WALDGEIST KARTELL „Idiot im Wunderland“ CD-Releaseparty / 09.10.2021 - Hamburg, Stellwerk Harburg

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Zeit für Wut oder: The Children of the children of the Eighties

Waldgeist Kartell „Idiot im Wunderland“ CD-Releaseparty im Stellwerk Harburg am 09.10.2021

 

The Times They Are a-Changin'... 

...das wusste Bob Dylan schon 1964, als er diesen Markstein der Populärmusik auf dem gleichnamigen Album herausbrachte und die universelle Drohung der nächsten Generation an die Vorangegangene mit den Zeilen: 

„Your sons and your daughters are beyond your command“,

und

„You better start swimmin' or you'll sink like a stone“,

unauslöschlich in das kollektive Gedächtnis der gesamten westlichen Kultur knödelte.

Nein, ein toller Sänger war er nie, und auch kein Gitarrenvirtuose.

Aber das musste er auch nicht sein.

His Bobness hatte den Tiefgang auf seiner Seite.

Und die Wut!

Und die Wahrheit!

Und er wusste, dass wenn nicht er es verbalisierte, womöglich keine*r dies täte, seine Worte ungesagt, seine Feinde unbekämpft bleiben würden.

Wie gern hätte er einfach nur Liebeslieder geschrieben?

Aber er wurde anderweitig gebraucht.

Und so ließ Zimmy seinen Prototyp einer Protestrockhymne als Weckruf an alle Gleichgesinnten aber auch als latente Drohung an alle vor ihm Geborenen aus seinem tiefsten Inneren entweichen und machte klar, dass vieles, was zehn oder zwanzig oder auch fünfzig Jahre hindurch als „Common Sense“ gegolten hatte, nicht zwangsläufig richtig gewesen sein musste und somit auch mit Fug und Recht und allen Mitteln kritisiert und gegebenenfalls bekämpft werden durfte, bekämpft werden musste. 

Er war nicht der erste Wütende und auch nicht der Letzte. 

 

Davon können alle Anhänger*innen der Populärmusik im wahrsten Sinne ein Lied singen. Besonders wir Kinder der Achtziger des vorigen Jahrhunderts wissen diesbezüglich so richtig Bescheid. Doch die Achtziger, wo Bands wie Fehlfarben, FEE oder Fischer-Z (und das ist nur ein Teil von „F“, und das Alphabet noch viel umfangreicher) auf allen Kanälen rauf und runter liefen und heilsamen Einfluss auf das bürgerliche Bewusstsein nehmen durften, sind nun mal seit spätestens der Wiedervereinigung, die ja auch so richtig einvernehmlich oder gar auf Augenhöhe ablief, vorbei. 

Protestsongs waren seit der Erfindung der Populärmusik quasi Teil unseres täglichen Lebens. Denn die Zeiten änderten sich nicht nur 1964, als die Rockmusik von Typen wie Bob erfunden und zu DER Protestform ihrer und auch der nächsten, also meiner Generation gemacht wurde, sie tun es kontinuierlich. 

Nur nimmt die aktuelle Populärmusik quasi nicht mehr daran Teil.

Wer in den letzten Jahren mal das Radio angemacht hat, wird seine/ihre Aufzählung der zeitgenössischen gesellschaftskritischen Interpret*innen, die dort zu hören sind nach Deichkind und Kraftklub, stotternd kleinlaut beenden müssen. 

Der Rest der kritischen Bands und Solokünstler*innen hat ein Radio noch nie von innen gesehen... 

Wenn wir heutzutage wütenden Menschen mit kritischen Texten lauschen wollen, müssen wir selbst deren Nähe suchen. 

Und dazu müssen wir ersma wissen, dass es sie gibt. 

Mittlerweile braucht es ein großes Maß an Glück, über Interpret*innen zu stolpern, die das Trauern und das Träumen nicht verlernt haben, beherzt die Wortkeule über den Häuptern der Menschenfeinde schwingen und ihre Wut auch noch auf grandiose musikalische Weise hinaus brüllen, flüstern, skandieren, ächzen und stöhnen. 

Und um ein langes Vorwort endlich zum Ende zu bringen: 

Ich hatte dieses Glück! 

 

Denn ich kenne Benno. 

Benno, der Sohn einer lieben Freundin, ist seit einigen Jahren textendes und manchmal sprechsingendes Mitglied des Waldgeist Kartells aus Hamburg. 

What the Fuck? (Einziger Versuch, Jungsprech zu verwenden) 

Wenn ich die Augen schließe, sehe ich ihn mit aufgeschlagenen Knien über Pfützen springend vor mir. 

Und nun? 

Bandpoet! 

Im August durfte ich dann den Rest der Bande kennenlernen. Auf einer privaten Vorstellung in Benno seine Mutti ihr'n Pferdestall habe ich den Menschen vom Waldgeist Kartell bei der Tontechnik geholfen und war von dem Gesamtpaket schwer beeindruckt: 

Super Musiker*innen, hochwertigste Kunst und einfach nur angenehm. 

