FUCK CANCER FESTIVAL / 10.03.2018 - Ahrensburg, Juki 42

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Das Fuck Cancer Festival 2018: eine schöne Gelegenheit, ein Festival der besonderen Art kennenzulernen und seinen Horizont zu erweitern. So hatte sich der Veranstalter des JUKI 42 - Jugendtreff in Ahrensburg - auf die Fahnen geschrieben, Benefiz zu Gunsten des Kinderhospiz Sternenbrücke (krebskranke Kinder) in Hamburg zu unterstützen und ein Metal Festival auf die Beine zu stellen. Bereits im dritten Festivaljahr war das Fuck Cancer Festival 2018 mit 500 Besuchern eine gute Möglichkeit, Schwerstkranken zu helfen und mit seinem Eintrittsgeld, Getränken, Essen und Merch gemeinnützig tätig zu sein.
Die gesamten Einnahmen wurden gespendet.


Ich hatte kurzfristig von der Veranstaltung gehört und schnell eine Kieler Reisegruppe zusammengestellt, die am Samstagmittag mit der Bahn nach Ahrensburg aufbrach, sollte das Fuck Cancer Festival ja schon um 14.00 Uhr loslegen. So musste unsere Gruppe drei mal umsteigen und traf unterwegs andere Kieler Metalheads, die auf dem Weg zu einer anderen Veranstaltung waren. Nun kamen wir mit Verspätung gegen 15.30 Uhr am JUKI 42 in Ahrensburg an. Der Jugendtreff war schon gut besucht und direkt an einen Sportplatz gelegen.

Der Eintritt kostet faire 12,- Euro, das Astra 1, 50 Euro was bei uns zu Vorfreude führte. In der Halle hatten schon die ersten Bands WARSONS und GODSNAKE angefangen zu spielen, die wir leider verpassten.

So kamen wir gerade richtig zu SKALDENMET die uns einen Mischung aus Pagen Metal mit Folk-Elementen boten. Der Sound war klar abgemischt, die Musik hinterließ bei mir aber keinen weiteren Eindruck und plätscherte so dahin.

Nach einer kurzen Umbaupause stand die Band STAHL auf der Bühne, die ihrem Namen auch gerecht wurde. Vollmetallischer Death Metal mit Thrash Metal Parts knallte uns nun ins Gesicht. Der kurzhaarige Sänger hielt eine Ansprache, dass all unsere Kraft zugunsten chronisch kranker Kinder gehen sollte und gab im folgenden Song, der sich mit dem Thema auseinandersetzte, alles, was er aufzubieten hatte. STAHL konnten bei mir punkten und hinterlassen Eindruck.


Jetzt donnerten die Death Metaller von SASQUATCH aus Würzburg los.
Der dreadlockhaarige Sänger konnte seine tiefe Bassstimme gut einsetzen, Gitarre und Schlagzeug wurden sehr präzise gespielt.


Erst mal an die frische Luft und small talk halten. Die Veranstaltung kam gut bei den Besuchern an und die Halle füllte sich immer mehr, als MEISTER SCHEISZE aus Hamburg abrockten. Die Herren und Damen präsentierten uns humorvollen Grindcore mit deutschen Texten. Der bodybuilderartige, tätowierte und bärtige Sänger hatte sich in einen Bademantel eingekleidet, eine Krone aufgesetzt und hielt in der linken Hand eine goldene Klobürste. Unter dem Bademantel trug der Mann ein rosafarbenes T- Shirt mit der Aufschrift HELENE FISCHER ULTRAS, was bei uns zu einigem Gelächter führte. MEISTER SCHEISZE ließen über eine Leinwand Filmtrailer laufen, um die Musik besser umzusetzen. Beim letzten Song wurde eine Art Laubbläser aktiviert und Klopapier ins Publikum geschossen. Eine gelungene Show, die bei mir gut ankam.


Nach einem ausführlichem Soundcheck spielten HARDBONE aus Hamburg. Die Herren sind auch keine Unbekannten mehr und spielten bodenständigen Rock der Marke AC/AD.
Die Anlage war deutlich lauter abgemischt und der Sänger entwickelt sich nun zur Rampensau, 110% Rock n Roll hieß es.


Nach fünfeinhalb Stunden war das Fuck Cancer Festival 2018 gegen 24.00 Uhr beendet.
Viele der Besucher traten nun die Rückreise an.
Wir brauchten mit der Bahn leider länger nach Kiel, da einige Zugverbindungen ausfielen und wir gegen 6.00 Uhr morgens in der Landeshauptstadt ankamen.


Fazit:
Ein gelungenes Festival, was seinesgleichen sucht, mit fairem Eintritt und ebenso fairen Getränkepreisen. Der gesamte Gewinn der Veranstaltung ging zu Gunsten krebskranker Kinder und wurde gespendet. Die Location war gut ausgewählt, sodass bei uns allen die Daumen hochgingen. Ich möchte hoffen, dass diese Veranstaltung auch in den nächsten Jahren stattfinden kann und viele Spendengelder zusammenkommen.


https://www.fuckcancerfestival.de/index.html
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Eingereicht von Philipp

Kommentare   

 
+2 #1 124 2018-03-16 00:04
Nur zur Info: In der Sternenbrücke werden unheilbar erkrankte Kinder und Jugendliche mit meist lebensverkürzen den Erkrankungen sowie deren Angehörige betreut - also bei weitem mehr als "nur" an Krebs erkrankte Kinder.
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