GAAHLS WYRD, TRIBULATION, UADA, IDLE HANDS / 21.02.2019 – Hamburg, Kulturpalast

Dieses abwechslungsreiche Billing lockt mich vor allem wegen IDLE HANDS und UADA nach Hamburg. Erstere haben mit der „Don’t Waste Your Time“-EP gerade einen sensationellen Tonträger veröffentlicht, sie zählen für mich zu den besten Newcomern (wobei mehrere Mitglieder vorher bei SPELLCASTER aktiv waren), letztere haben mich mit ihrem Auftritt auf dem HELL OVER HAMMABURG 2017 schlicht umgehauen. Und wenn man schon da ist, kann man sich TRIBULATION und GAAHL natürlich auch mal wieder gönnen...

 

Fotos von Jan ML folgen.

Bewertung: 5 / 5

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U.D.O., REECE, DEAD CITY RUINS / 19.02.2019 – Hamburg, Grünspan

Nach den beiden DIRKSCHNEIDER-Reisen nun also die erste U.D.O.-Tour mit einem Programm gänzlich ohne ACCEPT-Klassiker! Klare Pflicht, den guten Udo Dirkschneider und Band hier mit einem Besuch zu supporten, zumal „Steelfactory“ eins der besten Alben 2018 geworden ist.

Kleiner Spoiler: Obwohl U.D.O die eingangs erwähnte Ankündigung formuliert hatten, werden heute Abend doch ACCEPT-Songs gespielt! Was ist da los? Ist Dirkschneider doch eingeknickt?

 

Bilder von Jan ML folgen...

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MAGGOT HEART, MØRDER / 13.02.2019 – Kiel, Alte Meierei

Verehrte stinkende Asis, willkommen zu einer neuen Rubrik, die streng genommen nicht „Berichte aus dem Pit“ heißen müsste, sondern „inside INFERNAL CRUST BRIGADE“ oder so („Tag 41 – sie haben immer noch nicht gemerkt, dass ich ein Hund bin“). Wie, wo, was? Ja, als der Infernal Crust Commander Herb die Ankündigung schrieb, dass die Tätigkeit dieser Konzertgruppe wahrscheinlich in ca. einem Jahr eingestellt würde, überlegten viele, wie man dies verhindern könne. Mitmachen war da eine ziemlich logische Option. In meinem Falle natürlich in bescheidenem Umfang: hauptsächlich im Weg stehen, Bier verkaufen und dabei ebenso viel selbst trinken, als erster das Merch der Bands abernten und so weiter. Leider auch ganz schön viel Geschleppe, muss ich feststellen. Irgendwo stehen arschschwere Bühnenelemente herum, die erst aus dem Weg und später für die nächste Konzertgruppe wieder in den Weg gestellt werden müssen. Macht aber in so netter Gesellschaft alles Laune, zumal die Vorfreude aufs Konzert stetig wächst.

 

Maggot Heart

 

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GHOST, CANDLEMASS / 18.02.2019 – Hamburg, Sporthalle

Dieses Konzert wollte ich ursprünglich nicht besuchen, da ich mir am Wochenende davor bereits dat METAL ASSAULT und OZZY/JUDAS PRIEST gönnen wollte, danach lugten dann bereits U.D.O. und IDLE HANDS/UADA etc. um die Ecke. Außerdem, so dachte ich naiverweise, hätte ich GHOST ja bereits mit der „Prequelle“-Show in Wacken gesehen, da könnte ich sie ja dieses Mal auslassen. Was für ein Glück, dass ich mich letztendlich doch spontan für den Besuch entscheide! Denn der heutige GHOST-Auftritt sprengt alle bisher gewohnten Dimensionen, Forge und seine namenlosen Ghouls und Ghoulinnen setzen tatsächlich noch einen drauf und zelebrieren in einer über zweieinhalbstündigen Darbietung eine regelrechte Rock’n’Roll-Messe. Obendruff noch CANDLEMASS, die wieder mit ihrem ersten Sänger Johan Langquist am Start sind und kurz vor dem Release einer relevanten Platte stehen.

 

Ghost

Bilder von Toni B. Gunner (das erste) und Börbel (alle weiteren), besucht https://mondkringel-photography.de/

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SLIME, ZSK / 09.02.2019 – Kiel, Pumpe

Philipp: Nach 35 Jahren des SLIME-Hörens lassen sich zwei Phänomene beobachten. Das erste: Wohl bei keiner anderen Band gibt es „aus der eigenen Szene“ derart viel Kritik, Ablehnung und Häme. Dies war sowohl bei der klassischen Bandphase der ersten drei Alben (in meiner Version von „Alle gegen Alle“ liegt ein Beiblatt, auf welchem die Band erklärt, dass sie wegen des ständigen Gemeckers keinen Bock mehr habe und sich jetzt auflösen werde) der Fall, in den 90ern wiederholte es sich zu Zeiten von „Viva La Muerte“ und „Schweineherbst“ und in Zeiten der e-Trolle wird die aktuelle Besetzung wohl in noch gesteigertem Maße mit Vorwürfen konfrontiert. Interessant ist aber, wir sind beim zweiten Phänomen, dass es der Band bisher immer gelungen ist, auch die neueren Songs in den SLIME-Kanon einzubringen, sodass ein paar Jahre nach Erscheinen keineswegs nur die Stücke von 1981 bis 1983 mitgesungen werden. (Eine Ausnahme scheint hier das „Viva La Muerte“-Album, von welchem im Grunde nichts mehr gespielt wird.) Ich darf vorwegnehmen, dass auch viele Stücke vom 2017er Album mittlerweile voll vom Mob akzeptiert werden, und das übrigens zu Recht, wie ich finde.  

 

Slime

 

Bericht von Vincent und Philipp, Bilder von Julls Julls.

Bewertung: 5 / 5

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