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SCORNAGE - "Sick Of Being Huma-

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Matt
Zugriffe: 789
Da die meisten Dremu-Leser Kieler UND eifrige Meieristen sind, sollten SCORNAGE noch von ihrer 2001er Show in der Meierei mit TERROR SQUAD und BONEHOUSE in bester Erinnerung sein. Da hatten die Jungs einen Aushilfssänger dabei, denn vom ursprünglichen Shouter hatte man sich gerade getrennt. Nun ist das Line-Up wieder komplett und der neue Schmetterkopp hat ein schön raues, tiefes Organ, das gut zum kraftvollen Thrash Metal der Band passt und mich ein wenig an einen dunkleren Mille erinnert (also, von der Stimmfärbung her, ne). Das ist die erste gute Nachricht. Die zweite ist, dass SCORNAGE sich seit „Ascend“ in Sachen Songwriting gewaltig gesteigert haben. Die Thrash-Granaten werden schön straight abgefeuert, sind vom ersten bis zum letzten Song bangkompatibel. Die Jungs sind zwar spieltechnisch fit, wollen uns jedoch angenehmerweise nicht beweisen, wie viele Breaks sie in einem Song reinpacken können. Nee,. Da sind geile stampfende Rhythmen am Start sowie Killerriffs en masse (ich nenn mal den Titelsong als Beispiel). Herrlich old schoolig kommt „Over And Out“, wo Sänger Guido Grawe grölt „Warfare – Atomic Warfare“ und man sofort mitbrüllen möchte. Insgesamt ein feines Thrash-Album und ich füge ausdrücklich hinzu, dass ich hier keine Kumpel-Rezi schreib, weil wir mal mit den Jungs gezockt haben – logisch eigentlich, das wird’s hier NIE geben. ---Punkte: 8
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SCHROTTGRENZE - "Belladonna" (-

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Matt
Zugriffe: 773
Das Cover der SCHROTTGRENZE-MCD „Belladonna“ ist ein schönes NIRVANA-„Remake“, in Anlehnung an „Bleach“ hat die Band genau so ein Negativ-Bandfoto raufgepackt und auch sonst das Design kopiert. Musikalisch wird aber nix kopiert und auch kein Grunge gezockt, SCHROTTGRENZE spielen Punkrock mit sehr fitter Gitarrenarbeit. Die Band rockt meist treibend los, die Gitarren (die vom Mix her räumlich getrennt werden, also jeweils aus einer Box kommen und sich toll ergänzen) packen einige Klassemelodien drauf. Verwiesen sei nur mal auf den Titelsong, sehr schön! Der Gesang klingt mir etwas zu harmlos, ist halt so’n klarer melancholischer Gesang in Richtung Hamburger Schule. Das ist Geschmackssache, aber fest steht, dass alle Songs ziemliche Ohrwürmer sind und zugleich ordentlich rocken. Die Texte sind auf Deutsch und „sehr weise“, wie die Band selbst beim Live-Bonus „Auf der chinesischen Mauer“ sagt, he he. Nein, das hört sich jetzt schlimmer an, als es ist: „Ich hab gegessen, was man mir gab. Ich hab getrunken, was man mir gab. Ich hab geraucht, was man mir gab. Doch wenn die Angst kam, war dann leider nichts mehr da“ heißt es in „Hellwach“ – ja, durchaus anregend. Übrigens gibt’s die Scheibe auch als Vinyl-12“ bei Radio-Blast. ---Punkte: 7
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ANTI-CONTROL - "Pictures of a -

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Matt
Zugriffe: 889
ANTI-CONTROL sind live so energisch, dass ich sehr gespannt war, ob die Power dieser Band auch auf Konserve rüberkommen wird. Mit „Pictures Of A World Falling Apart“ beantworten die Schweinfurter diese Frage mit einem dicken „JAA“. Erstmal die äußeren Fakten: Vinyl only, Poster mit drin, Heftschä mit Texten und Fotos ebenso – das alles für 7,50 Euro. Super, D.I.Y. or die! Die Produktion ist auch gelungen, schön räudig und natürlich. Die Mucke der Jungs – fetziger 80er HardcorePunk – kommt ohne Umschweife direkt auf den Punkt und regt sofort dazu an, sich zu bewegen. Das hat Leben, reißt mit und weckt im Hörer dieses Gefühl, dass er/sie jetzt irgendwas tun muss. So geht`s mir jedenfalls. Dabei sollte noch erwähnt werden, dass bei dieser Art Hardcore der Punk ganz groß geschrieben wird. Kein Brüllaffen-Geballer also, sondern immer wat melodisch und kraftvoll. Sänger Eric hat es gut drauf, kraftvoll zu schreien als auch schöne Melodien miteinzubauen. Assoziationen zu MINOR THREAT oder SPERMBIRDS werden wach, so vom Gefühl her. Textlich gibt es den verbalen Rundumschlag gegen Globalisierung, Konzerne, Fleischfresserei, Militarismus oder Hausaufgaben. Alles, was scheiße ist halt, und auch wenn diese Themen von vielen Bands aufgegriffen werden, so heißt das nicht, dass sie nicht verdammt wichtig sind. Maul aufmachen, richtig so! Gut gefällt mir auch das „Fight Club“-Zitat am Ende. Wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung... Scheibe kann man finden bei: www.swc-recordings.de www.giftzwerg-records.de ---Punkte: 10
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CRISIS - Like Sheep Led To Sla-

