50 Jahre TON STEINE SCHERBEN / 16.10.2021 - Kiel, hansa48

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Der Kampf ist nicht vorbei 

Kai & Funky von Ton Steine Scherben mit Gymmick und Gästen feiern 50 Jahre Scherben in der hansa48 am 16. Oktober 2021

 

„The Times They Are a-Changin'...“ 

Mit diesem Meilenstein von einem Protest-Songtitel Bob Dylans beginnt mein Konzertbericht hier auf Dremu zur CD-Releaseparty des Waldgeist Kartells vom 09. Oktober 2021. 

Darin äußere ich mich dahingehend, dass das Waldgeist Kartell wie ein kleines gallischen Dorf inmitten der Legionen von Ina Müllers und Lena Lala-Love-o-Love Landruths im Jahr 2021 heldenhaft und auf ausgesprochen hohem Niveau die Fahne des deutschsprachigen Protestsongs hoch hält, sie in die Tonlage der Jetztzeit transponiert und somit unweigerlich in der Tradition DER Band steht, die wie keine andere als Keimzelle der deutschsprachigen Protestmusik im Westdeutschland der Nachkriegszeit betrachtet werden muss: 

Ton Steine Scherben!

 

Mit ihrem Agitrock nahm die aus der 68er Bewegung hervorgegangene Westberliner Band um die Gründungsmitglieder  R.P.S. Lanrue (Gitarre), Rio Reiser (Gesang), Kai Sichtermann (Bass) und Wolfgang Seidel (Schlagzeug) innerhalb kürzester Zeit einen gravierenden Einfluss auf die westdeutsche Gesellschaft, der weit über das Musikalische hinausging. 

1969 lag die Gründung der Bundesrepublik gerade mal 20 Jahre zurück. Wir müssen uns klar machen, dass das zehn Jahre weniger sind, als von unserem heutigen Standpunkt aus bis zur Wiedervereinigung. Der zweite Weltkrieg (Made in Germany) war gerade mal seit 24 Jahren vorbei. Die politische Landschaft, Behörden und Verwaltung, Hochschulen und Kliniken, einfach alle Lebensbereiche waren mehr oder weniger durchsetzt mit Altnazis. Und deren Drahtzieher in der Hochfinanz, der Industrie und Wirtschaft hielten nach wie vor fest die Fäden in der Hand. 

West Berlin genoss, umschlossen von der Berliner Mauer, einen Inselstatus, der Freaks, Künstler*innen und Wehrdienstflüchtlinge aus der gesamten Republik anzog. In Gerhard Seyfrieds Comic „Invasion aus dem Alltag“ von 1981 landen sogar Aliens in Westberlin, weil sie glauben, dass es sich um die Hauptstadt der Erde handeln müsse. Schließlich sei sie als einzige Stadt vollständig von einer Mauer umgeben. 

Und so war auch das Berliner Selbstverständnis. Spätestens seit dem 26.06.1963 als John F. Kennedy: „Ickh böhn ain Böhrrrlinnerrr“, in die Wellen der Rundfünke der Welt radebrechte und den globalen Sonderstatus der eingemauerten Stadt damit bis zum Mauerfall definierte, war Berlin DER heiße Scheiss! 

Ab den späten 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts muss das kreative, das alternative Leben im Westteil der zerschnittenen Ex-Hauptstadt wieder ähnlich gebrodelt haben, wie im ungeteilten Berlin während der „goldenen“ Jahre zwischen den Weltkriegen. 

Ich spätgeborener Babyboomer kenne noch die Hamburger Hafenstraße, und ich habe auch erlebt, welcher Geist auf dem Prenzlauer Berg nach 1990 herrschte. Gegen das Westberlin ab 1968 dürfte das alles ganz schön abstinken. 

Westberlin war ein gesellschaftliches Extrakt. 

Und aus diesem Extrakt heraus entstand Großes. 

Und das erste Große für uns Dremuphyten waren wohl Ton Steine Scherben.

 

Sie waren schon da, bevor Künstler*innen aus aller Welt wie David Bowie, Iggy Pop, Nick Cave, Herman Brood oder auch Nikki Sudden sich die Atmosphäre der geteilten Stadt zunutze machten. 

Sie waren die ersten. 

Und gleich mit ihrem ersten Auftritt schrieben sie Geschichte: 

Im Rahmen des „Love-and-Peace-Festival“ am 6. September 1970 auf  der Ostseeinsel Fehmarn, bei dem Jimi Hendrix den vorletzten Auftritt seines kurzen Lebens und seinen letzten Festivalauftritt hatte, traten sie unter dem Namen Rote Steine auf.  Da die Veranstalter mit den Eintrittsgeldern das Gelände verließen, ohne die Musiker zu bezahlen, soll laut Wikipedia, Rio Reiser das Publikum dazu aufgefordert haben, den Veranstalter „ungespitzt in den Boden zu hauen“. Nach dem dritten Lied, „Macht kaputt, was euch kaputt macht“, zündeten Besucher kurzerhand das Organisationsbüro an. Nach dem fünften Song brannte die Bühne ab. Laut Reiser wurde die Brandstiftung zum Teil der Band zugeschrieben. Der Vorfall jedenfalls steigerte den Bekanntheitsgrad der Band enorm. 

