Tonträger Reviews

THE PONY HELLRIDE EXPERIENCE - "Buffalo Mountain" (Tonstudio SH, 2015)

THE PONY HELLRIDE EXPERIENCE


Auf 'Buffalo Mountain' drehen die vier Kieler wieder richtig schön die Regler hoch und der Sänger klingt schön nach Whiskey. Ob der nun wirklich das Stimmenorgan zersetzende Zeug zu sich nimmt, um rauh zu klingen, bleibt mal dahingestellt. Hier wird im Wesentlichen auf schöne, nicht allzu schnelle, aber midtempomässige Grooves gesetzt. Die Musik ist eine Mischung aus Arschtretrock und Rock'n'Roll. Stoner Rock sucht man bei dieser Platte vergebens. Werden doch die Klangpassagen durch einen wesentlich klaren Sound dominiert. Also nicht son Wischi-Waschi-Hall-Klampfengeschredder. Sondern amtlich fettes Gebrate. Und Olli klingt nicht mal ansatzweise wie der liebe Junge von Nebenan.

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Eingereicht von Dirk Däzzrock

GOLGI COMPLEX - "Panspermia" (CD, 2015)

Wunderschöne Melodien gepaart mit schwungvollen Riffs aus der Prog-, Djent-, Metalschublade packen und nehmen dich mit auf eine musikalische Achterbahnfahrt. So fiel mir nichts wirklich Vergleichbares ein, um die Musik zu beschreiben, die uns die Kieler Combo 'GOLGI COMPLEX' sprichwörtlich um die Ohren haut! Anders definiert könnte man auch sagen, dass dich deren eiserne Disziplin einfach wegballert. 'Drown' lässt sofort das Djentfanherz pulsieren. Doch gehen die Herren und eine Dame wesentlich feinfühliger zur Werke. Du kannst dich dem nicht entziehen und gehst nach ca. 2 1/2 min. auf einen musikalischen Trip von mehr als nur einem Spektrum bezogener Varianten in Bereich Metal, Djent, experimentelle Bombastpassagen und was es da noch so gibt in nur diesem einem Song. Konzeptionell kommt hier erstmal eine minütige Denkpause in Form experimenteller Instrumentale, wo man in seinen Hirnwindungen die Antwort auf die Frage, ob man den eben gehörten Knaller nochmal hören sollte, suchen kann. 'Algebra' kommt schön lässig und groovy daher. Und fett ohne Ende. Mein lieber Herr Gesangsverein. Mir fallen beim Hören immer Worte wie Präzision, Flexibilität, Professionalität und eben schon erwähnte Diziplin ein. Die 4 Eckpfeiler der Macht?

GOLGI COMPLEX


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Eingereicht von Dirk Däzzrock

KEINE ZÄHNE IM MAUL ABER LA PALOMA PFEIFFEN - „Die Biellmann Pirouette“

Als die Anfrage kam, die zweite Scheibe der Kieler zu besprechen, habe ich laut „Hier“ gerufen, gehört das Debutalbum doch zum Originellsten und Feinsten, was Kiels Punkkeller in letzter Zeit so ausgespuckt haben. Nun liegt also der Nachfolger „Die Biellmann Pirouette“ vor und ich war gespannt, wie die Band mit den Erfolgen die sie nach dem Debut (zu recht) geerntet haben, umgehen.

Das Intro ist schonmal wenig ohrenschmeichelnd, mit fiesem und langanhaltenden Elektrogebratze macht man sich sicher nicht nur Freunde – finde ich gut! „Die Biellmann Pirouette“ kann das Niveau der Vorgängerscheibe durchaus halten, klingt aber etwas anders. War „Postsexuell“ eine sehr sperrige Angelegenheit, dabei furztrocken, so klingt „Bielmann“ doch runder und mehr aus einer Linie. Allerdings fand ich dieses Sperrige gerade spannend bei KEINE ZÄHNE. Insofern muss ich dem Labelinfo hier widersprechen, dass besagt, es würde mehr die Verschiedenheit der Songs zelebriert als beim erstem Mal. Ich sehe es eigentlich genau anders herum. Die Elemente, die KZIMALPP ausmachen, sind natürlich noch da, der treibende Bass, die punkige Gitarre, garniert mit Elektro- und Keyboardsounds und nicht zuletzt der klare Gesang mit den einzigartigen Texten. Aber Ecken und Kanten sind hier spartanischer gestreut. Dennnoch ist die „Biellmann-Pirouette“ sicher keine Popscheibe, dafür ist es doch zu anstrengend, aber die „Zielgruppe“ ist doch deutlich größer geworden.

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Eingereicht von Matt

TESTOSTEROLL - "Bullet Rye" (Pink Tank Records , 2015)

Mann kann getrost sagen, dass sich das Tonstudio-SH zu einer Brutstätte fetter Produktionen im Bereich 'handmade' gemausert hat. Was da in letzter Zeit als Langrille auf den Markt kam, verdient schon das Prädikat "Klasse"!

TESTOSTEROLL 


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Eingereicht von Dirk Däzzrock

RETOX – „Beneath California“ LP (EPITAPH / THREE.ONE.G, 2015)

Da ist es nun, das mittlerweile dritte Album von RETOX aus San Diego. 2010 startete die Band um Mastermind und Sänger Justin Pearson, der zuvor u.a. bei THE LOCUST und den SWING KIDS aktiv war. Wie schon bei den Vorgängerbands darf man auch bei RETOX keine einfache Kost erwarten. Die Screamo-Einflüsse sind nicht zu überhören, auch wenn RETOX eher im Hardcore zu verorten sind.

retox

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Eingereicht von outofreach

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