Magazin

WACKEN XXIX / 02.08.2018 - Wacken, Tag 2

4.255

Donnerstag, 02. August

Philipp: Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass dieses Wacken mein 25. Mal W:O:A markiert? Doch, doch, ich war lediglich bei den ersten drei Editionen noch nicht dabei und zwischendurch hatten wir mit BONEHOUSE mal zeitgleich einen Festivalauftritt in Italien (1996 oder so). Auf dieses Jubiläum gönne ich mir doch glatt eine kalte Dusche und kann so erquickt in den Tag starten.

BEHEMOTH

Bericht von Strecker, Anke, Stefan, Philipp & Vincent, Fotos von Strecker, Stefan und Toni B. Gunner - https://mondkringel-photography.de/

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Eingereicht von Philipp

WACKEN XXIX / 01.08.2018 – Wacken, Tag 1

Mittwoch, 01. August

Philipp: Im Underground ist es seit langem Konsens, Wacken geradezu zu verachten. Teilweise ist das sicherlich nachvollziehbar, ich kann es zum Beispiel verstehen, wenn Leute kleinere, familiäre Festivals vorziehen. Viele Vorurteile beziehen sich allerdings auf Punkte, die sich in den letzten Jahren verbessert haben. Ich stelle zum Beispiel fest, dass die Anzahl der „Touristen“, des „Eventpublikums“, deutlich zurückgegangen ist, die Kuttendichte hat sich hingegen deutlich erhöht. Gute Undergroundbands sind in den letzten drei, vier Jahren auch wieder mehr geworden, siehe allein dieses Jahr CLOWNS, ONDT BLOOD, DOOL, NIGHT DEMON, ATTIC, REZET oder TRAITOR. Und es gibt positive Entwicklungen, wusstet ihr zum Beispiel, dass mittlerweile offizielle Food-Sharing-Zelte existieren? Oder ein Awareness-Treffpunkt unter dem Titel „Metalheads against bullying“? Oder die Tatsache, dass die W:O:A-Orga nach dem tragischen Tod Mark Sheltons (R.I.P.!) die vorgesehene Gage für die Band MANILLA ROAD seiner Familie gespendet hat? Nur ein paar Punkte, die unterstreichen, dass sich auch in Wacken etwas tut. Klar, es gibt auch weiterhin neuen Karnevalsbullshit, z.B. das „Wacken Motodrom“, in welchem Motorräder wohl irgendwie anner Wand fahren können, oder ein riesiges Zelt für „E-Gamer“. Unfassbar ist auch immer wieder, was für unterirdische Bands es so gibt. Ganz kann man sich diesen ja nicht entziehen, da man konstant über das gesamte Areal läuft und immer wieder an Bühnen vorbeilatscht, auf denen sich Schrecklichkeiten vollziehen. Mir rollen sich zum Beispiel vor allem bei Plastik-Symphonic-Metal-Kram wie EPICA oder AMARANTHE die Fußnägel hoch (krass auch, dass diesen Bands Tausende von Leuten zujubeln). Aber die generelle Stimmung ist extrem entspannt und positiv, wobei das durchweg gute Wetter noch zusätzlich Wirkung zeigt. Und es gibt einen Riesensack an grandiosen Bands zu sehen, gleich der Mittwoch ist vollgepackt mit fünf Thrash Metalbands unter dem Motto „Wasted Wednesday“. Also ab dafür, let’s get wasted:


TOXIC HOLOCAUST


Bericht von Strecker, Anke, Stefan, Philipp & Vincent, Fotos von Strecker und Toni B. Gunner - https://mondkringel-photography.de/

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Eingereicht von Philipp

SVALBARD / 20.08.2018 – Hamburg, Rote Flora

4.85

Eben noch haben uns La Dispute in Altona gezeigt, wo der Elefantenbulle überall einen Rüssel hat, schon geht es weiter Richtung Schanze. Der Weg dahin ist im wahrsten Sinne des Wortes ernüchternd – auf der eingeschlagenen Route liegt weder ein Kiosk noch ein Späti. Kurz bevor die Stimmung aber zu kippen droht, erreichen wir dann doch unser Ziel und hier an der Schanze gibt es ja reichlich. Freundliche Menschen vor der Flora erkundigen sich sogleich nach unserem Wohlbefinden oder fragen uns, ob wir etwas brauchen. Da fühlt man sich willkommen und wünscht sich, überall würde sich der eine so um den anderen sorgen - sei es am Bahnhof, im Stadion, vor dem Supermarkt oder auch vor der Schule.


SVALBARD


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Eingereicht von Philipp

Horror Vacui, Noorth / 23.08.2018 - Kiel, Alte Mu - FKK

Ich war zwar schon diverse Male in der Alten Mu, das gestrige Event im FahrradKinoKombinat war aber das erste (richtige) Konzert in diesem (herrlichen) Kieler Etablissement.

Als ich die ersten Plakate sah, dass „Horror Vacui“ in dem Gebäude der ehemaligen Fachhochschule und jetzigem Kreativzentrums Kiels spielen sollten, froite ich mich schon darauf. Deren Album „The Return Of The Empire“ landete 2015 häufiger auf meinem Pladdenteller. Komischerweise habe ich irgendwie nicht wirklich mitgekricht, dass die Band aus Bologna mit „New Wave Of Fear“ in diesem Jahr eine neue Rille rausgebracht hat.

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Eingereicht von Aller Egon

COFFINS, MORBITORY / 15.08.2018 – Hamburg, Hafenklang

4.65

Split-Veröffentlichungen können eine feine Sache sein. Du holst dir eine Scheibe, weil du eine der beiden Bands magst, legst dann natürlich irgendwann auch die andere Seite auf – und erlebst im Glücksfall eine krasse Überraschung. So geschah es mir 2010, als ich mir die Split-10“ von WARHAMMER und COFFINS zulegte. WARHAMMER als HELLHAMMER-Worshipper sind ja schon nichts für zarte Gemüter, aber was für ein fauliger Pestilenzhauch mir da von den Japanern COFFINS enrtgegenschlug, begeisterte mich auf Anhieb und ließ mich später auch die Alben „March Of Despair“ (2012) sowie „The Fleshlands“ (2013) abernten. Und als ich mich nun der geschätzte Kollege Jan ML fragte, ob wir uns nicht eine Zugfahrt zum Hafenklang gönnen wollten, war ich sofort Feuer und Flamme: Zugfahren an sich eh schon geil, dazu noch eine Death/Doom-Klatsche im geliebten Hafenklang – was kann man vom Leben eigentlich mehr verlangen?

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Pics von Jan ML

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Eingereicht von Philipp

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