Nicht der schlechteste Start, will ich meinen.

 

Und es ging spektakulär weiter: 

Am 8. Dezember 1971 besetzten Band und Publikum nach einem Auftritt an der  Technischen Universität Berlin einen ungenutzten Gebäudeteil des Kreuzberger Bethanien-Krankenhauses. Da vier Tage vorher der militante Anarchist Georg von Rauch nach einem Schusswechsel mit der Polizei gestorben war, benannten die Besetzer das Wohnheim in Georg-von-Rauch-Haus um. 

Das Bethanien wurde erst am 19. April 1972 von der Polizei geräumt. Aus diesem Anlass schrieb Reiser den „Rauch-Haus-Song“. 

Die Hausbesetzer*innenszene wuchs in den nächsten zehn Jahren bundesweit rasant an, erreichte 1980/81 auch unser beschauliches Kiel und dort schließlich die alte Schultheiss Brauerei in der Hansastraße 48. Diese wurde 1981 erfolgreich besetzt und schon 1982 zu Eigentum umgewandelt, sprich gekauft. 

Von Anfang an war die hansa48 ein Kommunikationszentrum und ist dies bis heute.

Könnt Ihr Euch eine bessere Location für einen Auftritt von Ton Steine Scherben vorstellen? Ich nicht.

 

„Ton Steine Scherben? Die gibt’s doch nicht mehr“, höre ich so manche*n unterbewäscht vor dem Rechner hockend dazwischen blubbern. 

Stimmt! 

1985 lösten sich TSS nach fünf musikalisch und thematisch durchaus unterschiedlichen Studioalben auf, und Rio Reiser begann seine Solokarriere, was ihm, ähnlich wie Stefan Remmler bei dessen Soloeskapaden, manche Fans krumm nahmen. 

Für viele bedeutete dies eine Zuwendung zum Kommerz, zum Konsum, gar zum Schlager. 

Mich betraf das alles nicht so stark. Ich kannte zwar die Scherben, wusste um die Bedeutung ihres Werks und hatte auch einige der Legenden, die sich um sie rankten, schon gehört, war jetzt aber nie so was wie ein Fan. 

Und tatsächlich besaß ich irgendwie nie einen Tonträger von ihnen. 

Immer wieder mal hatte ich um die Jahrtausendwende herum halbherzig versucht, diese klaffende Kulturlücke zu schließen, scheiterte aber stets an der Tatsache, dass die Preise für Scherben-Alben konstant auf hohem Niveau stagnierten, neu wie gebraucht. 

Damit reiht sich die Band nahtlos bei den Beatles und Kraftwerk ein. Auch von denen hab ich nie was in Richtung „Nice Price“ gefunden. 

Nicht die schlechteste Gesellschaft. 

Nach dem Tod Rio Reisers am 20. August 1996 auf dem mythenumwobenen Hof in Fresenhagen starb auch die Hoffnung auf eine mögliche Wiedervereinigung von Ton Steine Scherben. 

2014 war es seit der Trennung fast drei Jahrzehnte still um die Band geworden, als R.P.S. Lanrue, Kai Sichtermann und Funky K. Götzner mit einer umfangreichen Truppe von Mitmusiker*innen auf Tournee gingen. 

Einer der Gastsänger war der Nürnberger Liedermacher Gymmick. 

Und mit genau diesem taten sich Kay und Funky darauf zusammen und touren seit 2015 beständig in dieser Grundbesetzung durch die Lande. 

Und so habe ich sie um 2017/18 herum das erste mal in der guten alten Mutter hansa48 erlebt. 

Es war mein erstes Konzert überhaupt im Zusammenhang mit TSS, und ich war sehr gespannt, wie sich dieses Projekt, besonders in Bezug auf den „anderen“, den „neuen“ Sänger, machen würde. 

Und immer wenn ich Freunden darüber berichtete, wurde ich auch von denen auf genau diese Sängerproblematik angesprochen. Wie Queen ohne Freddy Mercury oder ACDC ohne Bon Scott wurde dieses Thema gehandelt. 

„Das kann doch nichts werden“, war der einhellige Tenor.

 

Was soll ich sagen? 

Der Gymmick, der macht das richtig gut. 

Und ich glaube, das liegt daran, dass er nicht versucht, Rio zu spielen. 

Auf mich machte er schon beim ersten mal einen extrem authentischen Eindruck. 

Stimmfarbe, Tonlage, Zungenschlag, was auch immer... 

...es harmonierte richtig gut mit den alten Songs, die wir außer von Rio auch in diversen Coverversionen nahezu aller namhaften deutschsprachigen Interpret*innen kennen. Und darüber hinaus lief es ebenso gut, wenn Neukompositionen angestimmt wurden, wie sie 2017 auf der Doppel-CD „Radio für Millionen“ unter Mitwirkung fast aller alten Scherben-Mitglieder erschienen sind. 

