ASH RETURN – „Defy And Conquer“ (LP/CD, Surrender Denied Records)
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- Kategorie: Tonträger Reviews
- Veröffentlicht: Mittwoch, 16. September 2026 14:42
- Geschrieben von Philipp Wolter
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Das ASH RETURN-Debut “The Sharp Blade Of Integrity” hat ja recht große Wellen geschlagen und mit seiner Mischung aus Hardcore und Heavy Metal viele Freund:innen gefunden. Swordcore, Leute! Ein herausragendes Lob kam zum Beispiel von Christian Kind (PLATTENKISTE), der eine Aufstellung seiner Lieblingsalben von 1970 bis 2022 postete (also das jeweilige Top-Album des Jahres), in dem für 2022 das ASH-RETURN-Debut stand – in einer Liste mit BLACK SABBATH, DEEP PURPLE und SLAYER!
Nach der Trennung vom damaligen Sänger Johnny musste man sich ein neues Goldkehlchen suchen und wurde in Hirschi (BARIBAL) fündig. Das zweite Langeisen wurde wieder bei Jörg Uken im Soundlodge aufgenommen, was natürlich schon mal einen perfekten und authentischen Sound garantiert.
Hirschi rückt ASH RETURN wieder etwas mehr in die melodiöse Hardcore/Punk-Ecke. Insgesamt löst das Album bei mir eher Assoziationen zu IGNITE aus als zu der oben beschriebenen Mischung. Johnny klang mehr nach klassischem Heavy Metal, während Hirschi zwar auch sehr melodiös singt, aber eben eher im Sinne von Kevin Seconds, Zoli etc. Jetzt könnte man denken, dass die Platte deshalb weniger originell als das Debut klingt, aber mir gefällt sie sogar noch besser! Ich habe sie jetzt schon häufiger aufgelegt. Die MAIDEN-artigen Doppel-Leads von Kniffel sind natürlich weiterhin präsent, gleichzeitig klingt „Defy And Conquer“ rauer. Songs wie „Fly The Flag“, „Everyday“ oder „Shine On“ besitzen diese unbändige Energie, drängen nach vorn und vermitteln eine positive Attitüde. Gerrit lässt da gerne mal die Bassdrum knattern, wenn die Songs oder Parts es verlangen. Dazu gesellen sich Gangshouts, die Bilder von eskalierenden Pits vor dem geistigen Auge entstehen lassen. Ich weiß nicht, ob das jede:r nachvollziehen, aber ab und zu muss ich beim Hören auch an ursprünglichen Speed Metal denken. „Recall The Days“ knattert jedenfalls auf eine Art rein, die ich seit CRUMBSUCKERS oder einigen AGNOSTIC-FRONT-Songs nicht mehr gehört habe. Wer ASH RETURN live sieht, kann gut verfolgen, wie Kniffel die großen Melodien raushaut und Feuerkralle Outso für permanenten HC/Punk-Alarm sorgt. Auf der Platte wird das in elf Tracks verbunden, die nicht zu einer Sekunde langweilig werden. Die halbe Stunde macht derart viel Laune, dass du gleich wieder umdrehen willst.
Textlich fallen diverse Themen auf, die tiefer gehen und durchaus aufwühlen, so verarbeitet Tank den Tod von Bauke De Groot (u.a. HATE SQUAD oder das Label VIOLENT CREEK) in „On The Other Side“. Fuck Cancer!
Also unbedingt anhören und abernten, wenn ihr Bock auf IGNITE, 7 SECONDS und generell PMA-Hardcore habt! Es handelt sich ausdrücklich nicht um Metalcore.
