NAPALM DEATH, EYEHATEGOD, MISERY INDEX, ROTTEN SOUND, BAT / 08.02.2020 – Hamburg, Grünspan

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Ta Do: So, nun sitz ich hier mit meinem Erdbeermilchshake, leichte Nackenschmerzen, etwas heiser, aber glücklich und lasse diesen geilen Abend nochmal Revue passieren. Das letzte Bild der Unmengen an gestrandeten Plastikbechern am Ufer der Bühne des Grünspans, am Meer der großen Freiheit, im Kopf. was ein Abend!

Philipp: Dieses gelungen zusammengestellte Tourpackage hat nur einen Nachteil: Fünf Bands, von denen man ja auch keine einzige verpassen will, sind fast schon zu viel des Guten! Aber das Konzept der Festivaltour zieht noch immer: Jede der Bands spielt sonst im Hafenklang oder maximal im Knust – heute aber ist das Grünspan ausverkauft und viele, viele Leute suchen noch Karten.

Vor dem Genuss steht aber der (Freizeit-)Stress: Durch eine barmherzige Tat haben wir 45 Minuten verloren und müssen Nerven aus Stahl beweisen, denn unser guter Plan, schön rechtzeitig in der Halle zu stehen, wurde auf diese Weise zerstört. Tatsächlich ist es dann auch so wie gedacht: Statt wie angekündigt (20:00 Uhr) beginnen BAT bereits um 19:20 Uhr. Jan und ich schaffen es gerade noch, unsere Jacken abzugeben und durch geschickte Arbeitsverteilung parallel Bier zu organisieren, da ertönt auch bereits das erste Intro!

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DROPKICK MURPHYS, FRANK TURNER & THE SLEEPING SOULS, JESSE AHERN / 06.02.2020 - Hamburg, Sporthalle

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Die Dropkick Murphys wollte ich immer schon einmal live und in Farbe bewundern, also hieß es am Donnerstag ab nach Hamburg und aus Kiel mit dem Zug anreisen. Am Hamburger HBF erwartet mich dann schon mein alter Kumpel Georg und wir zogen uns erst einmal eine leckere Curry Wurst rein, dann ging es weiter mit der S-Bahn zur Alsterdorfer Sporthalle, wo schon ordentlich Betrieb herrscht…
 
 
DROPKICK MURPHYS
 
 

The Offenders / 31.01.2020 - Kiel, Die Pumpe

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Irgendwie immer noch komisch, 2020 (sprich: zwanzigzwanzig) zu schreiben. Jetzt war Marty also schon vor 5 Jahren in der Zukunft. Gehen die Uhren im digitalen Zeitalter eigentlich schneller? Beim (wie immer hammerleckeren) Satan-Burger mit Pommes im Subrosa kurz überlecht, wat denn am Abend so anliegen könnte bzw. ma die Optionen rausgefischt. Ich guck ja immer ma wieder, wat in HH und natürlich in Kiel so abgeht. Irgendwie finde ich die Highlights in bestimmten musikalischen Sparten waren auch schoma zahlreicher. Und ich möchte keinen an den Karren urinieren, aber gerade in der für Live-Shows nahezu perfekten Schaubude ging für meinen Geschmack auch schon (sehr) viel mehr. Vielleicht auch nur mein subjektiver Eindruck bzw. ich guck nich richtich (FB etc. hab ich immer noch nicht). Zurück zum Thema Abendgestaltung am vergangenen Freitach: ich hatte Bock auf Live-Konzert und da entfaltete sich die Idee, in die Pumpe zu gehen. Dort sollten die exilitalienischen Berliner namens The Offenders spielen. Bekannt waren sie mir durch diverse (v.a. ältere) Videos auf YouTube schon. Anfänglich hatte ich sie für eine reine (wenn auch punkigere) Ska-Band gehalten. Damit kann man mich eigentlich schon fast jagen, zumindest wenn das so ein Animations-“Hep Hep Hep“-Krams is. Dank moderner Medien in das neue Album reingehört und bestätigt, was über diversen Kanälen schon übermittelt wurde: weg vom Hooligan-Reggae, Einfließenlassen von anderen Elementen wie Folk und Streetpunk. So n büschen klang es wie Ska, der für mich ok is, wie es z.B. Rancid (also deren Ska-Anleihen) tun, also eher Punk. Auch n büschen Dropkick Murphys sind nicht wegzudeuten, wo hier v.a. wahrscheinlich die Mandoline für verantwortlich ist. Auch thematisch gefiel mir sehr, dass nicht nichtssagende Texte am Start sind, sondern Stellung bezogen wird (Stichpunkte: Europa, Nationalität, Gender-Fragen, soziale Gerechtigkeit etc.). Das alles überzeugte (gut, meistens brauch ich, wenn es um Live-Mucke geht, eh nicht viele Argumente, hinzugehen. Live is live und geil!). Also ab in die Pumpe.

 

Bewertung: 4 / 5

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TWIN TEMPLE, HEXVESSEL / 01.02.2020 – Hamburg, Bahnhof Pauli

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Kürzlich auf der wöchentlichen Redaktionssitzung:

„Jan, guck ma hier: HEXVESSEL in Hamburg. Das könnte unsere Leser*innen interessieren, oder?“

„Unbedingt. Vor allem spielen sie ja mit TWIN TEMPLE. Die haben eine 7“ und ein Album auf RISE ABOVE rausgebracht.“

„Ah, dann kann es sich nur um eine Doomband handeln.“

„Mitnichten. Die zocken DOO-WOP.“

„Doo-Wop auf RISE ABOVE? Was ist denn bei Lee Dorrian los?“

„Nun, es handelt sich um SATANIC DOO-WOP, dessen Ziel die Zerstörung des Patriarchats und die Beseitigung jeglicher Unterdrückung ist.“

„Klingt stimmig. Dann lass mal hin da.“

 

Fotos von Jan ML folgen, sobald Satan will.

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KONVENT, SWAMP CORPSE, THIS BRUTAL WORLD / 31.01.2020 – Hamburg, Bambi Galore

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Wenn man völlig auf blauen Dunst zu ‘ner Show geht, ist man manchmal überrascht, wie angesagt die Band bereits ist. Ich persönlich hab mich mal wieder mitschnacken lassen und den Bandnamen KONVENT bisher nur hier und da gelesen. Und dann: ausverkaufte Hütte, totaler Andrang am Merch und generell eine regelrecht euphorische Stimmung. Die Däninnen haben ihr Debutalbum „Puritan Masochism“ gerade erst seit ein paar Tagen veröffentlicht, treffen aber mit ihrem Death/Doom zwischen BOLT THROWER und „BENEDICTION auf halber Geschwindigkeit“ (Kollege in der Warteschlange) offenbar einen Nerv. Wir haben Glück, recht früh vor Ort zu sein und entern als allererste Gäste (yeah, endlich mal ERSTER sein!) dat Bambi. Der BOLT THROWER-Vergleich kommt mir auch wegen der korrekten Preise in den Sinn, liegen 13,- Euro Eintritt (VVK sogar nur 11,- Euro) und 20,- Euro fürs Gatefold-Vinyl doch klar unter dem Durchschnitt.

 

Bewertung: 5 / 5

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