Und das ist umso bemerkenswerter. 

Ton Steine Scherben sind wieder da! 

Und ja, liebe Hardcorefans: Auch ohne Lanrue an der Gitarre können Scherben richtig Schau machen. Das ist auch nur so ein unzerstörbares Vorurteil aus Borniertland.

 

Und endlich sind wir im Jetzt. 

Und auch im Hier. 

Ich weiß ungefähr, was mich erwartet und düse voller Vorfreude auf meinem Motorrad gen Kiel. Um Sechzehn Punkt Hundert bin ich mit Micha zum Aufbau verabredet. Ich darf ihm heute bei der Tontechnik helfen. Ganz entspannt bereiten wir mit Amrei und Hinnerk von der hansa48 alles Nötige vor. 

Bald schon trifft die Band ein. Kai und Funky sind heiter gestimmt. Begleitet werden sie von Misha Schoeneberg und Roadmanagerin Kidd Viciouz, die beide ebenso gelöst sind. 

Zu ihnen später mehr. 

Nach einem kleinen Begrüßungsplausch beginnt der Bühnenaufbau. Inzwischen ist auch Sänger Gymmick dazu gestoßen, und mit vereinten Kräften ist das gefühlt ein Klacks. Lediglich ein E-Bass, eine Westerngitarre und ein Minimalschlagwerk bestehend aus Cajon, einem uralten Tambourin und einem paar Bongos wollen abgenommen werden. Dazu kommen für manche Stücke noch ein Keyboard und insgesamt fünf Gesangskanäle. 

Und schon beginnt ein launiger und heiterer aber dennoch voll auf das bestmögliche Klangergebnis ausgerichteter Soundcheck, wie ich ihn wirklich noch nie erlebt habe. Das Miteinander und der Umgangston sind unfassbar freundlich. Kein lautes Wort fällt, keine*r hetzt. Jede*r nimmt sich Zeit für die anderen. 

Nun kann man natürlich das alles mit dem Klischee vom Räucherstäbchen fressenden, Patchouli trinkenden Althippie begründen, wenn man möchte. 

Das greift hier nur leider überhaupt nicht. Wir haben es lediglich mit sehr freundlichen Menschen zu tun, die wissen, wie das Leben läuft und ihren Job verstehen. Da kann sich so manche Kieler Dorfband mal 'ne Scheibe von abschneiden. 

Pünktlich zum Einlass um 19:00 Uhr sind jedenfalls alle glücklich und zufrieden und nehmen ersma eine Mahlzeit zu sich. 

Also ich bräuchte jetzt gar kein Konzert mehr, so gut fühl ich mich. 

Um genau zu sein, könnte ich jetzt auch in etwas Bequemeres schlüpfen, mir einen Kamillentee aufgießen und zufrieden auf der Couch liegen. 

Aber wo wir schon mal da sind...

 

Da das Konzert coronabedingt von 2020 auf jetzt verschoben werden musste und weil wegen der Seuche nur ein bestimmtes Kontingent an Karten zur Verfügung stehen durfte, war die Veranstaltung natürlich im Vorfeld schon restlos ausverkauft. 

Vorteil: Niemand schiebt und drängelt. 

Ich nutze die Gunst der Stunde, um meine Lieben zu begrüßen und ein bis drei Schwätzchen zu halten. Von Kidd Viciouz lassen wir uns am Merchstand über das umfangreiche Angebot informieren. 

Neben den obligatorischen Kleidungsstücken, CDs und Vinyl werden hier einige interessante Bücher von den beteiligten Akteuren dieses Abends angeboten. Auch das zeigt deutlich den Sonderstatus, den TSS in der deutschen Musiklandschaft genießen. Klar werfen viele Musiker*innen irgendwann in ihrem Leben auch Biografien auf den Markt. Hier ist das Angebot aber breiter aufgestellt und strahlt heftig in den Bereich „Geschichtsbücher“ aus. 

Wer sich für das Angebot interessiert, findet alles und mehr unter anderem hier:

 

https://www.scherben.net/shop

https://konsum.buschfunk.com/catalogsearch/result/?cat=0&q=ton+steine+scherben

 

Heute kauf ich mir was. 

Aber ersma: 

Rocken! 

Rocken? 

Ja, rocken!

 

Wer bei der Beschreibung der Backline schon den innerlichen Pyjama angezogen, oder angesichts der beiden weiß behaarten, sitzenden, immerhin gut 70 Jahre alten Scherben verstohlen den Standort des nächsten Defibrillators gegoogelt hat, hat sich schwer getäuscht. 

Ein leises Einzählen von Funky, und ohne viel Gelaber schieben die drei Künstler mit „Mein Name ist Mensch“ vom 71er Debutalbum „Warum geht es mir so dreckig“ das erstaunlich junge Publikum aus dem Stand ersma gefühlte drei Meter von der Bühne weg rückwärts durch den für Coronabedingungen ausreichend gut gefüllten Saal. 

