BONE MAN, 'Plastic Wasteland', Pink Tank Records, 2014
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- Kategorie: Tonträger Reviews
- Veröffentlicht: Sonntag, 21. September 2014 21:20
- Geschrieben von Dirk
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Philipp: Ächz, schon wieder kaum geschlafen. Aber so ein Festival dient ja auch mehr der mentalen Erholung als der körperlichen. Geschlafen wird dann nächste Woche, und zwar am besten ganz durch. Siggi hat sich völlig schmerzfrei tatsächlich so Sachen wie Wrestling oder Sir HENRY HOT angesehen und bringt uns mit begeisterten Schilderungen dieser Genüsse gleich auf Betriebstemperatur. Unsere geilen „Ganz ehrlich“-Nachbarn bauen hingegen bereits ab. Offenbar genug gesoffen und genug Bands gesehen (nämlich keine). Stefan und Siggi latschen schon los, doch zum Glück hat sich Strecker auf meinem Tempo eingependelt und geht erst mal mit mir duschen. Trotz Schneckentempo schaffen wir es fast pünktlich zu PRONG.
Bericht von Strecker, Siggi, Stefan und Philipp. Fotos von Evelyn Steinweg (KOLDBRANN), Siggi und Philipp.
Diese Woche fallen die (für mich) besonders interessanten Veranstaltungen mal wieder nicht aufs Wochenende. Ich find ja, dass das einem Die-Hard-Rock’n’Roll-Fan egal sein sollte. Lieber unter der Woche zwei, drei Mal keinen oder nur sehr wenig Schlaf abgreifen und dann notfalls am Wochenende zu Hause rumhängen und schlafen, statt die relevanten Konzerte zu verpassen und nur deswegen wegzugehen, weil man am nächsten Tag frei hat. Leider haben es aber gerade eher unbekannte Bands schwer, unter der Woche Leute zu ziehen und angesichts der eh stetig beschissener werdenden Bedingungen können tourende D.I.Y./Underground-Bands das Ding als längerfristige Perspektive bald haken. Kein Wunder, dass Eintrittspreise unter 15,- Euro selbst in Läden wie der Schaubude kaum noch zu halten sind. Was das Gefasel soll? Es liegt einfach an uns, ob Läden wie die Schaubude und weltweit tourende Undergroundbands in Zukunft noch existieren werden können. Wenn wir nur noch am Freitag und/oder Samstag auf solche Konzerte gehen, ist der Ofen jedenfalls bald aus. Mal von anderen Aspekten, welche die Zukunft „unserer“ Nische gefährden, ganz abgesehen.
Bericht von Philipp, Fotos von Alex Beh
Was für eine Art Mensch kann etwas gegen ein Kaffee- und Kuchenbuffet haben? Vielleicht dieselbe Art kümmerliche Arschgeige, welche es auch als völlig unmetallisch empfindet, dass ein Extrem-Metal-Konzert als Matinee stattfindet und obendrein noch in einem eindeutig antifaschistischen Laden. Denn letzteres sei ja ganz schön intolerant. Da werde man nur wegen eines T-Shirt-Motivs ausgeschlossen. Total repressive Zensur und so.
Das denk ich mir übrigens gerade nicht etwa aus. Derart hohle Kommentare gab es wirklich in der fb-Einladung zu dieser Veranstaltung. Ich hab gut gelacht. Aber letztlich sind die Typen, die so und ähnlich „argumentiert“ haben, wohl schmollend zu Hause geblieben. Eindeutig das Beste für alle.