Nothington / 28.11.2018 - Kiel, Schaubude

Das war's! Aus und vorbei! Nothington no more!!! Als der letzte Ton erklang (Jay allein mit seiner Gitarre) wurde es mir bewusst, und zwar endgültig. Die Band, die ich in meinem Leben wohl mit am häufigstern gesehen habe, werde ich niemals nie nie wieder sehen. Ich weiß gar nicht, wie oft ich sie im Endeffekt gesehen habe, bin mir aber sicher, dass ich keins ihrer Gastspiele in good ol' Kiel verpasst habe. Egal, wo sie wann spielten, ich persönlich fand jedes (ich weiß, dass da nicht alle der selben Meinung sind) Konzert immer gut und ich verbinde mit jedem einzelnen so viele Sachen. Sei es einfach nur, dass man sich des Lebens freut (oder manchmal auch eben nicht), mit guten Freunden Arm im Arm bei den Songs mitgröhlt, neue Leute kennen lernt, bierseelige erinnerungswürdige Erlebnisse hat, oder aber, dass da eine schlicht grandiose (Live-)Band einen immer wieder umhaut(e). So auch gestern wieder. Der Überraschungseffekt is längs dahin, die Songs schon viel zu häufig gehört. Aber da is immer noch dieser Funken, der im Grunde von Sekunde eins (bei mir) überspringt. Wenn man sich die einzelnen Bandmitglieder beim Spielen ansieht (v.a. bei Jay), dann merkt man einfach, wie viel Herzblut dabei is. Gerade auch die Mimik bei den (oftmals dreichörigen) Songs, nicht nur die Adern im Hals drohen in den Momenten (vor Emotion) zu zerbersten. Ich kann und möchte gar keinen Song oder ein einzelnes Album in den Vordergrund stellen, für mich gibt es da (fast) nur Hits. Gerade live dargeboten kommen die wunderbaren Hooklines und Melodien zumeist noch „mächtiger“ rüber als sie es auf Konserve ohnehin schon sind. Für mich ohnehin mit einer der besten Stimmen im Punkrockzirkus bestückt.
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SLAYER, LAMB OF GOD, ANTHRAX, OBITUARY / 26.11.2018 - Hamburg, Barclaycard Arena

Ein heißes Konzertpaket machte schon Monate vor der Show die Runde, vier Thrash Metal Giganten der ersten Liga kündigten sich an. Alle vier Bands sind schon Jahre im Musikgeschäft und müssen sich nichts mehr beweisen, SLAYER sind für einige Musikliebhaber eine Lebenseinstellung und eine lebende Legende, die wohl langsam aber sicher in die wohlverdiente Rente gehen werd. Was 1981 in Amerika begann und von vielen nicht erst genommen wurde, ist heute eine Macht und wird von vielen Fans generationsübergreifend gehört.


SLAYER
Bilder von Toni B. Gunner

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SKARDUS 10 Jahre in Ruinen: SKARDUS, HAMLEYPA, FIRMAMENT, FLAGRAS / 10.11.2018 - Kiel, Alte Meierei

Vier Black-Metal-Bands am Stück! In der Alten Meierei! - das hat es (soweit ich weiß) an diesem Ort noch nicht gegeben. Doch SKARDUS und die INFERNAL (Black) CRUST BRIGADE machen's möglich! Vier mal unheiliges, nonkonformes Gebretter soll mir dieses Wochenende stilgerecht verschönern. SKARDUS laden ein zum ersten runden schwarzen Geburtstag: "10 Jahre in Ruinen" ist das Motto heute - mehr als ein Grund zu feiern ... 

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PRAYING MANTIS, LAST JETON / 23.11.2018 – Hamburg, Bambi Galore

Bis vor einigen Jahren assoziierte man PRAYING MANTIS vor allem mit ihrem Klassiker-Debut „Time Tells No Lies“ von 1981. Live-Auftritte waren okay, aber unspektakulär und wurden nicht selten unter „immerhin mal gesehen“ verbucht. Das 2009er Album „Sanctuary“ ließ jedoch aufhorchen und zeigte die Band mit packenden Kompositionen. 2013 holten die Troy-Brüder dann den Holländer John „Jaycee“ Cuijpers in die Band, und in dieser Besetzung sorgte die NWoBHM-Legende u.a. auf dem HEADBANGERS OPEN AIR 2013 für Maulsperren. 2015 erschien das erste Album mit dieser Besetzung, „Legacy“, eine Wundertüte zwischen Heavy Metal, AOR und Hardrock. Somit kann die jüngste Entwicklung der Band mit der von TYGERS OF PAN TANG und DIAMOND HEAD verglichen werden, denen in den letzten Jahren mit jeweils neuem Sänger ja ebenfalls sensationelle Alben und großartige Auftritte geglückt sind. Also ab ins Bambi, wo PRAYING MANTIS heute ihr aktuelles Album „Gravity“ präsentieren.



Fotos von Jan ML folgen faster than the speed of light.

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MUDHONEY / 14.11.2018 - Hamburg, Fabrik

„Our band could be your life“, hört man Dennis Boon seit 1984 im MINUTEMEN-Song „History Lesson – Part II“ singen (nachzuhören auf dem epochal guten Doppel[sic]album „Double Nickels On The Dime“). Mike Watt, der den Text geschrieben hat, rückt Punkrock in den Rang einer für ihn und seinen besten Freund elementaren Ich-Erfahrung. „Punkrock changed our life“ und zwar wegen der Erkenntnis, dass die Musik nicht mehr nur von Auserwählten gemacht werden durfte, sondern von Allen. Sogar von Typen wie dir und mir. Die Lyrics dieses sehr berührenden Stücks sind auch Ausdruck des Untenseins mit denen vor der Bühne, denen, aus deren Mitte man gekommen war, mit denen man immer noch was zu tun hatte, und in deren „…Meer wartender Hände…“ man sich (wie Michael Ruff anno ´88 in einem SPEX-Artikel über fIREHOSE, die Nachfolgeband der Minutemen, schrieb) „…Gitarre dreschend…“ hineinfallen liess.

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