IN YOUR FACE! 

Damit hatte wohl niemand gerechnet. 

Sowas hab ich das letzte mal bei Ufomammut in der Meierei erlebt. 

Schlagartig sind alle Anwesenden voll im Fokus und voll auf der Musik. 

Was für ein Auftakt. 

Das zeigt mal wieder, dass Stromgitarren und Schalldruck nichts sind. 

Und Genregrenzen schon mal noch weniger. 

Es geht um die Energie! 

Und um den Inhalt. 

Und vor Inhalt strotzt dieser Song selbstredend. 

Er ist aktueller denn je. 

Homo homini lupus est! 

Auf das genial philosophische „Mein Name ist Mensch“, einer von vielen  Trademarksongs der Scherben, folgt dann das deutlich unbekanntere, die Sehnsucht der Jugend nach zwischenmenschlichen Erlebnissen thematisierende  „Heut Nacht“ vom dritten Album „Wenn die Nacht am tiefsten...“ aus 1975. Und wenn Gymmick das „Heut Nacht“ kehlig ins Mikro raunt, ist das schon eine Gänsehaut wert. 

Er kann's! 

Und er hat es überhaupt nicht nötig, Rio den ersten, Sissi die zweite von und zu Deutschland zu imitieren.

 

TON STEINE SCHERBEN

 Kai, Funky und Gymmick

 

Mit dem krautigen„ Durch die Wüste“ vom selben Album, bauen die drei eine unfassbar hoffnungslose, fühlbar bedrohliche Atmosphäre auf, nur um uns Zuhörer*innen gleich darauf mit dem zuversichtlichen „Land in Sicht“ auch von diesem (dem zweiten) Doppelalbum doch noch wieder vom Selbstmord abzuhalten und zurück ins Leben zu holen. 

Alles wird gut! 

Wechselbad können sie. 

Und Dramaturgie auch, denn der „Arbeitslosen Reggae“, der auf dem 83er Album „Scherben“ unter dem Titel „Mole Hill Rockers“ erstmals auf Tonträger veröffentlicht wurde, macht uns aus musikalischer Sicht wieder richtig gute Laune. Wenn Gymmick mit uns Publikum sehr nasal den dadaistischen Düdü-düdüdü-düdüdü-Part anstimmt, erinnert er mich stimmlich sogar ein wenig an Udo Lindenberg. 

Und weiter geht’s mit der Neukomposition „Am Jenseits“ vom 2017 erschienen Doppelalbum „Radio für Millionen“. Auch diese eingängige Komposition greift sofort und macht uns Lust darauf, auch diesem Album mehr als nur eine Chance zu geben. 

Die Wortbeiträge halten sich in Grenzen. Die Songs sprechen für sich. Den Rest macht die tolle Interpretation.

 

TON STEINE SCHERBEN

Sänger Gymmick hat vom ersten Ton an Kontakt zum Publikum

 

Sänger Gymmick hat von ersten Ton an Kontakt zum Publikum. 

Er lässt deutlich erkennen, dass er sich dem Werk verpflichtet fühlt. 

Dass er es fühlt. 

Dass er eins mit ihm ist. 

Das Publikum spürt, dass dort trotz des Künstlernamens keine Kunstfigur zu ihm spricht. Zweifel an seiner Legitimation kommen gar nicht erst auf.

 

TON STEINE SCHERBEN

Bassist Kai Sichterman genießt sein Heimspiel in Kiel

 

Gelegentlich geben auch Kai und Funky in kurzen historischen Anekdoten Informationen zu einzelnen Songs preis. 

Aber niemand labert hier lang rum, wie es in der durchpopulitisierten Schweinepunk-Szene zum schlechten guten Ton gehört. 

Gute Künstler*innen lassen ihr Werk sprechen. 

Weil sie es können.

 

TON STEINE SCHERBEN

Perkussionist Funky K. Götzner äußerst fokussiert

 

Und schon zählt Funky wieder ein, und die Maschine nimmt erneut Fahrt auf. 

Diese Rhythm Section rollt wie geschmiert. Gute hundert Jahre Musikgeschichte zupfen da den wirklich tiefen Tieftöner und beklopfen das eben so tief donnernde Cajon. 

Sie bauen eine fette Mauer auf der Gymmicks Westerngitarre Platz für ihre wuchtigen Akkordfolgen findet (DREI Saiten soll er heute Nacht insgesamt zerhämmern) und auf deren Krone seine Textzeilen herumspringen und balancieren können. 

Und manchmal unterlegen die beiden freundlichen älteren Herren das ganze noch mit ein paar Backgroundharmonien. 

„Der Turm stürzt ein“, „Schritt für Schritt ins Paradies“, „Gefahr“, „Wann“... 

