MELTDOWN-Festival / 03.09.2016 – Schuby, Nordring

2.55

Das Meltdown-Festival 2016 geht in die fünfte Runde und kann auch dieses Jahr 2016 an anderer Stelle in Schuby bei Schleswig stattfinden. Das Festivalgelände liegt verkehrsgünstig gelegen an der A7 und in einem Gewerbegebiet versteckt. Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein, grüne Wiesen, frische Luft und entspannte Menschen?


Meltdown-Flyer





Also heißt es in Kiel spontan am Samstagmittag Sonnenbrille und Cap aufsetzen und ab zum Hbf. Wo ich dann auch schon einen Kumpel treffe. Am Kieler Bahnhof ist wie immer so einiges los, viele Touristen strömen in und aus den ankommenden Zügen, es ist Ende der Sommerferien. Die Zeit bis zur Abfahrt des Zuges nach Schleswig reicht noch für einen Kaffee. Die Hinfahrt verläuft recht unspekatulär und entspannt ab. Sind wir doch rechtzeitig und voller Vorfreude gestartet. Die Eindrücke vom letzten Meltdown-Festival 2015 in der Pionier Straße bei Schleswig (alter Veranstaltungsort) sind noch im Kopf gespeichert.


Als wir pünktlich in Schleswig ankommen, scheint bereits die Sonne und unsere Reise geht nun mit dem Taxi Richtung Schuby weiter. Unserer Fahrer ist von der schnellen Sorte und setzt uns direkt vor dem Festivalgelände ab.


Der Eintritt kostet dann 15,00 Euro und jeder Gast bekommt ein schickes Festivalbändchen und einen Pin vom Metldown 2016. Wir sind erstaunt, wie gut organisiert das Festival gemacht ist. So, erst einmal einen Überblick der Lage verschaffen und ein Kaltgetränk für günstige 1,50 Euro pro Bier besorgen. Das Festival findet auf einer großen Graskoppel statt und ist übersichtlich mit kurzen Wegen zu den beiden Bühnen gelegen. Es befinden sich viele Sitzgelegenheiten wie Bierbänke auf dem Gelände, auf denen wir Platz nehmen können. Die Sonne scheint und wir treffen viele bekannte Gesichter. Da legt vor uns auf der Mainstage die Band STEEL CRUSHER schon los. Die Herren verstehen ihr Handwerk und präsentieren uns klassischen Heavy Metal der Markt Iron Maiden und Judas Priest. STEEL CHRUSHER sind frisch seit April 2016 im Geschäft und der Sänger Danu wirkt auf uns selbstbewusst und motiviert ein gelungen Set zu rocken.


Auf der Stage 35 (Zeltbühne) donnern die Death Meteller von TORTURE GUT los, als ob es kein Morgen mehr gäbe. Die ganze Show klingt nach amerikanischen CANNIBAL CORPSE - Slam Death Metal. Ein Cover der Helden „HAMMER SAMSHED FACE“ wird zum Besten gegeben.


Um 17.15 Uhr stehen die Kieler von SLYMER auf der Mainstage, zocken eine Mischung aus Punk/ Hardcore und Thrash Metal. Ich habe diese Band nie live sehen können, heute zum ersten Mal. Der Sänger bellt in sein Miro, die Texte sind gesellschaftskritisch und kreiden Missstände an. Die beiden Gitarristen sind topfit und können überzeugen. Der Gesang ist mir dann auf Dauer doch zu eintönig und monoton.


Um 19.00 Uhr geht es auf der Mainstage mit BLIZZEN mit Heavy Metal ans Eingemachte. Der 80iger Jahre Metal der jungen Burschen kommt beim Publikum gut an und viele Matten fliegen durch die Luft.


In der Zeltbühne treten jetzt meine Favoriten aus Chile von THORNAFIRE auf. Es erwartet den Hörer eine interessante Mischung aus Death/ Thrash Metal Elementen, welche auf den Punkt gespielt werden. Der Sänger röhrt und kreischt alles, was er hat, aus sich heraus. Diese Truppe aus Chile hat es wirklich in sich, auch wenn hier nur ein Gitarrist glänzen kann steht im Zelt ein fest entschlossene Soundwand. Wir feiern unsere Helden bis zum letzten Song ab. Wunderbares Set, später am Bierstand können wir noch kurz mit dem sympathischen Sänger ein paar Sätze wechseln, der sich bis Ende September noch auf Deutschland Tour befindet.


Nach einer Pause entern die russischen Black Metaller von DRAUGGARD die Bretter der Stage 35. Die drei Russen hinterlassen nur verbrannte Erde und machen keine Gefangenen. Die Patronengurten und Killernieten glänzen und der Sänger kreischt motiviert ins Publikum.


Als Headliner dieses Abends stehen nun die Herren von CROSSPLANE auf der Mainstage und bieten dem Zuhörer eine gelungene Mischung aus Rock’n‘Roll a la MOTÖRHEAD. Die Herren kommen aus dem Ruhrpott. Die ONKEL TOM- und EXHUMER-Mitglieder in der Band dürften vielen unter euch ein Begriff sein.


Nach dem Brett treten wir die Rückreise an und haben unsere Rückfahrgelegenheit gefunden. Es hat mittlerweile angefangen zu nieseln und wir verlassen zufrieden das Meltdown-Festival 2016.


Mein Fazit: Das fünfte Meltdown-Festival 2016 war für mich ein entspanntes, günstiges und interessantes Festival. Weit ab bereits ausgetretener Pfade haben es hier die Veranstalter mal wieder geschafft ein und unkommerzielles Festival von Fans für Fans auf die Beine zu stellen. Ein schöner Abschluss der Outdoor-Festivalsaison und wir wollen hoffen, dass das Meltdown-Festival auch im Jahre 2017 in die nächste Runde an der gleichen Stelle gehen kann.

Eingereicht von Philipp

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