Reviews

King Buffalo - Orion

Das aus Rochester, NY stammende Trio King Buffalo hat sich bereits im Jahr 2013 gegründet und legt nun mit Orion ihren ersten Longplayer vor. Die Platte geht zwar grob in Richtung Stoner und 70s Rock, hat aber viele psychedelische Elemente, die der Platte insgesamt eine doomige und düstere Stimmung verleihen. Trotzdem wirkt Orion sehr entspannt und groovig, so dass es trotz der eher düsteren Atmosphäre Spaß macht Orion zu hören.

Mir persönlich fehlen allerdings ein paar Ausbrüche und die Songs bleiben mir zu vorhersehbar. So ein richtiger Hit fehlt der Platte leider auch. Dennoch sind die Songs alle auf einem gleichbleibend hohem Niveau und machen Orion zu einem gelungenem Debüt, das ich jedem Stoner Fan, der auch mal ruhigere Momente mag empfehlen kann.

Live gibt es King Buffalo übrigens beim Stoned From The Underground Festival zu sehen und eine Hörprobe ist hier zu finden.

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Eingereicht von M.Strecker

NOISE FOREST - "Boiling Blood" (CD, Eigenproduktion 2017)

4.835

NOISE FOREST

Die Kieler Sprotten von NOISE FOREST gibt es immer noch, hatte ich die Band doch erst auf dem AUTUMN BLAST KIEL FESTIVAL II 2016 in der Räucherei live gesehen. Legen nun die lokalen Kieler Helden mit „Boiling Blood“ eine amtliche CD/LP nach. NOISE FOREST haben sich seit ihrer Gründung mit Jack Letten (SMOKE BLOW/ERIK COHEN) immer weiterentwickelt und oft ihr Line-up gewechselt. So produzierte Boris Kronenberg, Sänger, Gitarrist und Basser von NOISE FOREST, das aktuelle Album „Boiling Blood“ fast im Alleingang.

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Eingereicht von Philipp

AARGH FUCK KILL – “Modern Warfare” (Vinyl-EP, Sengaja-Records, Raw Mantic Disasters)

4.145

AFK

Eigentlich müssten Bandname und Coverartwork ja reichen, um die Zielgruppe in den Fischkopp Plattenshop stolpern zu lassen. Wer hier nicht mindestens den Drang zum Reinhören verspürt, der/die braucht wohl auch gar nicht weiterzulesen.

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Eingereicht von Philipp

KÄNGUIN - "Känguin" (Freakquenzy Records, 2016)

KÄNGUIN


Das 4-köpfige psychedelisch doomige Klangexperiment schüttelt immer mehr konzeptionell breitriffige Rockhymnen aus dem Ärmel. Der knarzend brodelnde Bass in "Spiral of noise" lässt erahnen, dass dem Hörer ein kräftiges Soundgewand entgegenrollen wird. Nennen wir es wie auch sie instrumentalen Rock, der sich in kreativer Form völlig ausgelassen aller Schubladen bedient. Doch befindet sich die Basis in der Schwere dieser Musik.

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Eingereicht von Dirk Sackers

DISTANCE IN EMBRACE - "The worst is over now" (CD, Horror Business Records 2016)

DISTANCE IN EMBRACE haben nen guten Sound. Gleich zu Anfang von 'The worst is over now' kommt schönes Double Bass Gebolze mit ner klassischen Metalklampfe. So weiß ich schon bei meinem ersten Schluck Kaffee, dass die Herren aus Minden keinen Soundrack für Elektroparties machen. Die Nummer geht in Richtung Metalcore. Also 'n Mix aus Metal und Hardcore auch Dank des Sängers bzw der Sänger, die mit Wechsel im Gesang mal grunzen, mal clean shouten. Mir ist das ein bischen zu clean. Im Growl-Kreischen machen Sie dafür aber einen amtlichen Job. Doch im Metalcore brauch ichs gesangstechnisch noch 'n bischen härter - Ansichtssache. Musikalisch gibts da nur insofern von meiner Seite etwas dran zu rütteln, dass ich mit der Mukke einfach nicht warm werde. Auch weil mir einer der Sänger dermaßen auf die Eier geht. Screamo ist das also... Ja, sorry.... denn die Mukke und auch die Klampfen wissen immer wieder zu überzeugen. Die Herren verstehen ihr Handwerk. Plausibel, denn ein Blick in deren Bio zeigt, dass es die Combo seit 2004 gibt und auch ein paar VÖ schon auf ihr Konto gehen. Aber so richtig Metalcore in die Fresse ist das leider nicht. Soll vielleicht auch gar nicht. Ich sags mal so, 2 Sänger braucht ne Band, wenn beide richtig geil sind. Hier ist aber einer, der mit seinem Geträller eher die Metaller ins Boxhorn zu jagen versucht. Ich versuche sachlich zu bleiben... Drumming und Klampfen sind aber dermaßen auf dem Punkt, dass 'The worst is over now' trotzdem seine Daseinsberechtigung bekommt.
Oder anders gesagt, so'n bischen embracen, aber in distance!


DISTANCE IN EMBRACE
Eingereicht von Dirk Sackers

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