ALIAS CAYLON, NOWAR, BITTTER / 30.01.2026 – Kiel, Schaubude

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Sehr schönes Line-Up heute Abend! Ich hätte mir jede der drei Bands auch einzeln angeguckt. Auf BITTTER (nur echt mit drei „t“) hatte ich schon lange Bock, aber irgendwie sind sie mir bisher immer durch die Lappen gegangen. NOWAR habe ich zwar erst vor einem halben Jahr in der T-Stube genossen, aber das war so gut, dass ich auch schon wieder Lust hab. Und ALIAS CAYLON feiern den zwanzigjährigen Geburtstag ihres Debuts „Resorbing Everything“, das zu diesem Anlass kürzlich erstmals auf Vinyl veröffentlicht wurde! Für mich ist diese Platte Kult und eng mit der Geschichte von VLADIMIR HARKONNEN verbunden, da sie vom damaligen Vladi-Gitarristen Nils aufgenommen wurde. Außerdem hat Fin Wiese (g) die erste VRHN-Homepage ins Netz geschossen und u.a. auch die Idee der Vladi-Tagebücher gehabt. ALIAS CAYLON sind ja live immer super – es finden sich unzählige Konzertberichte in der Dremu-Datenbank, aber das letzte ist schon fast acht Jahre alt (ENZO 2018).  

 

ALIAS CAYLON

Fotos von MJ.

Bewertung: 5 / 5

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(BLUT+EISEN, ANTIKÖRPER, DIE AUGEN, C3I,) MAHLER/FONDERMANN & THE BEASTS, YACØPSÆ, ZUSY JONES, ÖSTRO 430 / 29.01.2026 – Hamburg, Hafenklang – A Tribute to Witte (Teil 1)

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Wer war Witte? Wem gebührt der Tribut an diesem Abend? Weshalb hat sich heute so eine illustre Schar von Bands im Hafenklang versammelt? Dazu später mehr, sofern der geneigte Leser genau dieses nicht ohnehin schon weiß. Genug der Worte, bei der Anzahl der Bands muss die Einleitung etwas kürzer als üblich ausfallen, da ansonsten der Bericht zu lang wird und ab Zeile 92 liest laut einer Umfrage eh keiner mehr – das wäre ja schade.

 

MAHLER/FONDERMANN

Bewertung: 5 / 5

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ANNA VON HAUSSWOLFF, HINAKO OMORI / 21.01.2026 - Hamburg, Knust

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(22/01: ANNA Michaela Ebba Electra VON HAUSSWOLFF hat gestern dem ausverkauften Hamburger Knust ein donnerndes Konzert gegeben, an das ich noch lang nach diesem Morgen, mit weniger als 3 Stunden Schlaf in den Knochen und der Aussicht auf einen langen Arbeitstag, zurückdenken werde. Schön, dass ich sie endlich einmal erlebt habe! Mein Kopf ist voller Bilder und die Urgewalt des Sounds, den die Künstlerin und ihre Band zwischen die Wände schickten, hat in mir ein ganzkörperliches Summen hinterlassen, das mich wenigstens durch den Vormittag tragen wird. Aber der Reihe nach:)
 
 

THE BABOON SHOW, THE MEFFS / 28.01.2026 – Kiel, Pumpe

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Wenige international tourende Bands kommen derart häufig nach Kiel wie THE BABOON SHOW. Woran das liegen mag? Vielleicht mögen sie Kiel einfach gern, was vollständig nachvollziehbar wäre. Oder aber sie touren so häufig und flächendeckend, dass es schlicht eine mathematische Konsequenz ist und sie irgendwann hier wieder aufschlagen müssen. Fakt ist, dass sie bereits in der Alten Meierei, der Pumpe, dem Campus Festival, auf dem Wilwarin und nun abermals in der Pumpe zocken, wir berichteten zudem bereits von BABOON SHOWS in Flensburg, Lübeck, Ruhrpott Rodeo und Wacken. Der Wacken-Gig zeigte mir, dass THE BABOON SHOW auch auf sehr großen Bühnen überzeugen. Und ich muss sagen, dass ich es sogar gut fände, wenn die Band noch populärer würde. Klingt komisch? Ich gebe zu, dass ich auch schon Bands aus dem Fokus verloren habe, wenn sie „zu groß“, „zu mainstreamig“ oder einfach zu langweilig und vorhersehbar wurden. Aber im Fall der Schwed:innen ist das bisher nicht so, die bleiben aufregend und ich freue mich auf jedes ihrer Konzerte. Besser THE BABOON SHOW auf den Hauptbühnen oder Stadien dieser Welt als diese ganze Plastikscheiße wie SABATON, POWERWOLF und so! I WANNA ROCK!  

 

THE BABOON SHOW

Bilder von MJ und Rüdiger Naffin.

Bewertung: 5 / 5

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FAETOOTH, COLTAINE, ELLEREVE / 23.01.2026 – Hamburg, Hafenklang

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Ungewohntes Bild: Wir besuchen ein Doom-Metal-Konzert im Hafenklang, also eigentlich ein vertrautes Genre in einem der Läden, den man wie das Bambi oder die Schaubude gern als „zweites Zuhause“ bezeichnet, treffen aber gleichzeitig kaum eine:n Bekannte:n. Wenn ich die Veranstalter nicht mitzähle, komme ich auf gerade drei vertraute Gesichter und eines davon gehört einem Maler, der letzte Woche in meiner Schule Streicharbeiten vollzogen hat. Es ist ausverkauft, aber die üblichen Doomheads sind nicht zugegen. Ein paar Kuttenträger sind natürlich dabei, das Gros der Leute kommt aber aus Kreisen, die ich nicht wirklich zuzuordnen vermag. Viele junge Leute gibt es auf klassischen Metalkonzerten auch, aber auch die Gesichter kennt man ja mittlerweile und sie sind nicht hier. Uns fällt im Verlauf des Abends auf, dass jede der drei Bands Fans gezogen hat und dass ungewöhnlich viele unterschiedliche Sprachen im Publikum gesprochen werden – Englisch, Spanisch, Ukrainisch/Russisch… Wie und woher FAETOOTH, COLTAINE und ELLEREVE eine Hörerschaft generiert haben, die immerhin die meisten Clubs auf der laufenden Tour ausverkauft, weiß ich nicht. In meiner Bubble kennen die wenigsten diese Bands, ich eigentlich auch nur über einen FAETOOTH-Konzertbericht auf DreMu (Berlin 2025 von Doom Fränk), erst seit wenigen Wochen bin ich zudem eher zufällig in den Besitz des „Labyrinthine“-Albums gekommen. Ob sich am Auftreten der Bands zeigen wird, warum das Publikum heute so „anders“ ist? Here we go!  

 

FAETOOTH

Bilder von MJ und Doom Fränk.

Bewertung: 5 / 5

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