Bei einem weiteren privaten Auftritt im September vertieften wir unser gutes Verhältnis. Und so blieb es nicht aus, dass wir mit einer kleinen holsteinischen Gesandtschaft am 09. Oktober 2021 die Reise in die große Stadt an der Elbe antraten, um bei der großen, wegen Corona als Privatparty angelegten, CD-Releaseparty zum ersten echten Studioalbum „Idiot im Wunderland“ dabei sein zu können.

 

Es sollte eine olfaktorische  und emotionale Zeitreise zurück in die Achtziger werden. 

Gottlob aber keine musikalische. 

Denn für die x-te x-beliebige Sauf- und Schweinepunkband zieh ich mir nach 17 Uhr keine unbequeme Hose mehr an. 

Die Anreise zum Stellwerk in Harburg verläuft im Gegensatz zu vielen anderen Konzertberichterstattungen hier auf  Dremu stocknüchtern. Keine Bahnfahrt, keine alten Gebirgsjägerrucksäcke voller Dosenbier oder sonstige Achtziger-Protestjugend-Klischees werden zelebriert, auch wenn wir alle noch total jung aussehen...

 

Einmal am Bahnhof Harburg angekommen, schnell raus aus dem Kombinationskraftwagen und Parkscheinautomat suchen. Gottlob schenkt uns ein guter Mensch sein 24 Stunden Parkticket. Acht Öcken für alles über 3,5 Stunden sind schon happig. Für Dauerpubertiere wären das beispielsweise acht Dosen Bier vom Discounter... 

Wir sind beglückt und starten die Suche. 

Kein Hinweis auf eine Musiklocation. 

Also den erstbesten Punker gefragt. 

„Da will ich auch hin. Ihr müsst in den Bahnhof gehen und dann die Treppe runter zu Gleis 3/4.“ 

„Danke.“ 

„Gern geschehen“ 

Es war dann doch der Abgang zu Gleis 1-2, aber das ist genau gegenüber von 3-4, also kein Ding.

 

Da alle Besucher*innen die vorgegebenen € 13,12 im Voraus bezahlen mussten und auf Gästeliste standen, werden am Einlass nur noch die coronabedingten Gs überprüft. Danach gibt's Bändchen und wir betreten den Laden, der sich wundersamer Weise als altes Weichenstellwerk entpuppt: hohe Decken, Oberlichter auf, sehr gute Zirkulation: 

Masken ab. 

Die Lage direkt auf dem Bahnhof find ich grandios. Nicht wenige Menschen holen sich im Verlauf des Abends vom Bahnhofsimbiss Pommes. 

Doch ich kneife. 

Genau wie mein Hosenbund. 

Wir begrüßen die Band, treffen ein paar weitere Freund*innen und holen uns was zu trinken. 

Da der ganze Abend, wie schon erwähnt, als private Veranstaltung im Kreise der Lieben abläuft, ist die Stimmung extrem familiär und freundlich. 

Und es wird geraucht. 

Das is aber mal 'ne echte Zeitreise!

 

Es riecht wie die 80er: 

Nach ungewaschenen, pubertierenden Punks. 

Und Bier. 

Und Selbstgedrehten. 

Und dann geht es auch schon ziemlich fix los mit dem Kieler Support „Inmate“. 

Die beiden Akustikpunker Thomas und Mirko bieten mit ihren schnell und unisono angeschlagenen Westerngitarren, den eingängigen Songs und ihrem zweistimmigen Gesang Busking at it's best. 

Allen Zuhörer*innen wird schnell klar, dass sie auch mit vollständiger Bandbesetzung eine Welle machen könnten. Die beiden halten sich aber standhaft irgendwelche Mitmusiker*innen vom Leib und ziehen es vor, weiter als Guerillaband durch die Lande zu ziehen. 

Und das machen sie wirklich perfekt. 

Auch einen Internetauftritt oder irgend eine Erwähnung oder ein kurzes Handyvideo hatte ich im Vorfeld vergebens gesucht. Aber es wäre doch gelacht, wenn wir die zwei nicht auch mal auf ein paar Kieler Bühnen locken könnten. Bis dahin haltet die Ohren in den Fußgängerzonen der Republik auf.

 

INMATE

 Inmate aus Kiel eröffnen den Abend (Foto Michael Weißbach)

 

Natürlich gehören „Inmate“ wie die Mehrzahl des Publikums zum Freundeskreis der Waldgeister. Entsprechend bescheiden geben die sympathischen und extrem gut gelaunten Punkers nach knapp 40 Minuten Anheizung die Bühne frei für die Held*innen des Abends. 

Nun noch eine kleine Warnung an die geneigten Dremuphyten: 

Das Waldgeist Kartell macht keinen Punk. 

