SLIME, ZSK / 09.02.2019 – Kiel, Pumpe

0 Dislike0

Philipp: Nach 35 Jahren des SLIME-Hörens lassen sich zwei Phänomene beobachten. Das erste: Wohl bei keiner anderen Band gibt es „aus der eigenen Szene“ derart viel Kritik, Ablehnung und Häme. Dies war sowohl bei der klassischen Bandphase der ersten drei Alben (in meiner Version von „Alle gegen Alle“ liegt ein Beiblatt, auf welchem die Band erklärt, dass sie wegen des ständigen Gemeckers keinen Bock mehr habe und sich jetzt auflösen werde) der Fall, in den 90ern wiederholte es sich zu Zeiten von „Viva La Muerte“ und „Schweineherbst“ und in Zeiten der e-Trolle wird die aktuelle Besetzung wohl in noch gesteigertem Maße mit Vorwürfen konfrontiert. Interessant ist aber, wir sind beim zweiten Phänomen, dass es der Band bisher immer gelungen ist, auch die neueren Songs in den SLIME-Kanon einzubringen, sodass ein paar Jahre nach Erscheinen keineswegs nur die Stücke von 1981 bis 1983 mitgesungen werden. (Eine Ausnahme scheint hier das „Viva La Muerte“-Album, von welchem im Grunde nichts mehr gespielt wird.) Ich darf vorwegnehmen, dass auch viele Stücke vom 2017er Album mittlerweile voll vom Mob akzeptiert werden, und das übrigens zu Recht, wie ich finde.  

 

Slime

 

Bericht von Vincent und Philipp, Bilder von Julls Julls.

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv

DEADHEADS, DEVIL’S DAY OFF / 05.02.2019 – Hamburg, Stellwerk

0 Dislike0

Angesichts des Clubnamens „Stellwerk“ und des Titels der Veranstaltungsreihe „Rails On Fire“ hätte man es ahnen können, aber wir sind doch etwas überrascht, als uns erklärt wird, dass wir in den Harburger Bahnhof gehen müssen, wenn wir den Ort des Geschehens erreichen wollen. Das Stellwerk umfasst streng genommen sogar gleich zwei Floors, den größeren Saal und einen weiteren, deutlich kleineren Raum, die Beatgruft, der gerade mal so schmal wie ein, ihr ahnt es, Gleis ist. Das ganze Ding war früher der einstige Wartesaal der 2. Klasse bzw die Gepäckbrücke und wurde nach seiner ursprünglichen Benutzung von der Deutschen Bahn als Lehrstellwerk genutzt, in dem die Weichenstellung an Simulationsstellwerken gelehrt wurde, erzählt mir Veranstalter und BOOKER Janny Nickel (früher Klubsen). Auf jeden Fall total gemütlich, das Ding, dazu sind die Preise mehr als korrekt (Eintritt unter 15,- Euro).

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv

FUCKED UP, CHASTITY / 30.01.2019 – Hamburg, Molotow

0 Dislike0

„FUCKED UP damals in der Meierei, das war wat, oder?“ Aaaargh, Schnauze! Denn: Ich war nicht dabei! Ich weiß nicht mehr, was der Grund war, wahrscheinlich ein eigener Auftritt, aber seit JAHREN warte ich darauf, diese Lücke zu schließen. Einmal war es fast soweit, da sollten sie mit OFF im Hafenklang spielen, mussten aber irgendwie die gesamte Tour absagen. Angesichts von vagen Andeutungen, die Sänger Damian in Interviews gern mal fallen lässt, dass er nämlich gar nicht so gerne toure und das Ganze vielleicht auch mal sein lasse, wurde mir der Kragen doch langsam eng. Aber dann, kurz nach Erscheinen des fünften Albums „Dose Your Dreams“, die Erlösung: FUCKED UP in Hamburch!

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

RHONDA, PALOMA AND THE MATCHES / 02.02.2019 – Hamburg, Mojo Club

0 Dislike0

Die letzten drei Hamburger Konzerttrips führen mich nacheinander in Schuppen, deren Namen man zum Teil seit Ewigkeiten kennt, in die es mich aus unbekannten Gründen bisher aber nie verschlagen hatte. Erst zu FUCKED UP ins Molotow, heute zu RHONDA in den Mojo Club und wenig später wird noch das Stellwerk mit DEADHEADS/DEVIL’S DAY-OFF folgen. Mir ist klar, dass sowohl das Molotow als auch der Mojo Club bereits in früheren Inkarnationen existierten, bin aber überrascht, dass letzterer Schuppen tatsächlich unter Tage liegt. Zwei große Tore mit dem bekannten Mojo-„M“ werden wie Mülleimerdeckel hochgeklappt und runter geht’s ins Reich der Laster und schönen Klänge.

 

Rhonda

Bild von der RHONDA-Seite geklaut. Alle weiteren (unten) von MJ.

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv

ANTIPEEWEE, TOXIC WALTZ, REAVERS / 25.01.2019 – Hamburg, Bambi Galore

0 Dislike0

Dieses Konzert hatte ich erst gar nicht so richtig auf dem Schirm, aber Plattenmagnat und DreMu-Knipser Jan von L macht mich völlig zu Recht darauf aufmerksam, dass heute drei Thrashbands für’n Zehner im Bambi zocken. Und zwar die immer noch frischen Hamburger REAVERS, dazu die mir noch unbekannten TOXIC WALTZ aus München sowie ANTIPEEWEE (Abensberg), deren „Madness Unleashed“-Album eine mitreißende Thrashkeule darstellt. Also hin? Oder doch zu Hause Socken sortieren? 

 

 

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv