die dreckigen Finger). Die Lyrics kann man auf einem Blatt Butterbrotpapier nachlesen, auch schick! Jedem, der auf einfachen angepunkten Grind steht, sehr zu empfehlen . 

Andy 

7 Punkte

---Punkte: 7
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