MORBID, PROTECTOR, NORKH / 04.12.2025 – Hamburg, Hafenklang

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Ich hatte in den letzten Jahren mehrfach den Fall, ein wegen Krankheit frei gewordenes Ticket vor dem Club nicht loswerden zu können. Egal, ob die Konzerte in größeren oder kleineren Läden stattfanden, ob sie ausverkauft oder kaum besucht waren, einfach jede:r, der/die kam, hatte bereits eine Karte. Daher poste ich heute schon mal auf der Hinfahrt zum Knüllerkonzi den Flyer mit der entsprechenden Info. Und siehe da: Das Biest geht sofort über den virtuellen Tresen! Nach wenigen Minuten kommen sogar weitere Anfragen rein. Eine Freundin fragt, ob ich ihr nicht an der AK noch eine Karte kaufen könne. Ich bin zu dem Zeitpunkt zwar noch im Zug, verspreche aber, das zu probieren. Tatsächlich gibt es noch exakt 17 Karten, als ich ankomme. Auch irgendwie skurril: Da habe ich gerade ein Ticket verkauft, nur um wenig später ein weiteres zu kaufen…Ich bin gespannt, ob die beiden Käufer:innen dann auch kommen, aber natürlich ist das der Fall und so haben gleich drei Leute etwas von der Aktion, denn mit dem letzten Ticket kann ich gleich eine Rückfahrt in der Karre einbongen. Blöd nur für die erkrankte MJ, zum Glück kann mittlerweile langsam von einer Rekonvaleszenz gesprochen werden. Okay, Helm auf, erste Reihe und aaaaab!

 

MORBID

Bilder von Bianca Bocatius und Anonymus.

Bewertung: 5 / 5

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MOTHER TONGUE, WEREWOLF ETIQUETTE / 26.11.2025 – Hamburg, Knust

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Ich weiß ja nicht, worüber ihr zu Hause so redet, aber ich schnacke gerne über musikalische Themen und Fragen. Zum Beispiel darüber, welche die beste Platte von IRON MAIDEN ist. Nächte lassen sich aber auch füllen, wenn man über Konzerte spricht, die besonders gut im Gedächtnis geblieben sind. MJ verweist da gerne auf ein Konzert von MOTHER TONGUE, die sie vor ziemlich genau 21 Jahren im hochschwangeren Zustand gesehen habe. Über den Zeitraum sei sie sich ausnahmsweise recht sicher, denn so alt sei ihre Tochter jetzt. (Verrückter Side Fact: Da war DreMu erst ein Jahr alt!) Ich hatte von der Existenz der Band noch nie Notiz genommen, aber 2020 kam eine Wiederveröffentlichung des Debuts (ursprünglich 1994 erschienen) über Noisolution und da schritt ich aus Neugier doch einfach mal zur Ernte. Geile Scheibe zwischen Blues, Stoner, Alternative Rock und etwas (für mich) Unbestimmbaren! Wenig später sollten MOTHER TONGUE dann sogar auf Tour kommen, wir hatten Tickets für den uns damals unbekannten Nochtspeicher. Nun, diese Tour fiel wegen der Pandemie aus, der Nochtspeicher haben wir bis jetzt immer noch nicht betreten. Aber nun kehrt die Band wirklich zurück, es sind die ersten Konzerte in Deutschland seit fast zehn Jahren.

 

MOTHER TONGUE

Bilder von MJ.

Bewertung: 5 / 5

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THEATRE OF HATE, KADEADKAS / 01.11.2025 – Mexico Stadt, Viva La Muerte Fest, Foro San Rafael (Part 2)

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Theatre of Hate dem geneigten Leser dieser stets zu unnötig langen Konzertreviews neigenden Punk und Metal Schmonzette vorzustellen, ist schlicht und einfach überflüssig. Wer kennt Theatre of Hate nicht?!? Anfang der 80 Jahre hat sich die britische Post-Punk Band mit nur einem Album und einer Handvoll Singles einen legendären Ruf zementiert. Danach wechselte Sänger, Gitarrist, Haupt-Songwriter und Mastermind Kirk Brandon bekannterweise zu Spear of Destiny. Deren größter Hit Never take me alive sollte aber nun wirklich jedem geläufig sein, der seine Platten nicht ausschließlich bei Obi bestellt. Um so größer war meine Begeisterung, als ich sah, dass Theatre of Hate genau dann in Mexico City ein Konzert geben, wenn ich zufälligerweise auch gerade in der 10-Millionen Metropole bin. Teil 1 von diesem Fest(ival)bericht ist hier irgendwo schon zu finden und da Kadeadkas bereits auf die Bühne stehen, schnell hin da!