Das Waldgeist Kartell macht keinen Rock. 

Das Waldgeist Kartell ist auch keine schnöde Unplugged-Akustikband. 

Über diese Schubladen, die auch mehr unnützes 80er Gehabe sind als alles andere, sind die Musikschaffenden der Generation Z schon längst erhaben. 

Das Waldgeist Kartell entzieht sich jeder Kategorisierung.

Nicht aus Prinzip, wie es in den 80ern der Fall gewesen wäre, sondern weil sie es können. 

Und weil die Zeiten sich ändern. 

Und wenn Ihr Euch mit dem Werk des Waldgeist Kartells auseinandersetzen solltet, werdet Ihr merken, dass dies auch gut so ist.

 

Alles, wogegen das Waldgeist Kartell opponiert, alles, worunter das Waldgeist Kartell leidet, kann in stinkigem Rock nicht seine Manifestation finden, wendet es sich doch gegen die Fehlentscheidungen genau der Generation, die sich über Rock definiert, gegen meine Generation. 

Es ist die Generation, die nach guten Ansätzen ab Mitte der 80er Jahre aus hedonistischen Motivationen heraus wirklich alles verkackt hat, was es zu verkacken gab. 

Wie soll man dieser, meiner Arschlochgeneration des Metalbeamtentums den Marsch mit ihrer Haus- und Hofmusik schunkeln? 

Rock ist schon sehr lange nicht mehr rebellisch. 

Rock ist in diesen Zwanziger Jahren des einundzwanzigsten Jahrhunderts die Musik der Tätergeneration. 

Kommt drauf klar!

 

Das Waldgeist Kartell bedient sich auch nicht, wie so oft üblich, wenn eine Band gefallen will, der „Sprache der Befreier“, die keine waren, denn deren „Freiheit“ ist, wie mittlerweile wohl auch die Dümmsten mitbekommen haben, maßgeblich dafür verantwortlich, dass ein ganzer Planet keine Zukunft mehr hat. Nein, das Waldgeist Kartell singt und dichtet in seiner Muttersprache, die für einige ewig Gestrige zwar die Sprache der Täter sein mag. 

Aber es ist auch die Sprache Kafkas. 

Und vor allem ist es auch die Sprache TRIOs, 

Kommt auch darauf klar!

 

Es wird also nicht (naja fast nicht) die üblichen linksversifften, biergetränkten Brüllschlager geben, die wir seit vierzig Jahren meist vollkommen zu Unrecht, weil öffentlich bedienstet und/oder bausparend, abfeiern, und es wird in einer Sprache gesungen, die wir verstehen können. 

Verstehen sollen. 

Verstehen müssen! 

Und das führt so manchen reflektierten Boomer weit über seine Grenzen. 

Also ab dafür!

Und nach kurzer Wartezeit und einigen einführenden Worten geht es los.

 

Waldgeist Kartell 

 Gitarrist Daniel eröffnet mit seinem Intro den Auftritt des Waldgeist Kartells (Foto Michael Weißbach)

 

Schon spielt Gitarrist Daniel auf seiner Westerngitarre das klassisch angehauchte Intro. Eine E-Gitarre wird es auf dieser Bühne heute nicht geben. Nach und nach gesellen sich die übrigen Mitmusiker*innen Lena (Bass und Gesang), Coco (Drums und Gesang) und Micha (Gesang und Gitarre) zu ihm und stimmen ein. Es geht los mit ein paar alten Stücken: „Wahnsinn“ von der EP „Poesie“ aus 2019 wird gefolgt von „Lebenskünstler“ vom 2017er Album „Hexenwerk“ und „Poesie“, natürlich auch wieder von der gleichnamigen EP. 

Erwartungsgemäß kommen diese dem Publikum schon bekannten Nummern gut an.

Sänger Micha wendet sich noch einmal mit ein paar Worten an uns, dann ist es so weit. Nach zwei Jahren intensiver Arbeit erklingt mit dem Titelsong die erste Nummer des Konzeptalbums „Idiot im Wunderland“. Die Geschichte vom Idioten, der dem rosa Kaninchen folgt wie einst Alice. 

Wer damit wohl gemeint sein könnte? 

Wir wissen es (noch) nicht. 

Is aber auch egal, denn das Wunderland (die große Stadt aka Kaltland aka Aberland) hat außer Arbeit und Arbeiten und zur Arbeit gehen und Wichsen und Konsumterror wenig zu bieten. 

Tapfer mischt der Idiot mit, bis es ihm langt, und er im Ikea innerlich kollabiert:

 

„Was zur Hölle fang ich mit der ganzen Scheisse an?

Für die Blüte meines Lebens steh ich ziemlich häufig an.

Gebt mir ein Stück Holz und ich schlag alles hier kaputt,

inklusive des Verkäufers. Der hat nämlich blöd gekuckt.

