Reviews

DISTANCE IN EMBRACE - "The worst is over now" (CD, Horror Business Records 2016)

DISTANCE IN EMBRACE haben nen guten Sound. Gleich zu Anfang von 'The worst is over now' kommt schönes Double Bass Gebolze mit ner klassischen Metalklampfe. So weiß ich schon bei meinem ersten Schluck Kaffee, dass die Herren aus Minden keinen Soundrack für Elektroparties machen. Die Nummer geht in Richtung Metalcore. Also 'n Mix aus Metal und Hardcore auch Dank des Sängers bzw der Sänger, die mit Wechsel im Gesang mal grunzen, mal clean shouten. Mir ist das ein bischen zu clean. Im Growl-Kreischen machen Sie dafür aber einen amtlichen Job. Doch im Metalcore brauch ichs gesangstechnisch noch 'n bischen härter - Ansichtssache. Musikalisch gibts da nur insofern von meiner Seite etwas dran zu rütteln, dass ich mit der Mukke einfach nicht warm werde. Auch weil mir einer der Sänger dermaßen auf die Eier geht. Screamo ist das also... Ja, sorry.... denn die Mukke und auch die Klampfen wissen immer wieder zu überzeugen. Die Herren verstehen ihr Handwerk. Plausibel, denn ein Blick in deren Bio zeigt, dass es die Combo seit 2004 gibt und auch ein paar VÖ schon auf ihr Konto gehen. Aber so richtig Metalcore in die Fresse ist das leider nicht. Soll vielleicht auch gar nicht. Ich sags mal so, 2 Sänger braucht ne Band, wenn beide richtig geil sind. Hier ist aber einer, der mit seinem Geträller eher die Metaller ins Boxhorn zu jagen versucht. Ich versuche sachlich zu bleiben... Drumming und Klampfen sind aber dermaßen auf dem Punkt, dass 'The worst is over now' trotzdem seine Daseinsberechtigung bekommt.
Oder anders gesagt, so'n bischen embracen, aber in distance!


DISTANCE IN EMBRACE
Eingereicht von Dirk Däzzrock

EUFOBIA - s/t (WIZARD/TWILIGHT VERTRIEB)

Da lassen die vier Herren aus der Hauptstadt Bulgariens ne richtig fette Scheibe auf die Menschheit los. Death'n'Roll laut Info. Aber auch schön Thrash Metal ist da drin. Und die Stücke gehen mit Spielzeiten von 2-4 Minuten auch gezielt und ohne Schnörkel ab. Doch der Mix macht die Musik. So ist alles gut, doch erwähnenswert ist da Song Nummer 3 - 'Liquid of creation', der mich teilweise an 'Motorbreath' von Metallica erinnert. Nicht durchgehend, aber stellenweise packen EUFOBIA die 'old school Keule' aus, um dann mit teilweise abgefahrenen modernen Breaks den Songs ein nicht ganz zu altbackenes Soundgewand zu geben. EUFOBIA machen richtig Laune. Der Sänger grunzt schreit und röchelt wie Steve Reynolds von Demolition Hammer. Richtig geil. Diese Asis haben jetzt schon bei mir n richtig dicken Stein im Brett. 'Unspoken' ist auch noch son Song. At its best auf die Omme kloppen, aber dann kommt 'n völlig disharmonischer Gitarrenpart. Wird nicht langweilig und schon beim ersten Mal Hören kam mir der Gedanke, sowas kann ich öfter haben. Nun läuft die seit zwei Tagen nach Einlegung fast durch. 'Lust' ist auch so geil! Und mit 'Cyber Pervert' wird dann doch noch mal die Death Metal Keule rausgeholt. Die legen sich also auch nicht fest. Sehr gut!
Das unbetitelte Album ist das dritte Machtwerk von EUFOBIA. Da muss ich mir den anderen Kram wohl auch mal reinbraten.
Sollte man haben!


