CATTLEBAT - s/t (EP, Eigenproduktion 2017)

3.715

Cover


Meine gute Freundin Shiva aus Flensburg empfahl mir, ich solle mir mal eine neue Flensburger Band anhören. Die seien fett. Wenn Sie sowas sagt, dann hat das Hand und Fuß. Die Dame hat mindestens genau soviel an Stoner Rock in sich aufgesaugt wie ich und dabei wahrscheinlich genauso viel an Wischi Waschi Mist gehört, was ja in diesem Genre keine Seltenheit mehr ist.  
Ungemein erfreut war ich dann auch, als ich den Silberling, der in meinen Briefkasten wanderte, nach mehrmaligem Hören für 'mehr als tauglich' einstufen konnte. 
Diese Platte ist 1A produziert. Zitat der Flensburger : "Bock auf den jungen wilden Tom Waits zusammen mit Monster Magnet? Auf schleppend groovenden Stoner Rock mit eingekreuzten Mosh, Metal und Punkrock Elementen? Britischen Doom Sound, mit charmantem Laid-Back Feeling unterfettet? Gut."
Das trifft es. Anfangs höre ich schleppend groovenden Heavy Stoner mit gar nicht öden Riffs. Das klingt frisch und kreativ. Gesang erinnert an Acid Drinkers meets Smoke Blow. Oder einfach Ex-Bitches on Heat Shouter Lemmi. Dessen Namensvetter diente wahrscheinlich als zusätzlicher Einfluss. Wenn man ein bisschen dreckig klingt, ist Vater Kilmister nicht von der Hand zu weisen. Song Nr.3 "Mr.Ak-47'"ist so'n büschn Death Rock'n'Roll. CATTLEBAT spielen mit den Klischees und machen daraus einen geilen Mix aus Stoner, Metal und ja, sogar Punk, ohne wie ein weiterer Aufguss zu klingen. Das liegt auch an der Zusammenkunft diverser Mucker aus ehemaligen Lokalgrößen der Flensburger Szene. Ich lese wie bereits erwähnt Bitches on Heat, Endorphins oder Bromantic Nurse. Lemmis Stimme ist vielseitig als auch gewaltig. Einerseits klingt er tief, schwer watend im Wüstensand, dann brüllt er in bester Noise Core Manier in das Mikro. CATTLEBAT formen Altbewährtes in neuem Soundgewand und klingen dabei alles andere als öde.. Letzter Song 'P.F.I.' ist eine entspannt groovende Rockballade. Tanzbar! Die Klampfenfraktion ist schön fett am Braten. So wie das eben gehört. Und das Drumming kommt von Harry (ex-Endorphins) und klingt versiert vielseitig.
Die gute Shiva hat dann gleich mal n fettes Pic für die 3 Jungs und eine Frau gemalt, das zusätzlich zu dem Cover den Laien künstlerisch in die richtige Richtung weist. Schöne Sache!

Zeichung
Die Zeichnung stammt von Shiva Leicht.
Eingereicht von Dirk Däzzrock

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