Reviews

KÄNGUIN - "Känguin" (Freakquenzy Records, 2016)

KÄNGUIN


Das 4-köpfige psychedelisch doomige Klangexperiment schüttelt immer mehr konzeptionell breitriffige Rockhymnen aus dem Ärmel. Der knarzend brodelnde Bass in "Spiral of noise" lässt erahnen, dass dem Hörer ein kräftiges Soundgewand entgegenrollen wird. Nennen wir es wie auch sie instrumentalen Rock, der sich in kreativer Form völlig ausgelassen aller Schubladen bedient. Doch befindet sich die Basis in der Schwere dieser Musik.

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Eingereicht von Dirk Däzzrock

AARGH FUCK KILL – “Modern Warfare” (Vinyl-EP, Sengaja-Records, Raw Mantic Disasters)

4.145

AFK

Eigentlich müssten Bandname und Coverartwork ja reichen, um die Zielgruppe in den Fischkopp Plattenshop stolpern zu lassen. Wer hier nicht mindestens den Drang zum Reinhören verspürt, der/die braucht wohl auch gar nicht weiterzulesen.

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Eingereicht von Philipp

EUFOBIA - s/t (WIZARD/TWILIGHT VERTRIEB)

Da lassen die vier Herren aus der Hauptstadt Bulgariens ne richtig fette Scheibe auf die Menschheit los. Death'n'Roll laut Info. Aber auch schön Thrash Metal ist da drin. Und die Stücke gehen mit Spielzeiten von 2-4 Minuten auch gezielt und ohne Schnörkel ab. Doch der Mix macht die Musik. So ist alles gut, doch erwähnenswert ist da Song Nummer 3 - 'Liquid of creation', der mich teilweise an 'Motorbreath' von Metallica erinnert. Nicht durchgehend, aber stellenweise packen EUFOBIA die 'old school Keule' aus, um dann mit teilweise abgefahrenen modernen Breaks den Songs ein nicht ganz zu altbackenes Soundgewand zu geben. EUFOBIA machen richtig Laune. Der Sänger grunzt schreit und röchelt wie Steve Reynolds von Demolition Hammer. Richtig geil. Diese Asis haben jetzt schon bei mir n richtig dicken Stein im Brett. 'Unspoken' ist auch noch son Song. At its best auf die Omme kloppen, aber dann kommt 'n völlig disharmonischer Gitarrenpart. Wird nicht langweilig und schon beim ersten Mal Hören kam mir der Gedanke, sowas kann ich öfter haben. Nun läuft die seit zwei Tagen nach Einlegung fast durch. 'Lust' ist auch so geil! Und mit 'Cyber Pervert' wird dann doch noch mal die Death Metal Keule rausgeholt. Die legen sich also auch nicht fest. Sehr gut!
Das unbetitelte Album ist das dritte Machtwerk von EUFOBIA. Da muss ich mir den anderen Kram wohl auch mal reinbraten.
Sollte man haben!


EUFOBIA
Eingereicht von Dirk Däzzrock

DISTANCE IN EMBRACE - "The worst is over now" (CD, Horror Business Records 2016)

DISTANCE IN EMBRACE haben nen guten Sound. Gleich zu Anfang von 'The worst is over now' kommt schönes Double Bass Gebolze mit ner klassischen Metalklampfe. So weiß ich schon bei meinem ersten Schluck Kaffee, dass die Herren aus Minden keinen Soundrack für Elektroparties machen. Die Nummer geht in Richtung Metalcore. Also 'n Mix aus Metal und Hardcore auch Dank des Sängers bzw der Sänger, die mit Wechsel im Gesang mal grunzen, mal clean shouten. Mir ist das ein bischen zu clean. Im Growl-Kreischen machen Sie dafür aber einen amtlichen Job. Doch im Metalcore brauch ichs gesangstechnisch noch 'n bischen härter - Ansichtssache. Musikalisch gibts da nur insofern von meiner Seite etwas dran zu rütteln, dass ich mit der Mukke einfach nicht warm werde. Auch weil mir einer der Sänger dermaßen auf die Eier geht. Screamo ist das also... Ja, sorry.... denn die Mukke und auch die Klampfen wissen immer wieder zu überzeugen. Die Herren verstehen ihr Handwerk. Plausibel, denn ein Blick in deren Bio zeigt, dass es die Combo seit 2004 gibt und auch ein paar VÖ schon auf ihr Konto gehen. Aber so richtig Metalcore in die Fresse ist das leider nicht. Soll vielleicht auch gar nicht. Ich sags mal so, 2 Sänger braucht ne Band, wenn beide richtig geil sind. Hier ist aber einer, der mit seinem Geträller eher die Metaller ins Boxhorn zu jagen versucht. Ich versuche sachlich zu bleiben... Drumming und Klampfen sind aber dermaßen auf dem Punkt, dass 'The worst is over now' trotzdem seine Daseinsberechtigung bekommt.
Oder anders gesagt, so'n bischen embracen, aber in distance!


DISTANCE IN EMBRACE
Eingereicht von Dirk Däzzrock

TOTAL VIOLENCE - "Violence is the way of life" (CD, Killer Metal Records 2016)

Der Vierer aus Kellinghusen legt mit 'Violence is the way of life' ein Album vor, dass als Debut alle Ketten zu sprengen vermag. Schöner Old School Thrash Metal ohne Firlefanz und mit einer amtlichen Produktion. Genau so muss das klingen, wenn einer mit ner Keule in die Bresche kloppt.


TOTAL VIOLENCE

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Eingereicht von Dirk Däzzrock

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