AUTONOMADS & PETROL GIRLS heute Abend, den 23.6. in der Roten Flora
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- Kategorie: Reviews
- Veröffentlicht: Donnerstag, 23. Juni 2016 10:23
- Geschrieben von pan
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Der Hochbunker in Kiel Gaarden, Preetzer Ecke Iltisstraße, ist eine mittlerweile wirklich schöne Location für Veranstaltungen. Da vieles von den Betreibern mit viel Liebe und Schweiß selber gefertigt wurde und auch die Arbeiten im Vorfeld größtenteils ehrenamtlich und freiwillig waren, muss ich an dieser Stelle mal Respekt zollen. Umso mehr war meine Freude auf die 4 Bands. Earthquake hatten den Gig am Vortag aus mir unbekannten Gründen gecancelt.
Eieiei – so richtig zur Ruhe kommt mensch beim derzeitigen Konzertoverkill irgendwie nicht. HAMMERHEAD eröffneten das Wochenende, danach ging es für mich mit den Vladis nach Braunschweig zum Konzi und heute locken die brasilianischen Thrasherinnen von NERVOSA, die sich nach ihrem Gastspiel im August 2015 erfreulicherweise wieder in die Meierei begeben.
Fotos von Matthias Gumble
ENDLICH! LOUDNESS zählen seit über dreißig Jahren zu den Bands, die ich unbedingt mal live sehen wollte, es aber bis jetzt nie geschafft hatte. Ich muss für diesen Bericht also meine sonstige gewohnte emotionslose Objektivität ablegen und mal hart subjektiv abgehen: Es war 1984, als ich den Longplayer „Disillusion“ im Kieler Plattenladen Membran erwarb. Ich hatte über das Ding ‘ne euphorische Plattenrezension gelesen, was mir damals wie heute noch der Hauptanreiz zum Erwerb eines Tonträgers war. Somit wanderte „Disillusion“ zu Zeiten in meine Plattensammlung, als die sich noch in überschaubarer – höchstens dreistelliger – Größe befand. Und was hat man mit diesen vergleichsweise wenigen Alben gemacht, die man als Teenager hatte? Man hat die Biester rauf- und runtergedudelt, tage-, ja wochenlang nichts anderes gehört (bzw. GEMACHT!)… Diese leichtfüßige Gitarrenarbeit, dieser spezielle Gesang, diese SONGS! Geil war übrigens, dass die Platte in japanisch und in englisch eingesungener Version existierte: Ein Kumpel hatte die japanische Version – wir verglichen und stellten fest: Weder das japanische noch das „englische“ Gesinge von Minoru Niihara war in irgendeiner Form verständlich... Was aber dem Reiz durchaus nicht abträglich war. Jedenfalls zählen LOUDNESS und deren erste acht Alben (das Livealbum mitgezählt) für mich eigentlich zu den recht zentralen Dingen im Leben. Und dennoch hab ich bisher kein Konzert der Japaner besuchen können! Vielleicht gut so, denn die Band hatte eine längere „experimentelle“ Phase, in der sie irgendeine Musik gespielt haben soll, die recht wenig mit ihren Ursprüngen zu tun hatte. Doch schon seit Jahren besinnen sich LOUDNESS laut Berichten auf ihre Roots. Ich erhoffte mir also zumindest einen Abglanz ihrer Anfangszeit. Sollte aber viel mehr bekommen…
Wir schreiben den 21. Juni 2016. In meinem Briefkasten liegt ein Paket und ich bekomme feuchte Augen bei diesem Anblick. Flashback - Philipp Wolter & seine Schergen haben vor nicht allzu langer Zeit, im Oktober 2014, bei mir genächtigt und ein Konzert mit schicker Oldschool-Note in Innsbruck zelebriert. Selten höfliche Fucker! Etliche KonzertbesucherInnen sprechen heute noch darüber (nur mal so am Rande).