EUFOBIA
Eingereicht von Dirk Däzzrock

VAYL - Eclipse The Sun EP

Das war doch mal ein Lichtblick am Montagabend. Statt Rechnungen habe ich die VAYL CD Eclipse The Sun in meinem Briefkasten gefunden. Die Bitte meine Meinung dazu zu schreiben erfülle ich natürluch gerne. Gleich der erste Song Welcome To The Badlands hat mich richtig umgehauen und ließ mich mein Feierabendbier gleich viel schneller trinken, damit ich mir gleich das nächste Bier öffnen und die restlichen 4 Songs der EP anhören konnte. Die hohe Qualität des Openers wird mit den nächsten locker gehalten und das Berliner Trio hat mich mit ihrem Stoner-Metal richtig überzeugt. Vor allem der Gesang zeigt, dass VAYL deutlich mehr Einflüsse aus dem Hardcore und extremeren Metalbereichen verarbeiten, als die meisten anderen stoner Bands, die eher im Blues und Hardrock verwurzelt sind. Mich erinnert das Ganze an High On Fire, die ich auch sehr schätze. Stoner-Metal der nicht zum träumen sondern eher zur Aggressionsbewältigung einlädt eben. VAYL haben mit Eclipse The Sun eine richtig gute EP hingelegt. Der Sound ist schön druckvoll und transparent. Eclipse The Sund wird bestimmt häufig den Weg in meinen CD Player finden.

Neugirige können sich VAYL am 19.11.2016 im Medusa mal ansehen. Die EP gibt es dort bestimmt auch käuflich zu erwerben. Los geht die Veranstaltung um 21 Uhr und MYSKODIL spielen auch.
Eingereicht von M.Strecker

TOTAL VIOLENCE - "Violence is the way of life" (CD, Killer Metal Records 2016)

Der Vierer aus Kellinghusen legt mit 'Violence is the way of life' ein Album vor, dass als Debut alle Ketten zu sprengen vermag. Schöner Old School Thrash Metal ohne Firlefanz und mit einer amtlichen Produktion. Genau so muss das klingen, wenn einer mit ner Keule in die Bresche kloppt.


TOTAL VIOLENCE

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Eingereicht von Dirk Däzzrock

OBSKURA - "Born In Blood" (Eigenproduktion)

OBSKURA

Langsam schleppend walzt sich der Opener 'Life and Death' in meine Gehörgänge. Produktionstechnisch wurde nochmal nachgelegt. 'BORN IN BLOOD' wummert noch fetter als deren Vorgänger. Colin Richardson? Nö... Fin Wiese und Patrick Bieler heißen die Herren, die hier für den Sound zuständig sind. Blastbeat Productions und Obskura selbst die zusätzlich an dem Pult n paar Knöpfe gedreht haben.

'DARK EXILE's Riff lässt vermuten, dass jetzt die Geschwindigkeit angezogen wird. Schöner Song. Der 'Neue' am Micro hört auf den Namen Marvin. Volkskrankheit Vergesslichkeit liess mich bei den meisten Treffen mit den Herren immer nur ein 'Ey Moin' oder 'Moin, Alder' hervorbringen. Der Mann heißt Marvin. Gut, dass ich das geklärt habe. Marvin röhrt, Marvin grunzt, Marvin growlt. Der würdige Nachfolger hat ein kräftiges unverkennbares Organ. Unverkennbar ist auch OBSKURAS Hang zur Eigenständigkeit und Sie besitzen trotz eines neuen Soundgewands immernoch ihren Wiedererkennungswert - klingt nach OBSKURA, ist OBSKURA! Titeltrack 'Born in blood' hämmert midtempo durch meine Bude. Das Album besticht durch einen satten Sound, mal midtempo, mal schnell, aber keinesfalls öde. Der Gesang klingt genauso dreckig wie sein Vorgänger, doch Marvin growlt noch ein bischen mehr. Ich mag das. Und es passt wirklich wie die Faust aufs Auge. Auch der Sound an sich klingt nicht fade, noch eintönig. Wäre es bei vielen Bands zu bemängeln, dass der Klampfensound nur von einem Mann gebracht wird so wissen OBSKURA dies zu kompensieren. Der Klampfer darf sich dafür auch richtig austoben - he's the boss! Auf Effekthascherei und Hall und der ganze oftmals überflüssige Schnick Schnack ist OBSKURA nicht angewiesen. Das zeugt von Professionalität im Tun dieser Combo aus dem Norden Deutschlands. 
Schön, dass die Herren am Ball bleiben. Hm... 'Deaf and blind' bekommt 'n Chorus im Refrain. Oh ha... Marvin ist echt geil! 'Death by dawn' als Bonustrack ist meine absolute Lieblingsnummer. Fettes Solo! Gruß an den Klampfer.

Amtliche Thrashgranate des Vierers!!!
Eingereicht von Dirk Däzzrock

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