FAETOOTH, COLTAINE, ELLEREVE / 23.01.2026 – Hamburg, Hafenklang

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Ungewohntes Bild: Wir besuchen ein Doom-Metal-Konzert im Hafenklang, also eigentlich ein vertrautes Genre in einem der Läden, den man wie das Bambi oder die Schaubude gern als „zweites Zuhause“ bezeichnet, treffen aber gleichzeitig kaum eine:n Bekannte:n. Wenn ich die Veranstalter nicht mitzähle, komme ich auf gerade drei vertraute Gesichter und eines davon gehört einem Maler, der letzte Woche in meiner Schule Streicharbeiten vollzogen hat. Es ist ausverkauft, aber die üblichen Doomheads sind nicht zugegen. Ein paar Kuttenträger sind natürlich dabei, das Gros der Leute kommt aber aus Kreisen, die ich nicht wirklich zuzuordnen vermag. Viele junge Leute gibt es auf klassischen Metalkonzerten auch, aber auch die Gesichter kennt man ja mittlerweile und sie sind nicht hier. Uns fällt im Verlauf des Abends auf, dass jede der drei Bands Fans gezogen hat und dass ungewöhnlich viele unterschiedliche Sprachen im Publikum gesprochen werden – Englisch, Spanisch, Ukrainisch/Russisch… Wie und woher FAETOOTH, COLTAINE und ELLEREVE eine Hörerschaft generiert haben, die immerhin die meisten Clubs auf der laufenden Tour ausverkauft, weiß ich nicht. In meiner Bubble kennen die wenigsten diese Bands, ich eigentlich auch nur über einen FAETOOTH-Konzertbericht auf DreMu (Berlin 2025 von Doom Fränk), erst seit wenigen Wochen bin ich zudem eher zufällig in den Besitz des „Labyrinthine“-Albums gekommen. Ob sich am Auftreten der Bands zeigen wird, warum das Publikum heute so „anders“ ist? Here we go!  

 

FAETOOTH

Bilder von MJ und Doom Fränk.

Bewertung: 5 / 5

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THE HAERMORRHOIDS, TEENAGE BOTTLEROCKET / 23.01.2026 - Hamburg, Molotow

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Wenn die Sonne nicht zu einem kommt, muss man halt dafür sorgen, dass man selbst dorthin gelangt. Wenn es nicht wortwörtlich geht, isses auch ok, sich diese im Kopf (genauer: Gehör) herzubeamen. Das war mein Plan für den gestrigen (wirklich tollen) Konzertabend im HHer Molotow.  Was war das bitte für ein Wetter die Tage zuvor? Auch wenn man mit der „DasGlasisthalbvoll-Attitüde“ durch’s Leben rennt, war es trotz dessen schwer, dem etwas Schönes abzugewinnen (immerhin hat es nicht sonderlich geregnet, könnte man einwerfen). Grauer ging es einfach nicht… und die Kälte hat einem wirklich etwas abgerungen. Ich war froh, meine Zehen und Finger noch halbwegs zu spüren, als ich am Eventort angelangte.

 

TEENAGE BOTTLEROCKET

 

Bewertung: 5 / 5

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BRATMOBILE, (TIGER TRAP) / 23.08.2025 – South Sound Block Party, Port of Olympia, WA (Day 2 - Part 3)

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Teilweise wird in dieser Speed Metal und Punk Rock Schmonzette ohne jeglicher Gewissensbisse etwas inflationär mit Superlativen umgegangen. Alles ist mega und super; der Auftritt - über den es zu berichten gilt – jeweils der geilste ever und auffällig oft rockt gerade bei genau jenem Konzert der anwesende Pöbel vor der Bühne am steilsten. Das alles verwässert und hebt die wahrlich grandiosen Performances nicht weit genug aus der dumpfen Masse heraus. Hier muss jetzt mal ein Schlussstrich gezogen und die rote Linie für alle erkennbar gemacht werden. Ich bezeuge also, dies ist das beste Konzert, das ich bisher jemals gesehen habe und alles ist so geschehen, wie es hier geschrieben steht. Amen.

 

BRATMOBILE

Bewertung: 5 / 5

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DIRKSCHNEIDER, EVIL INVADERS / 15.01.2026 – Kiel, Pumpe

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Was geht in Kiel? In letzter Zeit befriedigend viel. Kürzlich MANTAR (Pumpe), IGNITE (Bude), HEXENBRETT/KARLOFF (Bude), DORO/HOLY MOTHER (Max), heute DIRKSCHNEIDER in der Pumpe und demnächst BABOON SHOW (Pumpe), SPIDERGAWD (Pumpe) und BLOOD INCANTATION (Max), NAZARETH (Räucherei) oder WYTCH HAZEL/PHANTOM SPELL (Räucherei), um nur ein paar der bekannteren Bands zu nennen. Auf jeden Fall nehme ich das als positive Entwicklung wahr, zumal die genannten Konzerte, die schon stattgefunden haben, sehr gut angenommen wurden. Und auch heute heißt es: Ausverkauft! Schön, dass U.D.O. mit seinem ACCEPT-Programm unter dem DIRKSCHNEIDER-Banner weiterhin auf derart viel Interesse stößt. Ist ja auch immer super.

 

DIRKSCHNEIDER

Bilder von MJ, Fiona und Philipp.

Bewertung: 5 / 5

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HEXENBRETT, KARLOFF / 08.01.2026 – Kiel, Schaubude (im Hinterhof)

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Österreicher, Schweizer oder Italienerinnen? Frauen oder Männer? Black Metal oder Giallo-Soundtrack? Bei HEXENBRETT scheint alles unklar, mit Rock-Standards der Identifikation des Publikums mit den Musikern oder einer klaren, festen Besetzung wird gebrochen. Angeblich spielen die kreativen Köpfe HEXENBRETTs, welche die Platten aufnehmen, live gar nicht selbst in der Band. Die starren Masken verhindern selbst beim Konzertbesuch jegliche Aufklärung, zumal man in den Artworks der Alben auch nur schemenhafte Umrisse erkennt. Legenden und Mysterien erhöhen den Reiz, zumal eines dann doch glasklar ist: Die Musik ist mal richtig originell! Wenn HEXENBRETT Black Metal mit 70er Hardrock und Horrorfilmscore verbinden, bleibt kein Auge trocken. Dazu kommen auch noch KARLOFF, ebenfalls eine Dying-Victims-Band, die bereits mehrere Paukenschläge ertönen lassen hat (höre: vor allem bisher die „Raw Nights“-EP sowie das Debutalbum „The Appearing).

 

HEXENBRETT

Bilder von MJ.

Bewertung: 5 / 5

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