WISHBONE ASH, DORIS BRENDEL / 01.02.2018 – Hamburg, Fabrik
- Details
- Kategorie: Berichte aus dem Pit
- Veröffentlicht: Montag, 05. Februar 2018 15:04
- Geschrieben von Philipp Wolter
- Zugriffe: 2103
„Das war nach meiner Zeit“ – diesen traurigen Satz hat neulich wieder mal jemand in meiner Gegenwart geäußert. Traurig insofern, als dass ich mich dann immer frage: „Hä, du lebst doch noch?“ Ich widerstehe mittlerweile dem Impuls, das auch laut zu äußern. Für manche Menschen scheint es demnach nur eine zeitlich beschränkte Lebensphase zu geben, in der sie aktiv sind, auf Konzerte gehen oder Neuerscheinungen verfolgen. Was die wohl danach machen? Noch bitterer ist aber vielleicht der ebenfalls nicht selten geäußerte Satz „Das war vor meiner Zeit“. Diesem Menschen ist es dann also egal, wie die Roots der Musik aussehen, die er oder sie hört? Finde ich auch schräg. Muss man mal auf Klassikkram übertragen. „Kennste Mozart?“ – „Nee, war vor meiner Zeit.“ Liegt es nicht in der Natur der Sache, dass man irgendwann ergründen will, woher IRON MAIDEN ihre Einflüsse bezogen haben? Wer das tut, entdeckt irgendwann einen Schatz und zwar das Album „Argus“ von WISHBONE ASH!
