LUSFERUS - "Desolation's Theme" (Eternal Hatred Records)

LUSFERUS

 

LUSFERUS legen, nach einem Piano-Synthie Intro, richtig gut los. So ist dann der Opener auch eher Song Nr. 2, Luciferico Hino, der mit einer schönen Prise Blastspeed gewürzt ist. Und eine amtliche Death Metal Produktion.  Die Brasilianer hämmern aber nicht durchgehend sondern bauen gar klassische Metalklampfen mit ein, dann wieder Gebolze. Wird irgendwie gar nicht langweilig. Zumal LUSFERUS, ähnlich wie Sepultura zu Roots-Zeiten Flamencogitarren nutzen, um akustische Zwischenparts mit Leben zu füllen. Gesang ist kräftig und kreischend und hat gutes Volumen. Das Rad neu zu erfinden ist nicht ihre Eigenart. Vielmehr gehts heutzutage darum, eine gute ehrliche Platte abzuliefern. Das schaffen LUSFERUS mit Leichtigkeit. Teilweise bolzen Sie gnadenlos bis nach Meppen, verarbeiten schöne Klampfenparts zu einer nicht langweilig klingenden Platte.  Nice!

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KÄNGUIN - The great key

Post Rock und Stoner Rock liegen dicht zusammen und Liebhaber des Einen sind meist auch Hörer des Anderen. Ersteres ist Altbewährtes bei den Kielern. Doch Schubladen waren noch nie ihre Stärke und so experimentieren Sie in verschiedenen Gefilden. Nach dem Release im Dezember ist bei mir einiges an Zeit vergangen, um mich ausgiebig mit dem neuen Output Känguins zu beschäftigen. So fällt zuerst einmal diese astreine Produktion aus der Tonmeisterei Oldenburg ins Gehör. 'Fast', könnte man sagen, ist musikalisch alles beim Alten geblieben. Doch wurden die Gitarren verstärkt und das Synthie ist ein bisschen dezenter. Es geht wesentlich härter zur Sache bei Känguin als jemals zuvor. Zwar behalten Sie ihren Hang zu träumerischen Passagen, in denen aber verstärkt die Klampfe die Melodien dominiert und das Keyboard als Unterstützung bekommt. Die grösstenteils instrumental arrangierten Songs, haben weiterhin den von Känguin theatralisch erzeugten Tiefgang.Ich höre immer einen Song. Der heisst 'Quast'. Ohne die Namensgebung zu ergründen möchte ich mal auf diesen einen Song eingehen. Es wäre auch der von mir empfohlene Anspieltip. 'Quast' hat einen bombatischen Anfang, verläuft sich dann in so ne Psychedelic-Kurve aus der Er mit schredderndem Riffing rausrattert. Grösstenteils instrumental arrangiert bedeutet, dass es dann doch einen Song gibt, in dem Hans seinen Gesang zum Besten gibt. 'Result' klingt nach dieser Granate zurückhaltend, verabschiedend. Ist ja auch der letzte Song. Känguin bleiben sich selber treu, was bedeutet, immer neue Seiten aufzuschlagen und sich auszuprobieren. Sie haben ihren Wiedererkennungswert den Sie bereit sind aufzugeben, ohne es damit wirklich zu tun. Dieses mit Melodie und Härte versierte Stück Kultur darf ruhigen Gewissens auf die Welt losgelassen werden!

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OPTIMIST - "Vermächtnis" (BDHW Rec. 2019)

Optimist

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Glück geht auf dem zweiten Album der Ruhrpottler von OPTIMIST die Rechnung „Death Metal + Hardcore = Deathcore“ wieder mal nicht auf. Denn auch „Vermächtnis“ verbindet schlicht und einfach das unverfälschte Böse des Old School Death Metals mit der Energie des Hardcores, was so viel bedeutet, dass OPTIMIST mächtig Steine klopfen, bis diese zu tausend Splitter zerbersten.

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WOLFSBLOOD - "Vomit & Lice" (Troglodyte Records 2019)

WOLFSBLOOD

 

Schweden – Land of Crust and D-Beat. Wer hat sich nicht über die letzte Granate von Wolfbrigade gefreut? Und wer wartet nicht sehnsüchtig auf den neuen Opus von Martyrdöd? Für zwischendurch gibt es ein Leckerbissen in Form von iWOLFSBLOOD mit deren Album „Vomit & Lice“ die Fresse geballert, welcher in bester Tradition der genannten Bands und ehemaliger Platzhirsche wie Driller Killer oder Genocide Superstars steht.

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REVENGE - “Deceiver.Diseased.Miasmic” (Season Of Mist 2018)

REVENGE


Passend zu den christlichen Feiertagen zum Jahresende verpassen uns die Kanadische Black-Metal-Kampfeinheit REVENGE die notwendige Portion Nihilismus in Form zweier neuer Tracks. Die Welt soll endlich zur Hölle gehen, verdammt noch mal!

REVENGE verpassen uns genau den Arschtritt, den wir verdienen und knallen uns den scheinenden Killernietengürtel in die Fresse. Räudig, dreckig, asozial, ekelhaft, aberwitzig – das sind Adjektive, die einem in den Sinn kommen, während man sich durch die knapp neun Minuten ungefilterten Hass und Wut quält. Von Sound und Struktur zu sprechen, wäre eine einzige Lüge. REVENGE fauchen, schreien, grunzen, sägen und prügeln unkontrolliert und hemmungslos um sich und hinterlassen eine Spur der Verwüstung im Kopf. Man fühlt sich vergewaltigt und im Dreck liegen gelassen.

Unsere Welt ist ein dunkler, ansteckender Ort voller Krankheiten, Lug und Betrug, das machen REVENGE auf ihre unnachahmlich rüde und auch hämische Art und Weise klar. Dann mal eine schäbig, ranzige Weihnacht!

- Diseased Intrusion

- Deceiver Futile

https://revengeofficial.bandcamp.com/

Kristian Habermann
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