KÄNGUIN - The great key

Post Rock und Stoner Rock liegen dicht zusammen und Liebhaber des Einen sind meist auch Hörer des Anderen. Ersteres ist Altbewährtes bei den Kielern. Doch Schubladen waren noch nie ihre Stärke und so experimentieren Sie in verschiedenen Gefilden. Nach dem Release im Dezember ist bei mir einiges an Zeit vergangen, um mich ausgiebig mit dem neuen Output Känguins zu beschäftigen. So fällt zuerst einmal diese astreine Produktion aus der Tonmeisterei Oldenburg ins Gehör. 'Fast', könnte man sagen, ist musikalisch alles beim Alten geblieben. Doch wurden die Gitarren verstärkt und das Synthie ist ein bisschen dezenter. Es geht wesentlich härter zur Sache bei Känguin als jemals zuvor. Zwar behalten Sie ihren Hang zu träumerischen Passagen, in denen aber verstärkt die Klampfe die Melodien dominiert und das Keyboard als Unterstützung bekommt. Die grösstenteils instrumental arrangierten Songs, haben weiterhin den von Känguin theatralisch erzeugten Tiefgang.Ich höre immer einen Song. Der heisst 'Quast'. Ohne die Namensgebung zu ergründen möchte ich mal auf diesen einen Song eingehen. Es wäre auch der von mir empfohlene Anspieltip. 'Quast' hat einen bombatischen Anfang, verläuft sich dann in so ne Psychedelic-Kurve aus der Er mit schredderndem Riffing rausrattert. Grösstenteils instrumental arrangiert bedeutet, dass es dann doch einen Song gibt, in dem Hans seinen Gesang zum Besten gibt. 'Result' klingt nach dieser Granate zurückhaltend, verabschiedend. Ist ja auch der letzte Song. Känguin bleiben sich selber treu, was bedeutet, immer neue Seiten aufzuschlagen und sich auszuprobieren. Sie haben ihren Wiedererkennungswert den Sie bereit sind aufzugeben, ohne es damit wirklich zu tun. Dieses mit Melodie und Härte versierte Stück Kultur darf ruhigen Gewissens auf die Welt losgelassen werden!

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