T.S.O.L., SUSHI BOY / 17.08.2013 – Kiel, Schaubude

Hatte ich mich bereits länger auf dieses Konzi gefreut, so steigerte sich die Vorfreude ein paar Tage vorher sogar noch, befeuert durch begeisterte Stimmen von Bekannten, welche andere Gastspiele der laufenden Tour besucht hatten.

So treffe ich denn auch pünktlich am Ort des Geschehens ein. Vor der Bude bereits die übliche Menschentraube, allerdings ist es auch nicht drangvoll. Umso besser!

 

Den Buben von SUSHI BOY müssen Veranstalter künftig ein paar Rollen kalten Fisches mehr hinstellen. Die sind nämlich mittlerweile um ein hungriges Maul erweitert worden! Wie viele bereits im Vorfeld wussten, handelt es sich hierbei um JoyBoy. Der Gute erhärtet somit den Eindruck, dass der Trend zur Drittband geht. Respekt! Ich hätte da nicht den Bock drauf, in gleich drei Bands zu spielen und nebenbei noch Privatleben, sonstige Hobbys, Beziehung und Arbeit zu regeln. Zwei Bands waren für mich schon so die Hölle, dass ich mir geschworen habe: Nie wieder. Aber egal – der Band SUSHI BOY tut die Verstärkung definitiv gut. Chris spielt zwar weiterhin Gitarre und singt, wird auf beiden Feldern nun jedoch unterstützt. Klingt in den Refrains noch besser und im Gesamtsound satter. Nun könnte die Band live insgesamt NOCH ein wenig mehr aus ihren sehr geilen Songs herausholen und die letzte Rest-Zurückhaltung ablegen, die man ihr irgendwie anmerkt. Ich spür doch, dass da so'n hungriges Raubtier im Käfig schlummert! Die Tür steht quasi schon offen, nur muss das Vieh aufwachen und den glotzenden Gaffern die Gesichter wegreißen!

 

T.S.O.L. zeigen sich seit ihrer letzten Tour ebenfalls gestärkt. Gefiel mir die Band in der Meierei bereits gut, begeistert sie mich heute geradezu! Sitzt da ein neuer Schlagzeuger hinterm Kit? Oder hat der alte mittlerweile an Wumms zugelegt? Jedenfalls hat die Chose deutlich mehr Punch, so wie T.S.O.L. überhaupt besser eingespielt erscheinen. Drückt wat weg. Was mir generell bei ihnen gefällt, ist ihre positive und geradezu charmante Art. Vor allem Jack Grisham (v) grinst sich gern eins, wenn er sieht, wie Menschen vor der Bühne Spaß haben. Er nimmt darauf auch direkt Bezug und erklärt, dass es keineswegs als sexistisch oder als Anmache zu interpretieren sei, wenn er beispielsweise eine tanzende Frau im Pit angrinse. Vielmehr reiße ihn das mit, wenn er diese Begeisterung sehe. Find ich gut! Schließlich ist die Band seit 34 Jahren am Start (wenn auch mit Unterbrechungen bzw. in völlig anderen Besetzungen, die z.T. Völlig andere Musik gespielt haben). Aaah, und ich finde einfach auch die Stimme Grishams zu und zu geil! Die veredelt Punkrockkracher wie „Superficial Love“, „Abolish Government“, „Die For Me“ oder „Fuck You Tough Guy“ so richtig. Ich sach ma: LIVE YOUR LIFE. IGNORE HEROES. FUCK THE SYSTEM. WAKE UP. SILENT MAJORITY. SEE THE TRUE SOUNDS OF LIBERTY.      

Eingereicht von Philipp

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