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Matt
Zugriffe: 726

Juhu, sie sind wieder da. Eine meiner absoluten Lieblings-Kaputten-Combos hat sich nochmal zusammengerauft und ne neue Platte gemacht. Und was für eine. Eigentlich hat sich stilistisch nicht allzuviel verändert, nach wie vor gibt´s einen Mix aus Metal und Hardcore mit der üblichen Psycho-Vollmacken-Kante, die durch die zum Teil echt schrägen Riffs und vor allem natürlich den Gesang von Karyn Crisis entsteht. Der deckt absolut alles ab, was man mit einer menschlichen Stimme so machen kann und auch ein paar Sachen, die eigentlich nicht gehen dürften. Sie kreischt, keift, brüllt, grunzt, flüstert und singt dazwischen immer wieder die geilsten düsteren Melodien rein. Das Ganze kommt wie immer sehr, äh, extrovertiert rüber, was dazu führt, dass die meisten mit dem zugegeben hohen Nervpotential der Sängerin überfordert sind. Meine Freundin attestierte der Band zum Beispiel, sie sei das schlimmste, was ich an Krach besitze. Wer allerdings auf den Gesang klarkommt, dem steht mit der Platte eine ereignisreiche Dreiviertelstunde bevor. Wurde auf den ersten Platten der Psychofaktor der Stimme ganz gern mal zum Selbstzweck, so wird auf dem neuen Album zum ersten Mal wirklich durchweg songdienlich damit umgegangen. Das macht die Chose kein Stück weniger durchgeknallt, aber öfter hörbar (bei mir seit drei Tagen durchgehend). Die 12 Songs variieren zwischen schleppend und Midtempo, sind teilweise recht komplex, es passiert sehr viel, und enthalten zahlreiche wirklich geile Riffs. Getragen wird´s natürlich hauptsächlich von der Sängerin, die hier ihre düsteren Visionen über eine kaputte Gesellschaft in die Welt schreit. Dazu kommt noch, dass der neue Schlagzeuger echt ne Rakete ist, er spielt sehr viel und zaubert geile Sachen hin. Die Band spielt außerdem gut zusammen und der Sound von Billy Anderson (Neurosis, Ratos de Porao, Charger etc.) kommt schön fett, natürlich und furztrocken rüber. Gut, dass sie wieder da sind und auch gleich ihre mit Abstand beste Platte rausgetan haben.

www.CrisisSite.com

---Punkte: 10
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MOTÖRHEAD - Inferno-

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Kategorie: Tonträger Reviews
Veröffentlicht: Freitag, 01. Januar 2010 00:00
Geschrieben von Matt
Zugriffe: 798

Na endlich! Ich hatte wirklich schon Angst, es würde nicht mehr passieren. Motörhead machen mal wieder ein wirklich tolles Album. Dem letzten guten, "Overnight Sensation", folgten ja das meiner Ansicht nach ziemlich mißratene "Snake Bite Love", das zur Hälfte schweinegeile, zur Hälfte aber leider öde "We are Motörhead" und das lahmarschige "Hammered". Die Befürchtung, Motörhead hätten´s hinter sich, war zum Glück unbegründet. Auf dieser Platte sind eigentlich nur Hits drauf, und die ganze stilistische Bandbreite wird abgedeckt. Von schnellen Songs wie dem Opener "Terminal Show" über typische Rocker wie "Killers", Boogies wie "Life´s a Bitch" bis hin zu eher untypischen, aber ebenso geilen und mit schönen Gesangmelodien versehenen Songs wie "In the Black". Zum Schluß gibt´s noch ne Akustikballade ("Whorehouse Blues") mit entweder total kultigem oder dämlichem Text, das liegt im Auge des Betrachters. Da wir hier über Motörhead reden, finde ich´s mal kultig. Einziger kleiner Wehrmutstropfen: Das Ding klingt leider ziemlich digital und künstlich, wobei das natürlich relativ zu verstehen ist und der Sound mit einer richtigen Metalproduktion immer noch nix zu tun hat. Dennoch, eine schlecht gemachte Digitalproduktion wirkt sich oft zuerst beim Schlagzeug aus, und das klingt dann auch nicht so besonders, die Alben von "Bastards" bis Overnight Sensation" klangen einfach schöner. Hoffentlich gehen die bei der nächsten Platte mal wieder zu dem Typen ins Studio. Aber was soll´s, vielleicht bin ich auch nur ein Scheißnazi, die Hauptsache bleibt natürlich die absolut geile Musik. Das Ganze ist natürlich mal wieder gnadenlos auf den Punkt gespielt und hat mehr Drive und Coolness als alle Möchtegerns und Schweden-Kopien zusammen. Und hier liegt auch ein weiteres Verdienst der Platte, zumindest an mir: sie zeigt, wie gut diese Typen sind und sorgt dafür, dass ich schon den Ganzen Tag die Platten von denen im Wechsel höre und mal mein altes Motörshirt wieder aus dem Schrank gekramt habe. Ich gebe zu, ich hatte zwischendurch vergessen, wer die Chefs sind, aber ich gelobe Besserung.
Ach ja: der CD liegt eine DVD mit einem sehr unterhaltsamen Interview mit den Herren und drei Videos bei. Motörhead! Motörhead! Motörhead! Motörhead! Motörhead! Motörhead! Motörhead! Motörhead!

---Punkte: 10
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