KEEP IT TRUE XIX / 29.04.2016 – Lauda-Königshofen, Tauberfrankenhalle, Tag 1

3.85

Stumpfer Fischkopp: Keep It True! Schon der bloße Name lässt Bangerherzen fixer wummern, ist sich die Heavy-Metal-Gemeinde doch weitestgehend einig, dass kein stärkeres Festival existiert. Außer man versteht unter Heavy Metal Combos wie LAMB OF GOD oder SLIPKNOT oder so… Nach einer wunderbaren Donnerstagnacht, in welcher neue Bekanntschaften geschlossen und viel Musik gehört wurde, ging es am Freitagmorgen dann flugs zur Halle. Zum Glück waren wir derart früh vor Ort! Denn in diesem Jahr gab es eine Neuerung, die zunächst einen gigantischen Stau verursachte: Der bisher direkt in der Halle befindliche Metal Market wurde in ein Zelt nach außen verfrachtet, welches man erst mal durchqueren musste. Zum Glück hat sich eine derart lange Warteschlange nur einmal gebildet – später lief es dann doch geschmeidiger. Die Händler_innen fanden die Neuerung wohl nicht so geil, da sie nun vom Geschehen auf der Bühne ausgeschlossen waren und die Verkäufe schlechter als in den Vorjahren gewesen seien. Nu, ich empfand es insgesamt als korrekte Lösung, da nun ein paar mehr Headbanger in die Hütte passten und es dennoch entspannt blieb.


ROSS THE BOSS

Bericht von Stumpfer Fischkopp und MetalSon, Fotos von Florian Hille



TERMINUS


TERMINUSTERMINUS


Stumpfer Fischkopp: Gleich zum Anfang ein Kracher: TERMINUS aus Belfast! Ich bekam gleich beim ersten Song ‘ne Gänsehaut, als der Sänger James Beattie die Zeilen „I stand on this hill, I await the coming tempest / Shades becloud the horizon, A flood of chtonic flesh“ schmetterte. Epische Scheiße, die ein wenig an PRIMORDIAL erinnert, aber stärker in purem Heavy Metal verwurzelt. Es war allerdings klar von Vorteil, wenn man das Überalbum „The Reaper’s Spiral“ im Vorfeld bereits kannte, denn aufgrund ihrer Bewegungsarmut wirkte die Performance recht statisch. Ich fand’s geil und bangte im Grunde den ganzen Gig durch.

MetalSon: Den Namen Terminus vernahm ich 2013 zum ersten Mal. Im November des Jahres erschien nämlich eine Split-Single mit Ravensire, deren erstes Album im Jahr zuvor mein Interesse weckte. Der Song, der in einer anderen Version als auf ihrem aktuellen Album erschien, war „Centaurean“ und überzeuge mich nicht genug, als dass ich mich weiter mit der Band beschäftigte. (Fehler, Kollege! Anmerkung Fischkopp)
Die Kritiken, die ich von dem 2015 erschienenen Album “The Reaper's Spiral” las, waren überwiegend sehr positiv. Und auch Mitfahrende unserer Reisegruppe empfahlen, den Auftritt der Band aus Belfast nicht zu verpassen.
So ging es pünktlich mit den ersten Einkäufen bepackt in die Halle. Während in den letzten Jahren überwiegend schnellerer Heavy Metal die Tage des Festivals eröffneten und direkt die Besucher*innen “wachrüttelte”, brauchte der epische Heavy Metal von Terminus ein bisschen länger, um mich zu erreichen. Die Band präsentiert sich sehr spielfreudig und in der zweiten Hälfte des Sets auch etwas schneller als zu Beginn. Für Fans von Manilla Road auf jeden Fall ein Anspielen wert. Das Album werde ich mir auf jeden Fall nochmal anhören. Ein guter Auftakt.