Song für Song liefern die Drei auf ihre ganz eigene, sympathische Weise ab, und ich male mir aus, wie diese stabile Darbietung wohl mit einem vollständigen Schlagzeug und einer Stromgitarre und vielleicht noch ein paar Backgroundsänger*innen kommen würde. Als vor meinem inneren Ohr dann aber Streicher ihren Harmonienteppich anschwellen lassen, zerlege ich diesen Gedanken schnell wieder. 

So wie es ist, ist es gut! 

Mein Mitpublikum lässt sich mit mir hingebungsvoll quasi unplugged durch die Geschichte der Scherben und auch der Solokarriere Rio Reisers geleiten. Dann und wann haben wir Tränen in den Augen. Ein anderes Mal sind wir wieder erleichtert oder lachen fröhlich mit den drei Musikern da oben. 

Zu Beginn des Konzerts war ich nicht sicher, ob ich überhaupt die Kraft hätte, den ganzen Abend hier rumzustehen. 

Nun bin ich plötzlich voll davon und zack, endet das erste Set mit „Halt Dich an deiner Liebe fest“, auch wieder von „Wenn die Nacht am tiefsten...“ gefolgt von dem fast bedrängend verliebten „Komm schlaf bei mir“ vom zweiten Scherben- und ersten Doppelalbum „Keine Macht für Niemand“ aus1972 sowie dem wundervollen „Zauberland“ von Rios drittem Soloplatte „Rio ***“ aus 1990. 

Gymmick übergibt das Mikrofon an Misha Schoeneberg, der diesen Song für Rio getextet hat. Misha, der seit Anfang der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts laut Wikipedia einige Jahre mit Rio auf Fresenhagen zusammen gelebt hat, war zu der Zeit auch der Tourmanager der Scherben, temporär auch gemeinsam mit der heutigen Grünen-Politikerin Claudia Roth, die damit ja immer noch angibt.

 

TON STEINE SCHERBEN

Der Dichter, Schriftsteller und langjährige Lebensgefährte Rio Reisers, Misha Schöneberg

 

Jetzt greift er, der Schriftsteller und Poet, zur Gitarre und gibt mit „Sternschnuppen“ einen weiteren Song von „Scherben“, dem letzten Studioalbum vor der Trennung, zum Besten. Natürlich stammt auch dieser Text aus seiner Feder. Leise und bescheiden rührt er uns an und scheint selbst heftig überwältigt von seinen Erinnerungen an die Zeit mit Rio Reiser und dem nicht enden wollenden Applaus zu sein. 

Sichtlich gerührt erzählt er von sich. 

Dieser stille Mann ist unter anderem der offizielle Übersetzer des Werkes von Leonhard Cohen ins Deutsche, und ermutigt durch das Publikum stimmt er seine deutschsprachige Version von Cohens „Bird on a Wire“, das wir wohl mehrheitlich in der Version von Johnny Cashs erstem „American Recording“ aus 1994 kennen, an. 

Die Menge lauscht gebannt und applaudiert frenetisch. 

Irgendwann, als der Applaus endlich verklungen ist, bedankt sich einer aus der Crowd bei Misha und fragt ganz höflich, ob er nicht noch ein drittes Stück vortragen könne, man würde ja normalerweise „Zugabe“ rufen. 

Wir applaudieren erneut. 

Bescheiden und zutiefst gerührt gibt Misha, der schließlich gar kein Sänger sei, leise zu verstehen, dass er normalerweise nur ein Stück vortragen würde, und dass zwei schon sehr viel gewesen wären. 

Ein glücklicher Künstler verlässt unter Applaus die Bühne und entlässt ein gelöstes Publikum in die Pause. 

Gelöst kann so viel schöner sein als entfesselt. 

Ich greife mir ein alkoholfreies Bier und hole unter den Anwesenden ein erstes Stimmungsbild ein. 

Es herrscht einhellige Beseelung.

Ob jung oder alt, alle sind beeindruckt. Es ist gar nicht mal das Werk der Scherben. Das hätte man sicher auch im Gewand eines Punkkonzerts zum Besten geben können. Hier dominiert die Dichte des Gesamtwirkens der bekannt starken Texte mit dieser Art des Vortrags. 

Klar soweit? 

Einige meiner anwesenden Freund*innen sind auch betroffen darüber, dass sich in Bezug auf die gesellschaftliche Situation seit den 68ern nicht wirklich etwas verbessert hat. 

Das stimmt! 

Tatsächlich kann man aus kämpferischer Sicht bis heute auf die Songs der Scherben noch immer nicht verzichten. 

Ganz offenkundig haben wir in den letzten 50 Jahren nichts von dem umgesetzt, das uns mal wichtig war. 

Das ist eine der traurigen Wahrheiten des Abends. 

Hat Bob sich getäuscht? 

Changen die Times etwa doch nicht? 

 

Während sich der Saal wieder füllt, freunde ich mich mit Norbert Czybulka von „Time for Metal“ an. Er ist tüchtig am fotografieren und erklärt sich bereit, mir ein paar seiner Bilder zur Verfügung zu stellen. 

