LIFE OF AGONY, PYOGENESIS / 17.06.2018 – Kiel, RADIO BOB CAMP
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- Kategorie: Berichte aus dem Pit
- Veröffentlicht: Freitag, 29. Juni 2018 13:32
- Geschrieben von Philipp Wolter
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Ich muss erst mal gestehen, dass ich kein Album von LIFE OF AGONY besitze und die Band für mich – duck! – auch nie sonderlich relevant war. Das Debut lief natürlich „überall“, wie man so schön sagt, irgendjemand hat es mir auch auf Kassette überspielt, aber so richtig oft gehört habe ich die (natürlich immer noch in meiner Sammlung befindliche) Kase nicht. Auf der ersten Tour mit PRO-PAIN und SPUDMONSTERS war ich allerdings dabei (Markthalle), das war wirklich gut und später tauchten LOA natürlich immer mal auf Festivalbühnen auf, vor denen ich rumlungerte.
PYOGENESIS waren da schon eher mein Ding, „Waves Of Erotasia“ (1994) und „Twinaleblood“ (1995) wurden abgeerntet und liefen zumindest für eine gewisse Zeit regelmäßig. Dann verlor ich die Band komplett aus den Augen – bis mir ein Bekannter von der Qualität des „A Kingdom To Disappear“-Albums (2017) berichtete und auch auf die Texte einging, die u.a. die Revolution von 1848 behandeln. Völlig zufällig lernte ich den Pyo-Chef Flo Schwarz wenig später kennen und hatte ein sehr anregendes Gespräch mit ihm. Die Platte ist wirklich der Hammer und kann mit tieftraurigen und pathosgeladenen Melodien und Texten begeistern, wer die Songs nicht kennt, sollte UNBEDINGT mal „Every Man For Himself… And God Against All“ (über Kaspar Hauser) und „I Have Seen My Soul” (eine Bearbeitung des “Bildnis des Dorian Gray”-Romans von Oscar Wilde) hören.
