SHAM 69, TYPHOON MOTOR DUDES / 26.02.2015 – Kiel, Alte Meierei
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- Kategorie: Berichte aus dem Pit
- Veröffentlicht: Mittwoch, 11. März 2015 13:27
- Geschrieben von Onni und Philipp
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Phlipp: Kuriose Scheiße: Irgendwie gibt es seit 2011 zwei Versionen von SHAM 69 – eine mit den Gründungsmitgliedern Jimmy Pursey (v) und Dave Parsons (g) und eine mit Leuten, die z.T. mehrere Jahre zu einem späteren Line-Up der Band gehörten. In Kiel zockt heute die letztere Version. Aus Sicht dieser Band habe sie sich ihre Reputation verdient, Dave Parsons gehörte sogar auch mal zum Line-Up, hat sich aber wieder mit Jimmy Pursey zusammengetan. Naja, komplizierte Scheiße und irgendwie immer etwas arm, wenn sich Musiker derart zerstreiten. Dabei hätte die hier reviewte Band das gar nicht nötig, allein aufgrund eigener – richtig guter – neuer Songs. Aber natürlich zieht man mit dem Namen SHAM 69 mehr Leute, als wenn man sich jetzt was Neues wie DEATHBANGER 666 gesucht hätte. Das klappt heute auch – die Meierei ist sehr gut gefüllt (ich frag mich ja immer, wo die Leute sich sonst verkriechen, wenn gute Punkkonzerte laufen).
Onni: Aaalsoo, das Grunddilemma dieses Abends hat der Kollege damit zwar schon ganz gut angedeutet, etwas weiter in der Bandgeschichte müssen wir an dieser Stelle aber dennoch kramen. Aber von Anfang an: Irgendwie habe ich mir mit einem klitzekleinen Kommentar zur Rechtfertigung meines Konzertbesuchs in erster Linie vor meinem eigenen Gewissen in privater Runde via eines gewissen sozialen Netzwerkes noch vor dem eigentlichen Show-Down den Ruf eines offenbar für irgendwie kompetent gehaltenen scharfen Kritikers erworben. Dies drückte sich nicht nur in zahlreichen erbetenen Einschätzungen meinerseits im Vorfeld, während und im Nachklang des Konzerts aus, sondern auch in der Anfrage, diesbezüglich was auf das virtuelle Dremu-Papier zu schmieren. Eine Ehre und gleichzeitige Herausforderung, vor der ich mich nun schon seit einigen Tagen erfolgreich drücke. Also kommen wir zur Sache, bevor noch mehr Zeit vergeht und in dieser schnelllebigen Zeit kein Hahn mehr nach einer solchen Berichterstattung kräht.