Setlist:

1.    The Reaper's Spiral
2.    The Encyclopedists
3.    The Merchant Princes
4.    Fortress Titan
5.    The Traders
6.    Poseidon's Children
7.    To Ash, To Dust
8.    The Psychohistorians
9.    Centaurean


TERMINUSTERMINUS


MYTHRA


MYTHRAMYTHRA


Stumpfer Fischkopp: Man mag es erstaunlich finden oder es bereits geahnt haben, aber bei MYTHRA steigerte sich die ohnehin bereits gute Stimmung in der Halle noch um einiges! NWoBHM geht eben immer und so war es auch heute. Der Sound drückte schön, die Band klang einfach knackig und frisch, obwohl sie bereits Ende der Siebziger ‘ne EP rausgehauen hat. Aber was heißt „obwohl“? Dieser Shit ist eben zeitlos. Und die Briten spielten ihn mit Enthusiasmus (super: Sänger Vince High), welcher sich sofort auf den Mob in der prallvollen Halle übertrug.

MetalSon: Auch mir als Fan der New Wave Of British Heavy Metal war vor dem Festival kaum Material der 1976 gegründeten Engländer bekannt. “Leider”, kann mensch nach dem Auftritt nur sagen.
Ich schreibe/sage es ja doch sehr häufig:”NWOBHM-Bands sind nie schlecht.” Natürlich stimmt das nicht ganz. Es ist aber dennoch erstaunlich, wie gut das Gros des Songmaterials ist und mit welcher Energie die Bands dieses präsentieren.
So ganz alleine stehe ich mit meiner Meinung nicht da. ⅘ unserer Reisegruppe erwirbt in der Folge des Auftritts einen Tonträger der Band.
Auf jeden Fall unter meinen Top 4 des diesjährigen Festivals.

Setlist:

1.    The Best is Yet to Come
2.    U.F.O.
3.    Warrior Time
4.    Vicious Bastard
5.    Face the Mirror
6.    Killer
7.    England
8.    Machine
9.    You
10.   Overlord
11.   Death and Destiny
12.   Heaven Lies Above
13.   New Life


MYTHRAMYTHRA


SDI


SDISDI


Stumpfer Fischkopp: Yeah, wer hätte das vor wenigen Jahren noch gedacht, dass man die kultigen SDI mal live sehen könnte? Und dies war nach dem umjubelten Auftritt vom METAL ASSAULT 2015 nun für mich und viele andere bereits die zweite Chance. Mit viel Power wuchteten die Osnabrücker ihren quirligen Speed Metal in die Tauberfrankenhalle. Neben den originell komponierten Stücken fielen schon immer die Lyrix positiv auf – so positioniert sich die Band in „Comin‘ Again“ deutlich gegen rechtes Pack: „Hate and violence, coldness and fear / Uniformed, fanatic brains / Truth and faith, words without sense / They'll force the world into chains / Habe you ever thought of what will happen / When they will succeed / It won't be a world where I can live / People will be surpressed / Becasuse of their confession / Or just because of the colour of their skin / No questions anymore / We have to use our chance / We have to take care, this will be prevented / Before it is too late!” Das doch ma toll und was für eine Melodie auch! So flogen Haare, Bierbecher und Fäuste wie nix Gutes. Gerade von der Speed/Thrash-Fraktion wurden SDI danach als eins der Highlights gehandelt. SDI - MEGAMOSH!

MetalSon: SDI ist die einzige Band, die ich nicht sehe. Auf mich wirkt die Band immer recht prollig. Als ich mich beim Linecheck in der Halle aufhielt, sagte Reinhard Kruse (Vocals, Bass), dass sie dieses Jahr die einzige deutsche Band im Billing sei und fragte, ob das nicht cool sei. Mein Gedanke: “Ja und nein.”
Ich nutze die Zeit also lieber für Gespräche mit Freunden und Bekannten. Immer wieder schön Menschen zu treffen, die mensch sonst kaum sieht.                        

