Magazin

LA FEMME / 16.10.2017 – Portland, OR, Doug Fir Lounge

4.85

Da denkt man im Vorwege, schau dir doch mal etwas Unbekanntes an dem bisher nicht verplanten Abend an. Etwas, bei dem der Schuppen nicht voll ist und welches sich später womöglich als Geheimtipp erweist. Und dann das! “Sold Out!“ steht an der Ticketkasse vom Doug Fir im schönen und gleichsam recht provinziellen Portland, Oregon.

La Femme aus Frankreich spielen laut Wikipedia Krautrock. Das passt auf den ersten Blick ungefähr so gut wie eine Chanson Sängerin aus Essen-Kray. Zudem werden sie auf jener Seite als Psychedelic Band beschrieben, die zusätzlich noch den Genres Cold Wave (super!), Punk (krass!), Yéyé (was auch immer das sein mag) und Surf (das ist ein Genre?!?) zuzuordnen ist.

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Eingereicht von Philipp

CRO-MAGS, LAST HOPE / 08.11.2017 – Hamburg, Hafenklang

4.335

Ein Drehbuchautor könnte es sich nicht schöner ausdenken. Da zerstreiten sich zwei ehemalige Bandkollegen derart miteinander, dass es Gerüchten zufolge in einer Messerstecherei gipfelt. Natürlich beanspruchen beide den Bandnamen der gemeinsamen Ex-Band und dissen das jeweils andere Projekt als Coverband. Jetzt gehen CRO-MAGS und CRO-MAGS auch noch kurz nacheinander auf Tour und spielen zum Teil lediglich um ein paar Wochen versetzt in denselben Läden, in Hamburg halt im Hafenklang (John Joseph: 08. November, Harley Flanagan: 04. Dezember). Wir geben uns dann schon mal den guten JJ, immerhin der Originalsänger des legendären Demos und der ebenso legendären ersten LP, den ich persönlich zum letzten Mal 1987 live gesehen habe, während mir die Version des „singenden Bassisten“ (JJ) mittlerweile doch mehrfach unter die Lupe geriet. CRO-MAGS oder NO-MAGS?


CRO-MAGS-Ticket


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Eingereicht von Philipp

RAM, ALPHA TIGER, MIDNIGHT PREY, AGGREGATOR / 03.11.2017 – Hamburg, Bambi Galore

4.55

Was ursprünglich als beschauliche Geburtstagsparty von Bambi-Brainiac Flo angedacht war, artete bereits in der Planung zu einem glorreichen Heavy-Metal-Feuerwerk voller Bier, Flammen und Schmerzen aus. Denn: RAM! Die Schweden bekundeten Interesse, die Release-Show zu ihrem neuen Brecher „Rod“ auf ebendieser Party zu feiern und da ließ sich Billstedts Edelbooker natürlich nicht lumpen. Die ursprünglich angedachten METAL WITCH mussten aufgrund einer Verletzung ihres Gitarristen (gute Besserung!) absagen, aber dafür springen MIDNIGHT PREY ein, außerdem sind da ja noch ALPHA TIGER und die Hamburger AGGREGATOR mit am Start. Das Bambi ist also heute randvoll mit Menschen, die wiederum randvoll mit Bock sind!


RAM-Release

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Eingereicht von Philipp

ENSLAVED, IMPERIUM DEKADENZ, HERETOIR / 10.11.2017 - Hamburg. Logo

3.755

Die Norweger von ENSLAVED in Hamburg und dann in einem kleinen gemütlichen Club wie dem Logo, da gabt es bei mir nicht mehr viel zu überlegen, Karte bestellt und auf nach Hamburg. Ging das aktuelle Album „E“ doch gerade in den norwegischen Albumcharts auf Platz 12. Das wäre sicherlich vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen, doch die liberalen Skandinavier können dank einem Plattendeal bei Nuclear Blast nun voll durchstarten. 25 Jahre ENSLAVED heißt stetige Veränderung und Weiterentwicklung. Waren unsere Helden in den Anfangstagen noch im Black Metal der ersten Generation gefangen, entwickelten sie sich stetig weiter als Mitbegründer des Viking Metal der Sorte BATHORY zu einer immer kreativeren, progressiveren und spielfreudigeren Band. Die nötige Bodenhaftung und Grundmotivation wurde nie verlassen. Also hieß es für meine Reisegruppe Kiel auf zum Hbf und den Hamburger Zug Richtung Dammtor zu entern. Wo wir auch entspannt und pünktlich ankamen. Am Bahnhof Dammtor trafen wir dann auf weitere dunkelgekleidete Metalheads, die uns den Weg mit unterhaltsamen Geschichten versüßten. Vorm Logo herrschte schon ein reges Treiben und wir genossen erstmal ein Kaltgetränk. Nun aber auf in den gemütlichen, kleinen Club und sehen, was der Abend uns heute bieten kann. 

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Eingereicht von Philipp

MOTORPSYCHO (20.10.2017, Markthalle, Hamburg)

3.675

R. und ich waren fast mehr als Freunde. Wie ich ihn kenne, wird er es nicht sonderlich mögen, wenn ich das sage, aber im Rückblick kommt es mir vor, als wären wir eine Zeit lang ineinander verliebt gewesen, zumindest ich in ihn. Und in mich selber und in uns. Wir ließen uns Motorpsycho-Tattoos stechen, ziemliche Frikadellen, ehrlich gesagt, meins auf jeden Fall. Es war die 2. Hälfte der 90er und Tätowierungen so salonfähig, daß sogar die Rendsburger Nordmarkhalle Austragungsort einer Tattoo-Convention sein konnte. Stargast war Ron Ackers, ein (wie mir von einem einheimischen Halbweltler versichert wurde) legendärer Tätowierer aus Großbritannien, aber Ron Ackers hatte, als er sich, umringt von Fans, an meinem Oberarm zu schaffen machte, seine besten Tage vielleicht auch schon hinter sich. Jedenfalls sah das von ihm verzogen und schief in meine Haut getackerte Motorpsycho-Logo eher aus, als hätte ich es mir von Hein Eggers betrunken für lau machen lassen.

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Eingereicht von Neffets Mharf

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