Danke Norbert!

 

Nach einer knappen halben Stunde erklimmen Kai, Funky und Gymmick wieder die Bühne und setzen die Werkschau fort. 

Bekanntere Stücke wechseln sich mit weniger bekannten Kleinodien ab. 

Mit dem unheimlich beschwingten „Strasse“ vom letzten Rio Reiser-Album „Himmel und Hölle“ aus 1995 starten Kai, Funky und Gymmick das zweite Set. Das hingebungsvolle „Nur Dich“ von Rios 91er-Werk „Durch die Wand“ geht die Reise weiter. 

Das kämpferische „Wir woll'n ind uns'rer Wohnung bleiben – Wir bleiben drin“, ein neues Werk von Kai, Funky und Gymmick thematisiert die Probleme von Mieter*innen und soll diese auf seine schmissige Art, die mich unweigerlich an den Stil von Lukas Sherfigs „The Movement“ und ihren Modpunk denken lässt, auch mobilisieren. Besonders Gymmick kommt hier stimmlich verdammt nah an unser aller Lieblingskommunisten ran. Im Netz findet Ihr ein „Mobilisierungsvideo für den bundesweiten Aktionstag "Gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn" im März 2020, aufgenommen in der Berliner Regenbogenfabrik im Dezember 2019 von Charlotte Schwalb (Kunsthaus Rhenania, Köln)“ zu diesem Stück unter:

 

 

Ich finde das super! 

Und ich bekomme Lust auf „The Movement“. 

Viel zu lange nicht live gesehen! 

Mit „Wenn Du schön wohnst“ aus Gymmicks Solowirken bleiben wir vielleicht nicht in unserer Wohnung aber im Thema. Und wir werden erheblich aus unserer Komfortzone herausgeführt, denn dessen erschreckend aktueller, erdrückend realistischer Text beschreibt bildhaft die Nöte wohnungsloser Menschen und steht im krassen Gegensatz zu der fröhlich beschwingten Darbietungsweise. Erschienen ist dieses Stück auf einem Sampler der Nürnberger Obdachlosenzeitung „Straßenkreuzer“. 

Angesichts solcher Mißstände bleibt eigentlich nur noch eins: 

„Macht kaputt, was Euch kaputt macht“ vom Debutalbum der Scherben liefern die Drei stante pede die Lösung gleich mit. 

Dann ergreift der gebürtige Kieler Kai das Wort. Die Scherben hätten von Anfang an bewusst in deutscher Sprache getextet und gesungen, um der in der Populärmusik allgegenwärtigen englischen Sprache etwas entgegen zu setzen. Nun aber sei es Zeit, den umgekehrten Weg zu gehen, kündigt er Kidd Viciouz von der Ostberliner Punk Band „Not The Ones“ an, und ein fulminant punkiges „Ich will nicht werden, was mein Alter ist“ , der erste Song von der ersten Seite des ersten Scherben-Albums ever ertönt. 

In english! 

And in all the appropriate anger of the youth!

 

TON STEINE SCHERBEN

 Kidd Viciouz unterstützt von Gymmick

 

Und sie macht das echt super. 

Und in diesem Gewand wird mir klar, dass dieser Song ebenso von Sham 69 oder irgend einer anderen Punk-Ikone der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts hätte stammen können. 

Aber auch als die kamen, waren die Scherben schon längst da. 

Wie Lütt Matten de Has. 

Die Bedeutung und die Bandbreite des Werkes von TSS überrascht mich immer wieder.

 

TON STEINE SCHERBEN 

Funky, Kidd und Misha glücklich, zufrieden und beseelt

 

Auch das fulminante „Wir müssen hier raus“, wieder ein Stück von „Keine Macht für Niemand“, liefert Kidd Vicious punktgenau ab. Über anderthalb Stunden reine Bühnenzeit sind inzwischen verstrichen, und wir nähern uns dem Ende. Gymmick übernimmt das Mikrofon und mit „Keine Macht für Niemand“ ertönt der Titelsong des eben genannten Abums mit Kidd und Misha als Backgroundchor. 

Danach ist Schluss. 

Band sowie Gäste ziehen sich zurück. 

Und natürlich skandiert die Meute wie besessen nach Zugaben. 

Die Drei kommen zurück auf die Bühne, lächelnd, zufrieden und dankbar für so viel positives Feedback, und dann ertönt er endlich, Rios Trademarksong schlechthin: 

„König von Deutschland“. 

Wir erfahren, dass dieses Stück, genau wie auch „Junimond“ (vom selben Album) schon zu Scherben-Zeiten geschrieben, beide aber erst 1986 in Rios Solowerk veröffentlicht wurden. 

Nach dem „Rauch-Haus-Song“, der Hausbesetzerhymne schlechthin mit ihrem Protagonisten „Mensch Meier“ wird wiederum das grandiose „Keine Macht für Niemand“-Doppelalbum zitiert, und die erste Zugabe endet. 

