Tonträger Reviews

KHON - "Where The Demons Play" (Khonspiracy Music, 2017)

4.335

KHON

Das aus Zürich stammende Stoner- Quartett kommt mit einer äußerst fetten Produktion um die Ecke. 
Billig klingt das nicht und so braten KHON mit sattem Klampfensound. Das gesamte Klangbild ist äußerst fett. Auch der Frontmann klingt versiert und vielseitig und vor allem kann der Herr sein Hand- oder in diesem Falle Stimmwerk. 
Langsam wabernd schleicht sich 'Psycho' heran. Und tragend dazu der Gesang von Mac Oberholzer, dessen Stimme facettenreich ist und sich qualitativ automatisch im Vordergrund präsentiert. Richtig cooler Opener.
'Overself' hat leicht poppige Attitüden und kommt tanzbar daher. Tut nix zu Sache, denn was eben noch frisch akzentuiert rüberkommt, wird im Mittelteil n büschn härter, ohne die Hook ausser Acht zu lassen. Mein Favourit 'Lightning' kommt wieder schwer atmend, lässig rüber. Wirklich sehr geil, was KHON in bisher drei gehörten Songs entfachen. Wenn die livetechnisch genauso braten, dann ist gute Laune vorprogrammiert. Gesangstechnisch werde ich an Chris Robinson erinnert. Doch mukketechnisch ist es ne Nummer härter. Der Klampfer hat geile Ideen und reitet seine Axt wie Lord Nelson das Muli!
'Where the demons play' hat Stadion-Rock-Qualitäten. Schön langsam, sägend, rollen KHON auf dich zu. Die 4 Knaller haben Ohrwurmcharakter und überzeugen mich, in nächster Zeit nach einer Langrille Ausschau zu halten. 
Nicht schlecht, Leute!
Eingereicht von Dirk Däzzrock

DIVIDE - "Lazarus Pit" (2016, Eigenproduktion)

4.85

DIVIDE

Dieses kleine runde Ding, welches als schön aufgemachtes Digipack von DIVIDE auf den Markt geworfen wird, beinhaltet vier Songs der alten Schule des Todesbleis. Produktion ist aber verdammt fett ausgefallen. Stimmlich liegt das versiert tiefe Gegrunze von Sänger Daniel zwischen Glen Benton, Peter Tägtgren oder Mark 'Barney' Greenway. Die Drums bollern kontinuierlich Mosh-Doublebass-Attacken bis nach Meppen.

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Eingereicht von Dirk Däzzrock

Spidergawd - "IV" (Crispin Glover Records)

3.675

Spidergawd


Bereits im Februar 2017 ist das vierte Album der Norweger Spidergawd erschienen und ich komme leider erst jetzt dazu, diese großartige Platte mit einem kurzen Review zu würdigen. Die ersten drei Veröffentlichungen der Band gefallen mir richtig gut und stellen schon klar, dass Spidergawd mehr als nur ein Nebenprojekt der Motorphsycho-Rhythmus-Sektion sind. Was Spidergawd mit IV abgeliefert haben, übertrifft meine positiven Erwartungen um Längen. Die Band ist sich zwar treu geblieben und musikalisch im 70s Rock verwurzelt geblieben und die Blues-Einflüsse sind nach wie vor vorhanden, aber es sind ein paar Härtegrade dazu gekommen und das gefällt mir richtig gut und passt der Band wie A... auf Eimer. In dem Info zu der Platte wird zwar von New Wave Of British Heavy Metal-Einflüssen gesprochen und das stimmt auch, aber gerade einige Gesangslinien von Per Borten erinnern mich an W.A.S.P. zu ihren besten Zeiten.

Trotz der zuvor genannten Einflüsse ist IV ein eigenständiges Album, dass modernen und abwechslungsreichen Hard Rock bietet, der mit Sicherheit viele Dremuleser / innen genauso begeistern wird wie mich.
Eingereicht von M.Strecker

BONE MAN - "III" (Pink Tank Records, 2017)

3.255

BONE MAN agieren präzise und gelassen zugleich. Das aus Kiel stammende Trio lässt sich schwer in eine Schublade stecken. Auf ihrem neuen Longplayer höre ich zu gewohnten Klängen mittlerweile auch Einflüsse aus Prog und Pop. Der Gesang steht mehr im Vordergrund als bei voherigen Arbeiten. Alles klingt klarer und risikobereiter. Die Herren wollen es wohl nun endlich wissen.

Bone Man

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Eingereicht von Dirk Däzzrock

King Buffalo - Orion

Das aus Rochester, NY stammende Trio King Buffalo hat sich bereits im Jahr 2013 gegründet und legt nun mit Orion ihren ersten Longplayer vor. Die Platte geht zwar grob in Richtung Stoner und 70s Rock, hat aber viele psychedelische Elemente, die der Platte insgesamt eine doomige und düstere Stimmung verleihen. Trotzdem wirkt Orion sehr entspannt und groovig, so dass es trotz der eher düsteren Atmosphäre Spaß macht Orion zu hören.

Mir persönlich fehlen allerdings ein paar Ausbrüche und die Songs bleiben mir zu vorhersehbar. So ein richtiger Hit fehlt der Platte leider auch. Dennoch sind die Songs alle auf einem gleichbleibend hohem Niveau und machen Orion zu einem gelungenem Debüt, das ich jedem Stoner Fan, der auch mal ruhigere Momente mag empfehlen kann.

Live gibt es King Buffalo übrigens beim Stoned From The Underground Festival zu sehen und eine Hörprobe ist hier zu finden.

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Eingereicht von M.Strecker

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