Setlist:

1.    Fight
2.    Killer's Confession
3.    Long Way From Home
4.    Panic in Wehrmacht
5.    Quickshot
6.    Alcohol
7.    Violence
8.    Comin' Again
9.    Sign of the Wicked
10.  Megamosh

SDI


THRUST


THRUSTTHRUST


Stumpfer Fischkopp: Schon wieder so eine KIT-Unglaublichkeit! Graben die Veranstalter doch glatt die ollen THRUST aus. Wie häufig hab ich in Gesprächen schon darauf hinweisen müssen, dass ich NICHT von den Franzosen TRUST rede, (welche natürlich auch geil sind!), sondern von den Amis, welche mit „Posers Will Die“ oder „Fist Held High“ so einige Echtmetallkracher auf die Menschheit losgelassen haben. Sänger Andy Beaudry hatte die schwere Aufgabe, den Sänger des legendären Debutalbums (John Bonata) zu „ersetzen“, was in okayem Maße gelang, da der rau-melodiöse Charme seines Vorgängers immerhin ansatzweise auch in seiner Stimme auszumachen war. Dennoch muss gesagt werden, dass viele THRUST eher im Vorübergehen mitgenommen haben.

MetalSon: Mit “Fist Held High” haben Thrust 1984 einen Klassiker des US Power Metals veröffentlicht. Ihr 2002 veröffentlichtes zweites Album fand aber, auch auf Grund mangelnder Qualität, kaum Beachtung bei den Fans. 2015 erschien dann das Album “Reincarnation” in digitaler Form und als Bonus zum Rerelease des ersten Albums. Die Texte könnten zum Teil auch vom ersten W.A.S.P. Album stammen.
Gerade weil ich das Debüt sehr gut finde, freute ich mich auf den Auftritt. Nach meinem Geschmack wurden leider zu viele Songs des aktuellen Albums gespielt. So bestand die Setlist aus 50% “Fist Held High”- und 50% “Reincarnation”-Songs. Die Leistung der Band war sehr gut. Da aber bei vielen anderen Bands mehr Aspekte des Auftritts stimmten, bezeichnete ich Thrust schon als “kleinen Verlierer”, weil mehr aus dem Auftritt gemacht werden konnte. Es war aber natürlich trotzdem super. die Band mal zu sehen.

Setlist:

1.    Fist Held High
2.    War
3.    Scream Girl Scream
4.    Overdrive
5.    Hypocrite
6.    Thrasher
7.    Wasted
8.    Metallic Attack
9.    Fit of Rage
10.  Posers Will Die!


THRUSTTHRUST


TOKYO BLADE


TOKYO BLADETOKYO BLADE


Stumpfer Fischkopp: Ich hatte irgendwie nicht damit gerechnet, dass gerade TOKYO BLADE einen derart geilen Gig spielen würden, welcher mit seiner Frische und Power glatt zu einem der Highlights des ersten Tages wurde. Das lag wohl daran, dass beim Headbangers Open Air 2011 ein deutscher Sänger am Start war, der mich persönlich nicht so mitgerissen hatte. Heute aber war Alan Marsh am Start und der Knabe trällerte glockenhell und voller Kraft! Die ganze Band wirkte deutlich spielfreudiger und beim Hören von Killern wie „If Heaven Is Hell“, „Lightning Strikes“, „Night Of The Blade“, „Sunrise In Tokyo“ oder „Midnight Rendevouz“ wurde einem wieder klar, wie derbe einem diese Stücke doch im Blut stecken. Die ganze Halle brüllte begeistert mit und TOKYO BLADE konnten grinsend von der Bühne gehen.

MetalSon: Angekündigt wurde die Show ursprünglich mit Vicki James Wright als Sänger, somit also das LineUp des “Night Of The Blade” Albums. Da er aber verhindert war, wurde Alan Marsh als “Ersatz” angekündigt. Alan Marsh hat diesen Klassiker der NWOBHM zunächst eingesungen. Nach seinem Ausstieg sang Vicki James Wright das Album erneut ein und ist daher auf der Veröffentlichung zu hören. Jedoch wurden die Backing Vocals von Alan Marsh weiterhin verwendet, so dass auch er vertreten ist.
Die ersten Songs leiden noch unter schlechterem Sound. Außerdem wirkt es, als müsse sich die Band zunächst etwas warm spielen. Daher war eine deutliche Leistungs- und Stimmungssteigerung nach dem ersten Drittel des Sets zu vermerken. Die Setlist ließ kaum Wünsche offen und die Band überzeugte mit hoher Spielfreude.