Eine weitere Zugabe ringt das Publikum den Künstler*innen ab. Mit „Der Traum ist aus“ wird ein weiterer Song von „Keine Macht für Niemand“ zum Besten gegeben, und danach endet mit „Junimond“ der musikalische Teil dieses eindrucksvollen Abends.

 

TON STEINE SCHERBEN

 Der letzte Vorhang

 

Glückseligkeit is all around. 

Über zwei Stunden haben die Kai und Funky von Ton Steine Scherben mit Gymmick und Gästen lächelnd, launig und zufrieden ihre große Kunst über uns ausgebreitet. Über dreißig Songs, darunter alle Klassiker, haben sie uns präsentiert. 

Ich sehe trotz der schmerzhaften Wahrheiten und der gerechten Wut in manchem Text nur beseelte, zufriedene Gesichter. Ob es nun die 18-jährigen Liebespärchen sind oder die Hardcore-Dosenbier-Punks, die bei den Kampfliedern alle Parolen mit schmettern konnten. Niemand geht heute allein nach Haus. 

Alle tragen etwas in sich, was sie nicht so schnell vergessen werden. 

Für Micha und mich heißt es nun ganz entspannt abbauen. 

Und wie schön es ist, wenn die Mikros nach einem Konzert nicht nach Kotze stinken und die Kabel nicht biergetränkt sind? 

 

Zum Abschluss kaufe ich mir bei Kidd Viciouz die CD-Box mit dem Gesamtwerk der Scherben drauf zum Preis der fünf Studio-CDs. Das erscheint mir für jemanden wie mich, der noch nichts von den Scherben im Schrank aber Bock auf einen umfangreichen Übersicht hat, angemessen.

Neben den fünf originalen Scherben-Alben beinhaltet sie drei Live-Alben, die ersten beiden aufgenommen in der UFA-Fabrik, Berlin 1984 und das dritte 1983 im Tempodrom, Berlin sowie auf Kampnagel, Hamburg im Jahr 1982. Ergänzt wird das Kompendium noch durch das Album „Was bleibt“ mit 17 Singles, Demos und Raritäten. Und weil die Aufnahmen des vierten sowie des fünften Studioalbums der Scherben von bekannt unbefriedigender Qualität sind, liegt der CD-Box noch ein Doppelalbum bei, das Teile dieser beiden Werke in neu gemischter Form enthält. Ein umfangreiches Booklet sowie eine politisch motivierte Sprühschablone ergänzen das Paket. 

Beim nächsten Mal hole ich mir noch die oben schon erwähnte Neuerscheinung „Radio für Millionen“ aus 2017 und das Tribute-Album „Wir müssen hier raus“ mit diversen bekannten Interpret*innen aus 2020. 

Dafür hat das Geld diesmal nicht mehr gereicht. 

Gern wäre ich noch mit meinen Freunden in der Kneipe geblieben und hätte wie früher die ganze Nacht mit den beteiligten Personen durchgequatscht, doch ich bin alt. 

In aller Form danke ich den Künstler*innen des Abends, steige auf meine Maschine und düse durch die kalte Nacht nach Haus. 

Endlich im warmen Bettchen kreise ich in Gedanken und Gefühlen noch einige Stunden um das Erlebte bis ich endlich in den wohlverdienten Schlaf falle. 

Und wie die CD-Releaseparty vom Waldgeist Kartell am letzten Wochenende klingt auch der Auftritt ihrer geistigen Großväter und Väter Kai & Funky von Ton Steine Scherben mit Gymmick noch viele Tage in mir nach. 

Was hab ich da an den letzten beiden Wochenenden nur erlebt? 

Die kompositorische Bedeutung der Scherben und auch Rio Reisers als Solokünstler steht für mich spätestens nach diesem Abend außer Frage. Aber ihre Musik ist eben doch mehr als nur Musik. 

In vielen ihrer Songs waren die Scherben hochpolitisch und durchaus sehr weit links angesiedelt, was in der nazidurchseuchten Zeit der Spätsechziger des vorigen Jahrhunderts auch die einzig wählbare Seite des Spektrums war, sofern man denn „Widerstand“ leisten wollte. 

Viele ihrer Themen stehen noch heute von der Gesellschaft quasi unbearbeitet im Raum und können eins zu eins beackert werden. Wenn ich da nur an die aktuelle Wohnungssituation denke, fällt mir auf, dass heute eindeutig viel zu wenig Häuser besetzt werden. 

Andere Themen, wie zum Beispiel der Bereich Arbeitslosigkeit - Kampf um Arbeitsplätze - Kampf um bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen, erscheinen zwar auf den ersten Blick als noch immer aktuell. Bei genauerer Betrachtung besitzen die alten Forderungen heute jedoch angesichts der Tatsache, dass die quasi Vollbeschäftigung der letzten fünfzig Jahre und die daraus resultierende enorme Produktivität uns erst in die katastrophale Lage versetzt hat, in der wir uns global befinden, nicht mehr die gleiche Zündfähigkeit, wie noch zu Zeiten der Mauer. 