Und dann steh ich an der Kasse und wünsch einen schönen Tag,

und dann zahl ich Jahre ab an diesem Ratenzahlvertrag.“

 

Alles klar. 

Ich bin gemeint. 

Und Du und du und du da hinten auch. 

Wir Idioten...

 

Die schwungvolle Uptemponummer zieht sofort. Die Qualität der Band tut ein Übriges, und schon geht es weiter. 

Weiter zurück allerdings.

 

Waldgeist Kartell

 Sänger Micha zeigt, wie schön er singen kann (Foto Michael Weißbach)

 

Mit dem süßlich-versöhnlichen „Lachen ist Revolte“ (wieder von der EP „Poesie“) zeigt Micha mal, wie schön er singen kann und macht uns Hoffnung:

 

„Denn lachen ist Revolte, der pure Widerstand.

Wer keinen Mut zum Träumen hat, hat keine Kraft zum Kampf.“

 

Danach geht es aber gleich wieder etwas beschwingter weiter und unsere kleinen Stinkepunks kommen auf ihre Kosten. 

Unser Protagonist, der Idiot, kommt in der großen Stadt nicht gut zurecht. Stadtluft macht ja bekanntlich high, und darum dreht es sich im wesentlichen beim nächsten Stück. „Die letzten Assis“ ist die zweite Nummer des neuen Albums und ein waschechter, schrammelliger Skapunk und dieser serviert uns alle Klischees vom typischen Saufpunker, wie wir ihn alle (meist aus autobiografischer Erfahrung) kennen.

 

Waldgeist Kartell

 Gastsänger Kolja und Jonezi von „Arm & Dämlich“ (Foto Michael Weißbach)

 

Unterstützt wird das Kartell auf der Bühne von Oskar an der Trompete sowie Kolja und Jonezi am Gegröle, alle drei von der Hamburger Punkband „Arm & Dämlich“, zu der Micha und Drummer Coco rein zufällig auch gehören.

 

Waldgeist Kartell

 Gasttrompeter Oskar von „Arm & Dämlich (Foto Michael Weißbach)

 

Das geht schon mal gut ab und lockert die Gräten. 

Hier mal zwei Links zu Arm & Dämlich:

 

https://www.facebook.com/ArmundDaemlich/

https://www.youtube.com/channel/UCvQAPcD93Of3v17fmXRFSmg

 

Auch bei Stück Nummer drei der Albumplaylist „Kulturrevolution“ mischt ein Gastmusiker mit: Metaltute, bürgerlich Benjamin Ostarek von der Musikakademie Berlin, verpasst mit seiner Klarinette dem Stück eine gehörige Portion Klezmer-Charme.

 

Waldgeist Kartell

Gastklarinettist Metaltute verleiht dem Waldgeist Kartell eine gehörige Portion Klezmer-Charme (Foto Michael Weißbach)

 

Benjamin, der auch bei Alligatoah für dröhnende Bässe, magisch oszillierende Flächen und betörende Klarinettenmelodien sorgt, zeichnet auch für die Produktion des Albums „Idiot im Wunderland“ verantwortlich. 

Hier mal ein paar Links zu dem vielseitig begabten Typen:

 

www.metaltute.de

www.youtube.com/metaltute

www.fb.com/metaltute

www.instagram.com/metaltute

 

Waldgeist Kartell

Das rappende Rosa Kaninchen Benno mit Multiinstrumentalist und Produzent Metaltute (Foto Michael Weißbach)

 

Hier tritt auch mal das rosa Kaninchen Benno, sonst mehr als Texter im Hintergrund tätig, rappend in Erscheinung. 

Und Micha tauscht für diesen Song nur mal eben so seine Gitarre gegen Lenas Bass, als ob das alles nix wär. 

Und die Stimmung steigt rapide. 

Mit dem folkloristisch flamencoesken „Trabantenstadt“ werden wir darauf noch einmal in die Zeit der „Poesie“ EP geführt. Die Schlagzeile „Nehmt Ihr uns die Häuser ab, dann nehm' wir uns die Welt“, ruft nicht nur in mir die Assoziation zur Urmutter aller deutschsprachigen Protestkapellen hervor: 

Ton Stein Scherben! 

Die selbe heilige Wut treibt das Waldgeist Kartell an. Und auch mit der Sprache versteht es ähnlich gut umzugehen. 

Und ihr „Idiot“ ist natürlich das Pendant zum „Mensch Meier“ der Berliner Protestikone. 

Na, und die Themen ersma, weeste? 

Weiter geht es mit „Kulturkritik“, Stück vier auf dem neuen Album. Die melodische Punkrocknummer erinnert mich ganz entfernt etwas an „Kryptonite“ von „Three Doors Down“ aus dem Jahr 2000, und Michas Gesang geht bei diesem hier manchmal stark in Richtung Campino. 