 

THEATRE OF HATE

Bewertung: 5 / 5

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IGNITE, PARK+RIOT / 22.11.2025 – Kiel, Schaubude (im Hinterhof)

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Eine Traube von Menschen, die sich euphorisch zum über ihre Köpfe hingestreckten Mikro drängt, durchgeschwitzte Körper, die sich aneinanderdrängen, ein dampfender Club, nur strahlende Gesichter – es gab während der Pandemie Befürchtungen, dass derartige Momente nie wiederkommen könnten. Zum Glück ist diese kleine Parallelwelt wieder oder immer noch möglich! IGNITE in der Schaubude, was für ein Knaller! Und demnächst geht es mit Booking-Bomben wie HEXENBRETT, DESERTED FEAR oder WYTCH HAZEL weiter, auch wenn diese zum Teil in der Räucherei spielen, für die das Budenteam ja auch mitbucht. Anyway, IGNITE bedeuten vielen Leuten eine ganze Menge und mit ihrem neuen Sänger Eli Santana haben sie sich gewissermaßen neu erfunden, touren unermüdlich (siehe Lübeck-Bericht 2024) und liefern einfach immer. Es war also zu erwarten, dass es ausverkauft sein wird heute. Ich höre später von 350 Leuten (erlaubt wären von offizieller Seite 400, was die Budencrew aber wohl keinem zumuten möchte). Ob man im hinteren Drittel viel vom Konzert hat? Ich weiß es nicht, begebe ich mich doch schon zu PARK+RIOT in die erste Reihe und verlasse diese nur noch zum Pullern und Bierholen.

 

IGNITE

Bilder von MJ.

Bewertung: 5 / 5

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SACRED STEEL, PORTRAIT, MANTA / 21.11.2025 – Hamburg, Bambi Galore

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Bereits seit (fast) 30 Jahren feiern SACRED STEEL die SUPREMACY OF STEEL, da ist es nur recht und billig, jetzt eine Tour so zu benennen. Torsten und ich waren von Anfang an auf der Reise von SACRED STEEL dabei, als Referendar inne 90er hab ich mal im Rahmen einer Projektwoche mit Schüler:innen eine Art Umfrage erstellt, in der die Befragten sich zu Subkulturen wie Heavy Metal, Punk, Oi! und so weiter äußern sollten (das Projekt hieß „ROCK“, im Grunde geht’s nicht besser, oder?). Das den Metal sinnbildlich darstellende Foto zeigte natürlich SACRED STEEL und ich weiß noch, dass einige der befragten Bürger Gerrit und seine nietenbewehrten Mannen mit Worten wie „also, die sehen doch ganz sympathisch aus“ kommentierten. 1998 spielten meine damalige Band WALLCRAWLER übrigens auch mal zusammen mit SACRED STEEL im Marx, das war tatsächlich ihre erste Show in Hamburg. Für mich sind SACRED STEEL eine der besten deutschen Metalbands, sie haben unzählige Hymnen mit Killermelodien geschrieben und bleiben konstant geil. Zwischen Platten, Konzerten, Touren etc. gab es immer mal längere Päuschen, aber letztlich zählt die Beständigkeit und mit „Ritual Supremacy“ haben SACRED STEEL bereits das zehnte Album am Start, was dann doch wieder ein sehr guter Schnitt ist. Ich hab richtig Bock auf das Ding heute, zumal auch noch PORTRAIT dabei sind, die zu meinen Lieblingsbands der „neuen“ Generation zählen. 2005 lernten wir sie als picklige Teenager (die, nicht wir) auf dem KEEP IT TRUE-Parkplatz kennen und nun sind es auch schon gestandene Recken, das ist doch verrückt. Mit MANTA ist dann auch eine blutjunge Truppe dabei, auf die ich gespannt bin, da man die Typen ständig auf Konzerten in der ersten Reihe bangen sieht. Genug Intro-Gefasel, ab in den Pit!

 

SACRED STEEL

Bilder von MJ.

Bewertung: 5 / 5

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