WOLFSBLOOD - "Vomit & Lice" (Troglodyte Records 2019)

WOLFSBLOOD

 

Schweden – Land of Crust and D-Beat. Wer hat sich nicht über die letzte Granate von Wolfbrigade gefreut? Und wer wartet nicht sehnsüchtig auf den neuen Opus von Martyrdöd? Für zwischendurch gibt es ein Leckerbissen in Form von iWOLFSBLOOD mit deren Album „Vomit & Lice“ die Fresse geballert, welcher in bester Tradition der genannten Bands und ehemaliger Platzhirsche wie Driller Killer oder Genocide Superstars steht.

Der Auftakt zu den nächsten 37 Minuten bringt die unausweichliche „Vernichtung“ mit sich. Schon hier wird jedem klar, dass das Quartett aus Malmö bereits mit ihrem Debüt in der ersten Liga mitspielt. Die Wucht und Aggressivität mit der die Songs abgehen, ist atemberaubend. Vor allem die rauen und rotzig wütend keifenden Vocals von Frontfrau Divina, die leider überraschend Anfang März verstorben ist, sind ihr Geld wert, wie schon damals bei den Briten Sacrilege. Auch die massive Rock'n'Roll-Kante hinterlässt ihre Spuren. Ansonsten ballert der D-Beat-Zug gnadenlos metallisch durch die Gehörgänge, wobei ihn der fette Sound als kraftvoller Nachbrenner unterstützt. Es gibt aber nicht nur Crust um die Ohren gehauen, WOLFSBLOOD können auch stimmungsvoll den Untergang zelebrieren, wie der sechsminütige Rausschmeißer „Unalive“ unter Beweis stellt. Die düstere Atmosphäre, die das ganze Album über den Nacken herunter kriechen lässt, nährt sich zudem vom kalten Hall in dem Vocals. Um eine Phrase zu bemühen, WOLFSBLOOD erfinden weder Crust noch D-Beat neu, wissen aber ganz genau, welche Genre-Zutaten im welcher Zusammensetzung die effektivste und explosivste Mischung ergeben. Kein Wunder, spielte Stefan Elfgren doch schon bei den legendären Moderat Likvidation. Die anderen Wölfe tobten ebenfalls in verschiedenen Bands, bekanntestes Beispiel ist Tenebre.

„Vomit & Lice“ spuckt genau das aus, was der Titel verspricht: dreckig, räudigen und düsteren Crust/D-Beat. Wer solch ein furioses Debütalbum hinlegt, der wird nicht umhin kommen, es auch live knallen zu lassen. Nach dem Tod von Divina ist die Zukunft WOLFSBLOODs wohl offen. Schade, denn einen der zehn Songs live ins Gesicht geballert zu bekommen, würde mit Sicherheit ein Erlebnis sein. R.I.P.

 

  1. Vernichtung
  2. Serpents Of Our Age
  3. Le Trezieme
  4. On Your Knees
  5. Last Train
  6. Kamagra
  7. Contagious
  8. Bury Your Heart
  9. Vengeance
  10. Unalive

 

https://www.facebook.com/wolfsbloodsweden/

 

 

Divina
Divina

 

habi

 

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