Trotzdem gut! 

Besonders inhaltlich geht es zur Sache. Der Song richtet sich eindeutig gegen Nazis, was ja an und für sich nichts besonderes sein sollte. Diese Menschen mag ja eigentlich keine*r. Doch beim „eigentlich“ liegt der Hund begraben. Hier sind nicht nur die glatzköpfigen, schnürbestiefelten Saufköppe aus ostdeutschen Vorstädten gemeint, die manchmal Punks vermöbeln und Häuser anzünden, sondern die Mitte der Gesellschaft, unsere Nachbar*innen, die Arbeitskolleg*innen, die dazu applaudieren, der Schutzmann, der  ums Eck kommt und dessen Kolleg*innen in Dessau, die den Tod des Asylbewerbers Oury Jalloh (bislang ungesühnt ermordet am 07. Januar 2005) aus Sierra Leone zu verantworten haben. Alle unter uns, die rassistisches und völkisches Gedankengut tolerieren oder selbst verbreiten, nur weil es mittlerweile wieder zu den Dingen gehört, die laut gedacht werden, sind gemeint.

 

„Deutschland Einundzwanzig und die Geschichte auf Repeat,

denn leise und in Dunkelheit stirbt die Demokratie.

Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.

Wir spucken nicht aufs Recht, wir spucken Rechten ins Gesicht.“

 

Das sind schon deutliche Zeilen, hymnisch dargeboten. 

Die Menge grölt mit und applaudiert frenetisch. 

Wenn der Song eines Tages mal im öffentlich rechtlosen Rundfunk laufen sollte, geb ich einen aus. 

Nun erklingt das medien- und  konsumkritische „SOS“  vom Album „Hexenwerk“. Darauf folgt das ähnlich gelagerte „Nemo“ von der „Poesie“-EP. 

Die Richtung ist klar. 

Schon in seinem Grußwort hatte Micha sich diesbezüglich positioniert, als er beispielsweise die Institution Wochenende als „goldene Speiche im Hamsterrad“ nur allzu treffend beschrieben hat. 

Das getragene und schwermütige „Verkünder vom Untergang“ als fünfte Nummer vom neuen Werk setzt noch schön einen oben drauf, denn von keinem geringeren Untergang als von dem der Welt ist hier die Rede, von der Endstation Wachstum, vom „schwarzen Melanom“ namens Weltwirtschaft. 

Michas traurig-süsslicher Gesang wechselt sich im Mittelteil mit Lenas stinkwütendem, unnatürlich verzerrten Gebrüll ab:

 

Waldgeist Kartell

 Micha und Bassistin Lena wüten zweistimmig (Foto Michael Weißbach)

 

„Reisst die gottverdammten Städte alle wieder ein.

Das Zeitalter der Dekadenz ist dann sofort vorbei.“

 

Und gemeinsam fahren die beiden dann fort:

 

„Größer als die Götter, doch auf Hochmut folgt der Fall.

Welch kranke Idee bezieht Ressourcen nicht mit ein?“

 

Waldgeist Kartell

Gastsängerin alena verleiht den Refrains eine hymnische und füllige Note (Foto Michael Weißbach)

 

Darauf geht es hymnisch weiter. Dazu wird Micha in den Refrains von Drummer Coco und zusätzlich noch von der Gastsängerin alena aus Hamburg unterstützt, die neben Gesang in ihrem wirklichen Leben noch Bass, Klavier und Querflöte spielt. Ihr musikalisches Leben spielt sich hauptsächlich in der in der Big Band und den Chören der HfMT ab. 

Das klingt ganz schön groß. 

Im Publikum werden Feuerzeuge geschwenkt. 

Der hoffnungslose, überschwere Text steht herrlich im Widerspruch zur Musik. Der deutschen Sprache nicht mächtige Menschen dürften diesen Song wohl eher für eine Stadionhymne halten. 

Ich finde das richtig gut und stelle mir vor, wie dieses Stück ein weltweiter Hit wird außer in Deutschland. 

Und Österrrrrrrreich. 

Der Saal ist schwer beeindruckt. Wir sind alle richtig drin. Die Stilwechsel und -brüche werden ausnahmslos gut aufgenommen. Band sowie Gastmusiker*innen offenbaren eine Ernsthaftigkeit und Virtuosität, die äußerst überzeugend ist. 

Wo ist die Musikpresse? 

Wo das Fernsehen? 

Immer bleibt alles an mir hängen. 

Ab jetzt werden uns die Stücke sechs bis elf des neuen Longplayers ohne Unterbrechungen präsentiert. Los geht es mit „Kreislauf der Verwertung“, womit unzweideutig die der menschlichen Schaffenskraft gemeint ist. 

Quintessenz: 

Ab dem Tag, an dem wir aufhören zur arbeiten, sind wir gesellschaftlich nicht mehr von Wert. 

