Reviews

AGE OF WOE - „An Ill Wind Blowing“ (CD/LP War Anthem Records)

AGE OF WOE - „An Ill Wind Blowing“ (CD/LP War Anthem Records)
VÖ: 14 October 2016

AOW-Cover
 

Passend zur tristen Jahreszeit und zu all den Krisen, die sich zur Zeit Bahnen brechen, präsentieren AGE OF WOE ihren zweiten Longplayer, der passend zur aktuellen Gemengelage „An Ill Wind Blowing“ betitelt ist. Ihrem düsteren, schwerfälligen Hardcore mengen die fünf Göteborger eine Menge stimmungsvoller Elemente hinzu, die ihren neuen Songs, sieben an der Zahl, sehr viel Tiefe geben. Aus dem Mahlsturm, den sie 36 Minuten lang entfachen, kann man neben schnöden Keyboards auch Blasinstrumente und eine Mandoline herausfiltern. Trotzdem bleibt der Sound der Schweden massiv und gehaltvoll und teilweise auch noisig. Keine Anwandlungen von Artcore sind zu beklagen. Die Songs sind vielschichtiger, verspielter, länger, aber auch strukturierter und damit bedrohlicher geworden. Ein bisschen Cult Of Luna ist auszumachen, ansonsten fahren AGE OF WOE mit „An Ill Wind Blowing“ die Schiene ihres ersten Album weiter, bauen ihren Sound aus und legen sich so einen eigenen Stil zu, an dem man das Quintett in Zukunft wiedererkennen kann. Das stilvolle schwarz-weiße Artwork rundet eine expressive Hardcore-Scheibe ab, die den Spagat zwischen purer Energie und dem aktuellen Trend zu mehr Atmosphäre und ambitioniertem Songwriting aus effektive Art und Weise meistert. Live sind AGE OF WOE im Herbst in unseren Breite zu bestaunen. Nicht verpassen!

AGE OF WOE live 2016

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Eingereicht von Philipp

Stumbling Pins – "Common Angst" (CD/LP Fire and Flames Music/Plastic Bomb Records)

3.755

Eine zweite Platte rauszubringen ist eine Erfahrung, die mir bisher mit jeder der Bands, in denen ich spielen durfte, verwehrt blieb. Bei vielen anderen Bands empfinde ich das zwar als nicht weiter tragisch, weil sie nach meinem Dafürhalten entweder ohnehin nicht allzu viel hergeben, oder aber nach einer Platte einfach alles gesagt ist, was sinnvollerweise in einer bestimmten kreativen Formation zu sagen ist, so dass alles, was danach kommt, zwar nicht schmerzt, aber sich im Grunde anfühlt, als wäre etwas Nettes nochmal breitgelatscht und aufgewärmt worden. Die Gaarden-basierten STUMBLING PINS zeigen jedoch aktuell mit ihrer lang erwarteten zweiten Platte, wie unerwartet große Schritte eine Band mitunter noch tun kann.


Stumbling Pins


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Eingereicht von DoctorJoyBoyLove

THRÄNENKIND - "King Apathy" (Lifeforce Records, 2016)

Alben von Menschen zu reviewn, denen man freundschaftlich verbunden ist, ist immer eine ziemlich delikate Angelegenheit. Die Gefahr, die Objektivität auf der Strecke zu lassen, um Freunden ein paar warme Worte zukommen zu lassen ist stets gegeben. Schlussendlich bleibt die Szene, in der man sich bewegt jedoch so klein, dass Querverbindungen fast immer bestehen und man selbst zuallererst Fan und Freund ist und eben genau kein Journalist.
Einige Zeit habe ich nun mit Thränenkinds „King Apathy“ verbracht und lange mit mir gerungen, ob ich dazu etwas sagen will und komme doch wieder und wieder zu dem Schluss, dass ich das nicht nur will, sondern es einfach muss.

King Apathy

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Eingereicht von Fabi

VLADIMIR HARKONNEN – „Ticking Bomb Scenario“ 12“ EP (Toanol Records, Jan ML / Maja von Lobeck Records, Frontcore Records, Network Of Friends, Break The Silence)

VRHN - Ticking Bomb Scenario


Wir schreiben den 21. Juni 2016. In meinem Briefkasten liegt ein Paket und ich bekomme feuchte Augen bei diesem Anblick. Flashback - Philipp Wolter & seine Schergen haben vor nicht allzu langer Zeit, im Oktober 2014, bei mir genächtigt und ein Konzert mit schicker Oldschool-Note in Innsbruck zelebriert. Selten höfliche Fucker! Etliche KonzertbesucherInnen sprechen heute noch darüber (nur mal so am Rande).

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Eingereicht von Philipp

MOMENT OF SALVATION - 'No world order', 2015, Eigenproduktion

4.85

Seit ein paar Monaten routiert die neue Platte der Kieler Black Metal Formation Moment of Salvation in meinem Player. 'No world order' ist nun schon ca. 4 Monate auf dem Markt und für mich ein Grund mehr, diesen Bericht abzuwälzen, um es den düsteren Damen und Herren schmackhaft zu machen.

Die Gitarrenarbeit sägt sich mit dem ersten Song old school mäßig in mein Gehör und ich beginne zu schmunzeln. Deren Sound ist nicht so kläglich wie das Dosengeräusch vieler Artgenossen. Das Genre 'Black Core' ist mir bekannt, sofern man 1 und 1 zusammenzählen kann, womit dann auch die Schubladenfrage, jedenfalls für mich, geklärt wäre. Das Ganze klingt sehr gereift. Hierbei ist eventl. zu erwähnen, dass noch andere musikalische Arbeiten fernab des Extremmetals durch einige der hier anwesenden Herren vollbracht werden und jeder ein Kenner seines Instruments ist.


MOMENT OF SALVATION


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Eingereicht von Dirk Däzzrock

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