Aus Sicht der generation FFF verkommen sie sogar zu schnöden Soziparolen und wirken eher zynisch.

Die nächste Generation beschäftigen Themen wie das bedingungslose Grundeinkommen und Reduzierung der Produktivität (und mit ihr des Konsums) auf das Nötigste mit Sicht auf die globale Situation weitaus stärker. 

Wenn wir in den überpolitisierten 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts dachten, wir hätten „no future“, basierte diese Haltung lediglich auf den Ängsten, der kalte Krieg könne ein heißer werden, ein Atomkraftwerk könne in die Luft fliegen oder Vaddi könne seinen Job verlieren. 

Lächerlich kleine Sorgen aus der Sicht unserer Kinder und Enkel. 

Heute rauschen wir Boomer in unseren zwölf Meter langen Wohnmobilen mit Kohle- statt Atomstrom in unseren Heizdecken friedlich und vollbeschäftigt in die Katastrophe. Und obwohl die Wohlstandsschere sich beständig weiter öffnet, stellen die Folgen der seinerzeit hart erkämpften, als soziale Errungenschaft verkappten Steigerung der Kaufkraft der Mehrheit der Bevölkerung unsere Kinder und Enkel im Jetzt und Hier vor die ultimative Herausforderung. 

Die Times changen also doch... 

Dennoch ist es verdammt gut, dass es Ton Steine Scherben gab und wieder gibt. 

Und es ist auch gut, dass es wieder junge Künstler*innen wie das Waldgeist Kartell gibt, die die unbearbeiteten sowie die neu entstandenen Missstände des 21. Jahrhunderts beim Namen singen. 

Und obwohl deren Situation, stellvertretend für die Jugend der Welt, bei aller dichterischer Genialität und musikalischen Könnens um ein vielfaches verzweifelter, ja hoffnungsloser  erscheint, verfallen sie nicht in Lethargie oder stumpfe Anti-Haltung, sondern wollen wie die Scherben damals auch „Ein Wunder sein“. 

 

Bedrohungen verändern sich. 

Der Widerstand muss es auch. 

Und er muss wieder in die Radios! 

„The Times They Are a-Changin'...“ 

Und wie steht es in großen Lettern über einer Flurtür der hansa48? 

„Baut auf was Euch aufbaut!“ 

Denn am Ende entscheidet das Miteinander. 

Beim nächsten Abend mit Kai, Funky und Gymmick werde ich wieder dabei sein.

  

Abschließend noch ein paar Links zu Ton Steine Scherben, Kai und Funky sowie Gymmick:

 

https://www.kivondo.de/?fbclid=IwAR2Y-1BR95_Rrtp99IZDpwNBCjDFMVUjcw0mL3P9IWKsrNku6YTxVKZJLvo 

https://www.scherben.net/

http://www.tonsteinescherben.de

https://de.wikipedia.org/wiki/Ton_Steine_Scherben

https://www.facebook.com/tonsteinescherben/

https://www.discogs.com/de/artist/312358-Ton-Steine-Scherben

https://www.facebook.com/TSSGYMMICK/

https://www.facebook.com/GYMMICK/

https://www.discogs.com/de/artist/1310981-Gymmick

 

Kai Sichtermann hat außerdem unter anderem an folgenden beiden Büchern mitgewirkt: 

  • „Keine Macht für Niemand: Die Geschichte der Ton Steine Scherben“ (erweiterteNeuausgabe) mit Jens Johler und Christian Stahl
  • „Das ist unser Haus: Eine Geschichte der Hausbesetzung“ mit seiner Schwester, der Schriftstellerin Barbara Sichtermann 

Auch der Link zu Misha Schönebergs Wikipedia-Eintrag darf nicht fehlen. Besonders erwähnen möchte ich seine beiden Romane „Siddharta Highway“ (2017) und sein neues Werk „Als wir das Wunder waren“ (2021) über die Zeit mit Rio Reiser und den Scherben, mit dem er auch auf Lesereise geht. Googelt den Menschen mal. Ich kannte ihn bisher nicht, bin aber sehr beeindruckt: 

https://de.wikipedia.org/wiki/Misha_Schoeneberg 

Und für die, die sich mit dem Werk von Kidd Viciouz näher befassen möchten, setze ich hier mal ein paar Links zu ihrer Band „Not The Ones“. Zwei Alben sind laut Discogs bisher erschienen, „Just A Bad Mood“ (2016) und „TLC“ (2017):

 

https://nottheones.bandcamp.com/

https://www.facebook.com/NotTheOnes/

https://www.discogs.com/de/artist/3905659-Not-The-Ones

 

Ich danke Norbert Czybulka von „Time for Metal“ für die Bilder. Hier der Link: 

https://time-for-metal.eu/

 

Und last but not least danke ich Juliane Tyczewski für die Kommata und die Großbuchstaben. 

 

Love

Jörki

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