Isso! Ich bin da schon angekommen. 

Musikalisch find ich die Nummer wirklich gut. Sie kommt ein wenig spanisch-lateinamerikanisch daher, irgendwo zwischen Calexico und Ricky Martin, was sich vielleicht schlimmer liest, als es klingt. 

Wir bleiben in Lateinamerika. Gitarrist Daniel steht ganz im Vordergrund bei dem instrumentalen Bossa Nova-Stück „Interlude“. 

Sowas gefällt mir ja immer. Ich ertappe mich beim Finger Schnippsen. 

Als ich mich errötend umschaue, sehe ich gottlob keine angealterten Apotheker*innen und Lehrerehepaare. Ich bin also nicht zum adeligen Jazz Baltica teleportiert worden. 

Wir bleiben noch ein wenig bei den Bildungsbürger*innen. Mit „Inside Out“ serviert uns das Kartell eine waschechte und richtig geile, beschwingte Swingnummer. 

Dem Idioten scheint es endlich besser zu gehen. 

Vor der Bühne wird schon lange rumgetanzt, aber jetzt erst recht. 

„Schattenkind“, eine meiner Lieblingsnummern von dieser Scheibe, schafft es spielend, die gerade aufgebaute gute Laune wieder ein Stück weit umzustoßen. Musikalisch würde ich den Song als Crossover-Hip-Hop schubladisieren. 

Auf jeden Fall aber als großartig. 

Sänger Micha zeigt sich hier mal mit seiner „tiefen Stimme“. Auch der Rest der Band inklusive Kaninchen Benno beteiligt sich an den Vocals und Produzent Benjamin alias Metaltute tritt auch noch mal in Erscheinung, diesmal mit einer Melodica statt der Klarinette. 

Was solls? 

Tute ist Tute. 

Wie's scheint, ist unser Freund, der Idiot nach zehn Jahren in Kaltland endlich geläutert. Seine Drogenexzesse erkennt er als das, was sie waren, erfolglose Fluchtversuche, die ihm mehr geschadet als genützt haben. Er stellt sein gesamtes Handeln in Frage:

 

„Ein paar Leute von früher tun als wäre ich ein Rockstar,

doch bin ich in meinem Innern nur ein unbewusstes Opfer.

Ein Schattenkind, ein Schattenkind, das immer nach der Sonne schreit,

doch immer in sein'm Zimmer sitzt, wenn draußen grad die Sonne scheint.“

 

Und mit

 

„Ich fang langsam an, so manche Dinge zu versteh'n.

Alles wird gelenkt von einem inneren System“,

 

kriegt er die Kurve und erkennt, dass ein effektiver Wandel nur in ihm selbst vollzogen werden kann, denn

 

„zu vermitteln, Du wärst Opfer, ist des Teufels bester Trick.

Je mehr Menschen das erkennen, je mehr Träumer sind zurück.“

 

Und diese neue Erkenntnis kumuliert dann schließlich in dem wirklich bombastischen „Krieger“. Das Intro im Calypso-Style geht in einen waschechten Hip-Hop mit Lena an den Leadvocals und Micha am Bass über. Der Wechsel des Leadgesangs von Micha zu Lena verdeutlicht den den Wandel unseres Idioten auch personell, was ich ziemlich beeindruckend finde. Hase Benno rappt noch mal tüchtig mit und auch Metaltute Benjamin leistet noch einmal musikalische Unterstützung.

Nun auf dem Keyboard. 

Was soll ich sagen? 

Das Beste zum Schluss. 

Wenn dieser Song nicht vollkommen charttauglich ist, welcher dann? 

Der Idiot ist angekommen:

 

„Die Angst vor der Verletzung macht uns steuerbar und schwach,

aber unser Mut zu fühlen ist das Feuer in der Nacht“,

 

sprechsingt Lena, und:

 

„Diese mutige Entscheidung befreit uns von unser'n Ketten.

Wir sind ganz kurz davor, einen Riesen aufzuwecken“,

 

um dann in einem mitreißend intensiven Refrain unterstützt von ihren Bandkollegen an uns alle zu appellieren:

 

„Zerfressen von dem Hass und fast versunken in Verzweiflung

doch ab heute ist mein Schicksal meine eigene Entscheidung.

In 'ner Welt regiert von Hass macht Vergebung zum Rebell'n.

Dieser Krieg muss enden heißt: Wir müssen ihm uns stell'n!“

 

Waldgeist Kartell

 KRIEGER*INNEN (Foto Michael Weißbach)

 

Der Saal schwebt mit, bereit zu kämpfen aber nicht mehr gegen sondern für... 

Und der Idiot schließt seine Metamorphose ab mit den Zeilen:

 

„Wir sind ganz kurz davor, uns're Ketten zu verlier'n.