Setlist:

1.    Someone to Love
2.    Death On Main Street
3.    Dead Of The Night
4.    Lightning Strikes
5.    Mean Streak
6.    Love Struck
7.    Fever
8.    Unleash the Beast
9.    Sunrise in Tokyo
10.  Night of the Blade
11.  If Heaven Is Hell
12.  Midnight Rendezvous


TOKYO BLADETOKYO BLADE


ROCK GODDESS


ROCK GODDESSROCK GODDESS


Stumpfer Fischkopp: ROCK GODDESS konnten mich nicht ganz so begeistern wie letztes Jahr auffem HOA, lieferten aber natürlich trotzdem hart ab. Vielleicht hatten die Mädels 2015 einfach den Überraschungseffekt auf ihrer Seite, konnten sie doch vielen Besuchern erstmals live zeigen, wie rotzig und zeitlos sie klingen. Dieser Effekt war jetzt natürlich wech, zudem war der Sound etwas breiig, aber wer hört „My Angel“, „Satisfied Then Crucified“ oder v.a. „Heavy Metal Rock’n’Roll“ nicht dennoch gerne? Genau, höchstens irgendwelche Disco-Wichsah, welche SLIME damals mit den Worten „Hirnlos, machtlos, kein Gewissen – Discopopper / Solche Typen haben bei uns verschissen – Discoficker“ dissten. Mit Recht natürlich. ROCK GODDESS hingegen haben bei uns gewonnen und werden hoffentlich noch häufig live zu sehen/hören/fühlen sein.

MetalSon: Nach der kurzen Pause ging es direkt weiter mit NWOBHM. Diesmal jedoch in der punkigeren Version. Rock Goddess konnten sich nie gegen die Konkurrenz von Girlschool durchsetzen. Höhere Bekanntheit hätte die Band aber verdient gehabt.
Die Setlist war gut und die Band hatte sichtlich Freude am Auftritt und dem Festival. Dieser Eindruck wurde bei dem kurzen Treffen bei der Autogrammstunde bestätigt.
Leider zählt der Auftritt nicht zu den besten an dem Wochenende, was meiner Meinung nach sehr mit dem Sound zusammenhängen dürfte. Hört mensch sich die Platten an, so ist es auch der leicht raue Sound, der den Reiz der Band ausmacht. Live war dies nicht der Fall. Zu klar und dominant war die Gitarre von Jody Turner.
Meine Erwartungen waren wohl zu hoch. Schön, die Band gesehen zu haben und zu wissen, dass sie es noch können. Ich sähe die Band gern in einem kleineren Rahmen wieder.

Setlist:

1.    Satisfied Then Crucified
2.    God Be With You
3.    Heartache
4.    Two Wrongs Don't Make a Right
5.    You've Got Fire
6.    To Be Betrayed
7.    Make My Night
8.    My Angel
9.    Take Your Love Away
10.  Drive Me Away
11.  This is the Day
12.  Back to You
13.  Bite You to Death
14.  Heavy Metal Rock 'n' Roll


ROCK GODDESSROCK GODDESS


THE RODS


THE RODSTHE RODS


Stumpfer Fischkopp: Tonnenschwerer Kult dann bei den RODS, die einfach immer wieder umwerfend sind. Götz Kühnemund hatte mal irgendwann geschrieben, dass er noch nie eine fittere Ü-60-Band gesehen habe. Dieser Satz fiel mir wieder ein, denn das Alter wird höchstens an den Falten in den Gesichtern der drei Recken deutlich – ansonsten sind die Typen gertenschlank, motiviert und ham immer Bock. So auch heute. Mit breitem Grinsen auf den Lippen bölkte man lyrische Großtaten wie „Power Lover“, „Nothing Goin On In The City“ oder „I Just Wanna Rock“ mit. Metalrock mit dieser faszinierenden Portion Naivität, die mich begeistert!

