SIR COLLAPSE - WALK TO THE MOON

Seit der Bandgründung im Jahr 2013 sind bereits ein Demo und eine EP erschienen. Mit WALK TO THE MOON legen Sir COLLAPSE nun ihren ersten Longplayer vor. Stilistisch bewegt sich das Quartett aus Nordrhein Westfalen nach eigener Aussage im Bereich von Stoner Rock, Noise, Punk und Alternative. Kommt grob hin würde ich sagen, obwohl ich Stoner Rock nicht unbedingt genannt hätte. Die Songs auf WALK TO THE MOON klingen teilweise wie eine Mischung aus Alice in Chains und Helmet oder auch Shiad (falls die noch jemand kennt). Die Mischung weiß durchaus zu gefallen. Die Songs sind abwechslungsreich und stellenweise etwas verspielt arrangiert, so dass WALK TO THE MOON erst nach mehrmaligen Durchläufen seine volle Wirkung entfaltet. Gefällt mir.

So abwechslungsreich wie die Songs ist auch das Artwork der CD gestaltet. Dies wurde im Rahmen der Abschlussarbeit von Justin, einem Freund der Band entworfen und passt perfekt zu der Musik.

Alles in allem ist SIR COLLAPSE ein stimmiges Gesamtwerk gelungen, dass zu gefallen weiß.

Einen ersten Höreindruck gibt es hier

https://www.youtube.com/watch?v=Hs2bEsNsHxY

und weitere Infos und natürlich auch die Platte sind hier zu finden

www.sircollapse.com oder www.facebook.com/sircollapse
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CATTLEBAT - s/t (EP, Eigenproduktion 2017)

Cover


Meine gute Freundin Shiva aus Flensburg empfahl mir, ich solle mir mal eine neue Flensburger Band anhören. Die seien fett. Wenn Sie sowas sagt, dann hat das Hand und Fuß. Die Dame hat mindestens genau soviel an Stoner Rock in sich aufgesaugt wie ich und dabei wahrscheinlich genauso viel an Wischi Waschi Mist gehört, was ja in diesem Genre keine Seltenheit mehr ist.
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TYSON - "Unbreakable" (Remedy Records/Soulfood Music 2018)

TYSON

Höre ich den Namen TYSON, denke ich unweigerlich an dieses kleine Hau Drauf-Männchen, dass dem Gegenspieler die Ohren abkaut. Doch bei der Metalformation aus Kiel sind Diese von Nöten. Zelebrieren TYSON doch lupenreinen Thrash Metal. 
Die Stimme des Sängers ist eine Mischung aus Tommy Victor und Gary Meskil. Auch das Soundgewand ist ähnlich schwer - gepaart mit ner amtlichen Portion Geschwindigkeit. Der erste Song, 'From the ashes', ballert dementsprechend zackig los. So zackig die Strophen, desto melodiöser der Refrain. Das erinnert mich stark an die Dänen Mercenary. Doch keine Sorge. Die Kieler bedienen die Nackenmuskelfraktion. Die Produktion ist derbe geil. 'Death by silence' oder mein Lieblingsnackenbrecher 'Moshpit Alliance' gehen nicht nur gut und straight nach vorne, sondern haben durchweg Ohrwurmcharakter. Das mag wohl auch am Songwriting liegen. Klingt auch in Zeiten immer beliebter werdender Retrosounds nicht nach Einheitsbrei. Generell würde ich meinen, dass viele beim erstmaligen Hören staunen werden, da hier eine extrem vielseitige Thrash Kapelle auffährt. 'Bleeding Machine' ist geil. Der Refrain übermächtig. Boah....da freu ich mich aber aufs Mitgröhlen. 
Tyson ist mitreißend, ansteckend, ja einfach geil. Tonmann Jens Krabbenhöft hat den Norddeutschen einen sauberen Sound verpasst. Auch die Klampfenfraktion überzeugt und die Solis sind einfach schön. Sänger Kochi beweist, dass er richtig Stimme hat. Tyson überzeugen auf ganzer Linie. Die Songs sind eingängig und klingen frisch. Das Rad neu zu erfinden ist nicht in Tysons Sinne. Vielmehr spielen Sie keine Lückenfüller, sondern legen großen Wert darauf, jeden der 10 Songs interessant klingen zu lassen. Liegt vor allem an diesen geilen Refrains, die 'Unbreakable' melodisch aufwerten. Tyson sind auch ne richtig gute Liveband, wie ich es selber bereits erleben durfte. Mit diesem Album dürften die Kieler dieses Jahr durchstarten und massiv in Ärsche treten!
Schönes Teil, in das man sich einfach verliebt. 
Hammer Platte, Leute!
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