Das hier ist die Geburt von 'nem Evolutionär.“

 

Begeisterung und Beseelung machen sich breit, und im „Epilog“ fasst Lena in Spoken Word-Manier das Erlebte noch einmal zusammen und ruft zur sanften Revolution, zur Evolution auf.

 

Waldgeist Kartell

Das Waldgeist Kartell mit Produzent Benjamin Ostarek aka Metaltute hat fertich (Foto Michael Weißbach)

 

Die Künstler*innen verneigen sich. 

Der Vortrag ist vorbei. 

Wir alle sind schwerst beeindruckt.

 

Und natürlich kommen sie der Aufforderung nach Zugaben nach. 

Auf das Cover von „Rebellin“ der Leipziger Band „Wonach Wir Suchen“ folgt, „Krone der Asozialität“ vom „Hexenwerk“-Album, und mit „Aber“ erklingt nun der zwölfte und letzte Track des neuen Werkes „Idiot im Wunderland“.

 

Waldgeist Kartell

Coco am Gesang (Foto Michael Weißbach)

 

Gesungen wird die fröhlich-schraddelige und pogueske Folkpunknummer von Schlagzeuger Coco, und ihre Message ist deutlich zu verstehen. Wieder richtet sich der kluge und witzige Text, der mich an die Ärzte in ihrer Pre-Lymphdrainage-Ära erinnert, gegen die mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft fest verankerte, rechte „Dialektik“, die sich täglich zehntausendfach in Aussagen wie:

 

„Eigentlich hab ich mit Asylanten kein Problem,

ABER hier sind es zu viele, deshalb wähl ich AfD“,

 

oder:

 

„Ich bin ja kein Nazi, ABER Ihr müsst doch erkenn',

dass dass die Schleuser ihre Arbeit heute Seenotrettung nenn'“,

 

manifestiert wie ein kräftiger, brauner Dünnschiss nach einer durchzechten Nacht. 

Nach Michas Ansage, nun zum allerletzten Mal, der Gassenhauer „Klischee“ zu geben, macht sich leichtes Entsetzen breit, und dann ertönt er auch schon, der bisher wohl größte Hit des Waldgeist Kartells, seinerzeit erschienen auf „Hexenwerk“. 

Von Nazis über Yuppies, von verbeamteten linken Spießern und Ökospacken bis hin zu allen anderen unreflektierten Posern einschließlich ihm selbst, malt Micha greifbare Bilder aller erdenklichen Rollenklischees, um ihnen dann den Refrain um die Ohren zu hauen:

 

„Herzlichen Glückwunsch, Du bist ein Klischee,

ein richtiger Modellidiot, und wenn ich Dich so seh,

tut's mir so furchtbar leid,

mir mit Dir eine Welt zu teil'n.“

 

Der Höhepunkt ist erreicht, als er dem Publikum im „Call and Response“-Style immer wieder die Textzeile „Herzlichen Glückwunsch“ zu wirft, um sie dann natürlich unisono und auch immer wieder zurück geworfen zu bekommen. Dieses Wechselspiel stellt wohl den heutigen Höhepunkt der audience participation dar. 

Das Releasekonzert ist endgültig vorbei. 

Nun steht der dicke Boomer da und denkt verächtlich aber innerlich aufgewühlt zu sich selbst: „Das ist doch alles kalter Kaffee. Das wissen wir doch seit vierzig Jahren,“ Gleichzeitig fühlt er sich wieder wie mit vierzehn, als ihm die eine Klassenkameradin, die er am meisten gut fand, vor versammelter Mannschaft mit Fug und Recht eine Schelle für einen blöden Spruch gezogen hat und er zitternd mit roten Ohren und Tränen in den Augen so getan hat, als wäre dies spurlos an ihm vorübergegangen. 

Und wie damals manifestiert sich schon nach wenigen Sekunde in ihm die nicht neue Erkenntnis, dass er es verkackt hat und dass alle es sehen. 

Und nun steht er da im Jetzt und Hier und weiß, was er eigentlich schon immer wusste. 

Er weiß, dass er und seine Altersgenossinnen die letzten vierzig Jahre alles mit Füssen getreten haben, was ihnen in den 80ern des vorigen Jahrhunderts wichtig war und sie Hand in Hand wider besseren Wissens auf dem Weg zur „Endstation Wachstum“ weltweit einen Schaden angerichtet haben, von dem die Diktatoren des 20. Jahrhunderts nicht mal zu träumen gewagt hätten. 

Nur haben die nicht die Grünen gewählt. 

Es bleibt die schale Schuld, nicht nur diesen jungen Menschen da oben auf der Bühne das Leben und die Zukunft so versaut zu haben, dass sie nicht anders konnten, als zwei Jahre lang intensiv an diesem Konzeptalbum zu arbeiten, um ihren literarischen und musikalischen Beitrag dazu zu leisten, das Ruder doch noch herum zu reißen und um nicht zu platzen vor Enttäuschung und Wut. 