MetalSon: Es folgte das nächste Power Trio. Diesmal gibt es jedoch traditionellen US Metal, der eine gute Überleitung zur Secret Band darstellt.
Gary Bordonaro, Carl Canedy und David "Rock" Feinstein präsentieren sich gut gelaunt und eingespielt. Besonders fällt mir dies bei Carl Canedy auf.
Bemerkenswert ist außerdem, bei wie vielen Klassikern er als Produzent tätig war. Mindestens eine Scheibe hat fast jede*r im Plattenregal stehen.
Die Setlist lässt kaum Wünsche offen. Das Schlagzeugsolo blieb mir allerdings nicht in Erinnerung. Ein sehr guter Auftritt einer Band, die vor ihrer Auflösung 1986 sehr gute Alben veröffentlichte. Vom guten, aber nicht “im Gehörgang bleibenden” 2011er Album “Vengeance" stammt lediglich der letzte Song des Sets.

Setlist:

1.    Evil In Me
2.    Hurricane
3.    Devils Child / Let Them Eat Metal / Born To Rock
4.    The Night Lives to Rock
5.    Violation
6.    Drum Solo
7.    Hold on for Your Life
8.    Wild Dogs
9.    Hot City
10.  Cold Sweat & Blood
11.  Nothing Going On In The City
12.  Crank It Up
13.  Power Lover
14.  I Just Wanna Rock


THE RODSTHE RODS


ROSS THE BOSS


ROSS THE BOSSROSS THE BOSS


Stumpfer Fischkopp: Was dann kam, zählte zu den absoluten Höhepunkten der gesamten KIT-Historie und bildete auch den klaren Gewinner dieses Wochenendes (ja, trotz FATES WARNING)! Man hatte es irgendwann mitbekommen, dass der der Secret Headliner der gute, alte ROSS THE BOSS mit einem early MANOWAR-Set sein sollte. Klang schon mal gut, aber wer zur Hölle sollte denn da singen? Die Antwort: Ein bisher unbekannter Sänger namens Mike Cotoia. Ein sehr smarter Move von Oli Weinsheimer, diesen Umstand im Vorfeld nicht bekanntzugeben, denn viele Maniacs hätten dem Mann wohl gar nicht erst eine Chance gegeben. Auch so gab es zunächst Unkenrufe, da Mike einigen Schnackern nicht metallisch genug aussah (kurze Haare und so). Diese hielten aber ganz fix ihr Maul und ließen fassungslos ihr Bier fallen, als der Typ loslegte – und alles in Grund und Boden sang! Mike Cotoia klang wie der junge Eric Adams – unfassbar! Die Songs wurden nicht einfach nur technisch gut gesungen, sie wurden regelrecht durchlebt. Und es wurden ja nicht nur die straighten Rocker gezockt, sondern die volle epische Wucht der besten MANOWAR-Songs entfesselt. Spätestens ab „Gates Of Valhalla“ gab es hier kein Halten mehr, doch mein Hirn wurde endgültig atomisiert, als das unfassbare „Secret Of Steel“ in einer schlicht atemberaubenden Version gespielt wurde. Ich mein, Alter: „A sceptre of iron could mercy bring. / A shield of gold, the Creator and king, / And the great sword of steel. / Sons of destiny shall wield. / Hear Wisdom's voice. / Rise, know the strength that you feel. / Hold in your heart, but never reveal / You were called by the Gods, their powers to wield. / Guard well the secret of steel.” Ein einziger Triumphzug, der natürlich darin gipfelte, dass bei “Battle Hymns” wirklich ALLE mitzuschmettern schienen. HOLY SHIT, das war der Hammer!