Der Boomer hat auf voller Linie verloren. 

Die Generationengerechtigkeit fordert ihr Recht. 

Und wie dereinst Bob der Schlaumeister hat das Waldgeist Kartell den Tiefgang auf seiner Seite. 

Und die Wut! 

Und die Wahrheit! 

Und wie Uncle Bob damals, wissen seine Bandmenschen, dass wenn nicht sie es verbalisieren, womöglich keine*r dies tun wird, ihre Worte ungesagt, ihre Feinde unbekämpft bleiben würden. 

Wie gern hätten Sie einfach nur Liebeslieder geschrieben?

 

Waldgeist Kartell

Als die Boomer dem Rosa Kaninchen die Zukunft stahlen (Foto Michael Weißbach)

 

Musikalisch bin ich Boomeridiot schwer angetan. Die Entscheidung, ein Konzeptalbum auszuarbeiten, ist allein schon erwähnenswert. 

Wer traut sich denn heute noch sowas, außer vielleicht ein paar dutchgedrehten progressiven Metalbands? 

Dann aber das ganze auch noch konsequent in dieser Form, leicht erweitert, aufzuführen, ohne dabei in die abgedroschene „Grips-Theater“-Falle zu tappen, ringt mir größten Respekt ab. 

Zeitweise musste ich im Verlauf dieses Abends an Wolfgang Ambross' „Watzmann-Saga“ denken, dann fielen mir wieder „The Whos“ „Tommy“ und auch „Pink Floyds“ „The Wall“ und wegen der Schönheit und Eingängigkeit der Harmonien oft unweigerlich Richard O'Briens grandiose „Rocky Horror Picture Show“ ein. 

Ganz großes Kino. 

Dafür, und für den Verzicht auf eingeschobene Spielszenen, feiere ich das „Waldgeist Kartell“ und dank ihm für diesen wundervollen und hochwertigen Abend. 

Widerstand is ersma gesichert!

 

Bleibt nur noch der Aufruf an Euch, liebe Dremuphyten, das neue Album „Idiot im Wunderland“ unbedingt zu kaufen. Es wird am 29. Oktober auf CD und Spotify veröffentlicht werden. Auf Spotify ist schon eine Hand voll Singles daraus erschienen. Die Videos dazu laufen auf Youtube heiß. Eine Vinylversion ist in Arbeit. 

 

Nähere Informationen findet Ihr unter folgenden Links zum Waldgeist Kartell:

 

https://www.youtube.com/channel/UC2nL-Hym0MJgsske7o1MqxA

www.waldgeist-kartell.de

https://open.spotify.com/artist/6CzK3josCVwe5wycCbStWN?si=HxxCdATcRuOELDMoOwb6rg&dl_branch=1 

https://www.facebook.com/waldgeistkartell

https://ich-unterstuetze.de/waldgeist-kartell/?fbclid=IwAR1hogo6yY6hsa9n35lym1HMe7yGcSQVx6Cu7POq8jX_MCbmyKbNVxPxiNY

 

Abschließend danke ich noch Michael Weißbach für die tollen Bilder und Juliane Tyczewski für die Kommata und Großbuchstaben.

 

 

Kommentare   

+1 #4 Jörg Röschmann 2021-11-03 13:10
Lieber Blasius,

danke für Dein Lob.

Und wie gefällt Dir die Musik vom Waldgesist Kartell?

Bussi

Jörki
Zitieren
+1 #3 Blasius 2021-11-01 18:06
Blasphemerie!
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+2 #2 Jörg Röschmann 2021-10-27 15:06
Hallo Peter77,

danke für Dein Lob.

Natürlich spiegelt alles, was in einem Artikel steht, lediglich die Meinung des Verfassers, sofern nicht als Zitat gekennzeichnet, wider.

Alles andere, sollte nach ausgeschaltetem Trigger und objektiver Lektüre selbsterklärend sein.

Ich mag auch Rockmusik. Aber Tellerränder sind mir zuwider.

Liebe Grüße und vor allem:

Viel Spass beim Anhören der Musik.

Jörki
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+1 #1 Peter77 2021-10-27 08:03
Ein erfrischend andere Bericht, aber an einer Stelle frage ich mich: ist die Aussage dass Rockumusik "Musik der Tätergeneration" ist und daher für das Waldgeistkartell nicht spielbar, Aussage der Band oder des Autors dieses Artikels? Das wird mir hier nicht ganz klar.

Der Täterbegriff wird mir in der Passage des Artikels irgendwie zu sehr verwaschen und strapaziert. Englisch ist also nicht die Sprache der Befreier weil das was danach kam auch scheisse war/ist? Wirklich? Das Relativiert das wovon uns eben die Befreier befreit haben, echt eine komische Aussage. Dafür ist Deutsch aber die Sprache Kafkas, na gut.

P.s. Ich mag Rockmusik
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