MetalSon: Mein Tipp bezüglich des Secret Acts waren ja Metal Church. Im Laufe des Tages verdichtete sich jedoch das Gerücht, dass es Ross The Boss mit spezieller Manowar-Show sei. Und so kam es dann auch.
Kommen wir zunächst zum Positiven:
Manowar haben einige super Songs geschrieben (wie die Band ansonsten so zu bewerten ist, dürfte klar sein), von denen sie nicht mehr alle live spielen. Daher ist ein Set, das in die Richtung geht, keine schlechte Idee.
Mit dem jungen Sänger Mike Cotoia hat Ross Friedman für pures Erstaunen gesorgt. Was für eine Stimme und Emotionen! Hoffentlich macht er in Zukunft wieder etwas in diese Richtung. (Auf dem Headbangers Open Air spielt die Band unter dem gleichen Motto)
Der Sound war der beste des Festivals: klar und kraftvoll. Die Stimmung war ebenfalls auf ihrem Höhepunkt. Manowar kennt eben fast jede*r.
Und genau das führt mich schon zu meinen Kritikpunkten.
Ich hatte (leider) während des Auftritts immer das Gefühl “Hast Du doch schon von Manowar gesehen.”. Es war für mich nicht die große Sensation, die ich im Vorfeld erwartet hatte. Allerdings habe ich bereits vor Ort gesagt, dass mir da nicht so viele Bands einfielen, die mich komplett umgehauen hätten.
So liefern Ross The Boss den besten Auftritt des Festivals, aber nicht ohne “Cover”-Beigeschmack. Ich wünsche mir für den Auftritt auf dem HOA eine (deutlich) geänderte Setlist, da das Material und die Besucher*innenüberschneidung vorhanden ist.

Setlist:

1.    Sign of the Hammer
2.    Metal Daze
3.    Blood of My Enemies
4.    Gates of Valhalla
5.    Secret of Steel
6.    Kill With Power
7.    Thor (The Powerhead)
8.    March for Revenge (By the Soldiers of Death)
9.    Dark Avenger
10.  Hail and Kill
11.  Battle Hymn


ROSS THE BOSSROSS THE BOSS


RAZOR


RAZORRAZOR


Stumpfer Fischkopp: Die Kanadier mussten den KIT-Mob erst wieder aus der Trance rütteln, in welche ROSS THE BOSS ihn befördert hatte. Gut, dass auf derart krasse Epik jetzt einfach nur ein räudiges Thrash-Gewitter folgen sollte! Ich bin totaler RAZOR-Addict und hätte den Freaks um Dave Carlo stundenlang zuhören können. Manche empfinden die RAZOR-Art, Thrash zu zocken, ja als zu monoton. Ich bewundere aber gerade deren Vermögen, sehr effektive Songs mit Killer-Refrains zu schreiben. Die angekündigte Old-School-Setlist ließ dann auch nichts zu wünschen übrig und enthielt mit „Cross Me Fool“, „Hot Metal“, „Take This Torch“ oder „Evil Invaders“ asozial runtergebolzte Thrasher, die Dave Carlo gewohnt ironisch/zynisch kommentierte. „Take This Torch“ wurde gar zweimal geballert – „cause we fucked it up the first time”… Amtlicher Abschluss eines amtlichen ersten Tages!

MetalSon: Ein spezielles 1985er Set der kanadischen Thrasher sollte es als Abschluss des ersten Festivaltages geben.
Ich muss gestehen, dass ich die beiden Alben “Executioner's Song” und “Evil Invaders” als einzige Alben in ihrer Gänze kenne. Die Band spielt zunächst die “Evil Invaders” chronologisch durch, hält jedoch bewusst den Titelsong für später auf.
Anschließend werden ausgewählte Songs von “Executioner's Song” gespielt. Eigentlich sollte “Evil Invaders” das Set als letzter Song abschliessen. Auf Grund von Fehlern beim Spielen wurde jedoch “Take This Torch” nochmals gespielt.
So ganz kann ich das Konzept, das Album nur fast komplett durch zu spielen, nicht nachvollziehen. Der Sound und die Power, mit der die Band agierte, war schon beeindruckend. Meiner Meinung nach war nur recht schnell die Luft raus, da sich viele Songs einfach zu sehr ähneln. Insgesamt gut, aber kein Highlight.

Setlist:

1.    Nowhere Fast
2.    Cross Me Fool
3.    Legacy of Doom
4.    Iron Hammer
5.    Instant Death
6.    Cut Throat
7.    Speed Merchants
8.    Tortured Skull
9.    Thrashdance
10.  Hot Metal
11.  Gatecrasher
12.  Fast and Loud
13.  City of Damnation
14.  Take This Torch
15.  Evil Invaders
16.  Take This Torch


RAZORRAZOR


TBC...


RAZOR

Eingereicht von Philipp

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